Buch: Bannister, Andrew – Die Maschine (Die Spin-Trilogie 1)

Das Buch ist irgendwie seltsam, aber auch cool und konfus und spannend. Es ist Sci-Fi.
Inhalt: Fleare Haas und ihr Begleiter Muz reisen durch den Spin auf der Flucht vor den Häschern der Hegemonie, die alles beherrschen will. Gleichzeitig versuchen die beiden einen Weg zu finden, die Hegemonie zu stoppen, als ein altes Artefakt entdeckt wird.
Vorweg sei gleich erwähnt, dass diese Spin-Trilogie nichts mit dem berühmten Spin-Buch von Robert Charles Wilson zu tun hat. Es herrscht hier lediglich eine unglückliche Namensgleichheit, der ich tatsächlich beim Ergreifen dieses Buches auf den Leim gegangen bin. Aber bereuen tu ich es nicht.
Ebenso sei erwähnt, dass dieses Buch zwar der erste Band der Spin-Trilogie ist, die Geschichte aber in sich abgeschlossen ist. Tatsächlich wäre nach so einem Ende eigentlich kein zweiter Teil nötig.
Das Tolle an diesem Buch ist die gewagte Fantasie, mit welcher Bannister ein eher untypisches Universum erschafft. Die Spin-Galaxie ist ein faszinierender, uralter Ort, der von einer längst vergessenen Rasse künstlich erbaut worden ist. Und der Autor benutzt den Spin um soziale, ökologische und wirtschaftliche Missstände zu thematisieren, was ja ein Kenneichen großartiger Sci-Fi-Literatur ist.
Ein tolles Universum aber reicht leider nicht, um ein tolles Buch zu schreiben. Auch hier lassen Charaktere und Plot eher zu wünschen übrig, wurde zu viel Fokus auf die Welterschaffung gelegt. Denn der Plot beginnt zwar spannend, verliert aber ziemlich bald an Elan. Auch ist der Hauptcharakter Flear eher langweilig und eindimensional. Zum Glück gibt es da die drei interessanten Nebencharaktere, die bei ihr sind. Am Ende jedoch kommt wieder ordentlich Spannung auf, als sich die Lage um einen bestimmten Planeten zuspitzt.
Daneben wird auch die Geschichte des Bösewichts erzählt, und der hat es echt in sich. Er trägt den eigentlichen Hauptplot und bietet die besten Momente des Buches. Allein schon deswegen kann ich Die Maschine empfehlen.
Was mir gar nicht gefallen hat ist die teilweise vulgäre Sprache, die manchmal verwendet wird und so gar nicht passt. Ich weiß nicht, ob hier der Übersetzer über die Stränge geschlagen hat oder der Autor das wirklich so wollte. Bei The Expanse gibt es auch einen Charakter mit solch einem Mundwerk, aber dort ist es konsistent und passt dazu. Hier jedoch kommen diese Ausdrücke so unerwartet und unpassend.
Fazit: SFX bezeichnet das Buch als „eines der zehn wichtigsten des Jahres“ und SFFWorld meint, dass Darth Vader gegenüber diesen Gegner erblasst. Dem kann ich mich nicht anschließen. Es ist ein durchaus lesenswertes Buch, das ich jedem Sci-Fi-Fan empfehlen kann, aber derart hohen Lob hat es nicht verdient.

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Eine Antwort zu Buch: Bannister, Andrew – Die Maschine (Die Spin-Trilogie 1)

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