Die nächste Prinzessin tanzt über unseren Bildschirm. Diesmal aus den pazifischen Inselstaaten.
Abenteuer-Animation mit Dwayne Johnson von Ron Clements und John Musker. 103 Min.
Inhalt: Nachdem der Halbgott Maui der Göttin Te Fiti ihr „Herz“, ein magisches Artefakt, gestohlen hat, bricht Chaos über die Welt herein. Ungeheuer treiben im Meer ihr Unwesen, weshalb die Polynesier ihre Inseln nicht mehr verlassen können. Als die Not zu groß wird, bricht Moana – warum muss die auf Deutsch Vaiana heißen?! – auf, um Maui zu finden und das Herz zurückzubringen.
Der Anfang des Films ist ziemlich mies, das muss gesagt werden. Die Animation ist okay, aber die Charaktere sind sehr eindimensional, die Witze lahm und die Songs schlecht. Das ändert sich aber, als Moana endlich von der Insel aufbricht und zwar in allen Belangen. Als hätte da plötzlich ein anderes Studio, die Profis, das Ruder übernommen. Oder am Anfang haben sie einfach noch nicht ihren Rhythmus gefunden und hatten dann keine Lust mehr, am Ende da nochmal drüber zu arbeiten. Jedenfalls sind die Szenen auf dem Meer wirklich sehr gut gemacht, die restlichen Songs sehr schön anzuhören und Moana entwickelt sich zu einem sehr interessanten Charakter. Maui (Dwayne Johnson) ist natürlich der Star und verleiht dem Film das besondere Etwas. Der Plot selbst ist recht geradlinig, hat aber einige nette Wendungen.
Was die Songs betrifft: Ich habe den Film auf Englisch gesehen, kann also nicht sagen inwiefern die deutsche Variante da eine andere Qualität aufweist. Ich weiß auch, dass „How Far I’ll Go“ von Lin-Manuel Miranda für den Oscar nominiert wurde, aber ich finde dieses Lied dennoch nicht so gut wie die anderen, die später im Film dann noch folgen, vor allem „We know The Way“. Denn während „How Far I’ll Go“ die 0-8-15 Ich-will-hier-Weg-Geschichte erzählt, geht es bei den anderen wirklich um das Meer sowie die Kultur und Mythologie der Polynesier, was einfach viel interessanter ist und vor allem sind sie viel emotionaler.
Fazit: Sehr zu empfehlen.
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