Spiel: Die vergessene Welt (Schwerkraft-Verlag)

Ein eher monotones, aber wunderbar anzuschauendes Worker-Placement-Spiel.
Von Ryan Laukat (ca. 90 Min.; 2-4 Spieler).
Zunächst sei erwähnt, dass die Grafik des Spiels einfach wunderbar ist, man dadurch also schnell in diese vergessene Welt der Titanen und wilden Volksstämme eintaucht.
Konkret geht es im Spiel darum, verschiedene Farbmarker zu sammeln. Die Spieler repräsentieren dabei Städte, die um die Gunst dieser Volksstämme buhlen und gleichzeitig Titanen töten wollen. Durch diese verschiedenen Aktionen erhält man Farbmarker, die am Spielende Punkte bringen.
Im Grunde aber ist es ein recht geradliniges Spiel, bei dem ich meine Arbeiter platziere, um meine Stadt und mein Militär zu optimieren und um dann Punkte damit zu sammeln. Je nach gewählter Strategie und freien Feldern sind die Optionen eigentlich recht gering und so geht das Spiel zügig voran.
Das Spiel gaukelt einem zunächst vor, dass man die Auswahl zwischen mehrere Strategien hätte, doch schon nach der ersten Partie ist klar, dass man ohne dem Töten von Titanen keine Chance auf den Sieg hat. Dadurch ist auch klar, dass jeder sich in diese Richtung entwickeln wird, was dann wiederum Spannung aufkommen lässt, wer denn schneller welche Karte erwirbt und welchen Titanen töten kann. Wobei es bei vier Spielern durchaus möglich wäre, sich nur auf den Stadtausbau zu konzentrieren, man darf jedoch nicht eine Person alleine bei den Titanen lassen.
Für mich persönlich ist das Spiel jedoch etwas zu einfach und zu wenig kompetitiv. Wenn man aber Spiele wie Dominion oder Seven Wonders mag, wo man gemütlich vor sich hin baut und nur bedingt die Mitspieler irgendwie beeinflusst, wird man auch hier seinen Spaß haben. Zu einfach ist es für mich deshalb, weil man entgegen der Erwartungshaltung nicht wirklich so viele schwierige Entscheidungen treffen muss, da die wichtigen Felder immer zugänglich sind und jene, die man blockieren kann, im Grunde nicht so wichtig sind. Das Entdecker-Feld ist sehr mächtig und sollte nicht unterschätzt werden, aber auch dessen Blockade führt nicht wirklich zu großen Problemen.
Während man bei anderen Worker-Placement-Spielen wirklich gut überlegen muss, was ich nehme und den anderen überlasse, geht es hier eigentlich konkret um die Optimierung der eigenen Auslage, die kaum ins Stocken gerät, weil ich immer etwas machen kann. Was aber schon weh tun kann, ist, wenn ein Mitspieler die Karte nimmt, die ich für meine Strategie unbedingt brauche.
Fazit: Aufgrund der Optik und der geringen Komplexität, die aber mehr vorgaukelt, würde ich dieses Spiel als idealen Einstieg für Neulinge betrachten, die Siedler und Carcassonne schon kennen und etwas mehr probieren wollen.

Auf Amazon zu kaufen:
Die Vergessene Welt – Brettspiel
Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Gesellschaftsspiele abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s