Serie: Iron Fist – Staffel 1

Diese Serie gefällt mir von den bisherigen Marvel-Netflix-Serien am besten, hat aber auch einige Schwachstellen.
Vorne hingestellt, um es gleich aus dem Weg zu räumen: Hier findet kein Whitewhashing statt [zu diesem Thema kommt demnächst ein Gedankensprung].
In der Serie also geht es um einen Jungen, der einen Flugzeugabsturz im Himalaya überlebt, dann von Mönchen aufgenommen und großgezogen wird, bis er 15 Jahre später zurückkommt und die alte Firma seines Vaters, die rechtmäßig ihm gehört, auf den Kopf stellt. Nebenher sollte er auch noch eine uralte und mächtige Verbrecherorganisation zerstören, denn das ist das Schicksal der Iron Fist, zu der er ausgebildet worden ist.
Aus zwei Gründen gefällt mir diese Serie besser als die anderen drei (Daredevil, Jessica Jones und Luke Cage). Erstens die Schauspieler: Vor allem bei Daredevil ist mir die schlechte schauspielerische Qualität aufgefallen, bei den anderen beiden nicht so sehr. Der Hauptdarsteller von Iron Fist hat sich kein Lob verdient, aber dafür zwei Nebendarsteller, nämlich Jessica Henwick als Colleen Wing und Tom Pelphrey als Ward Meachum. Diese beiden spielen sehr gut und heben dadurch die allgemeine Qualität der Serie, während der restliche Cast nur Serien-Durchschnitt ist. Vor allem ist Henwick auch für einige der besten Kampfszenen verantwortlich. Und da sind wir schon beim zweiten Punkt: Die Kampfszenen sind sehr gut gemacht. Die Comic-Vorlage lebt ja von der Kampfkunst, und die ist hier wunderbar umgesetzt.
Neben diesen beiden Elementen finde ich auch den Plot interessanter als bei den anderen drei, was natürlich wie immer persönliche Geschmackssache ist. Einzig die ersten paar Folgen sind wirklich lahm, doch wenn man über die Anfangsphase drüber ist, entwickelt sich die Serie rasant. Tatsächlich hat man das Gefühl, wenn man andere Kritiken liest, dass die nur diese ersten Folgen geschaut und eine Rezension über die gesamte Serie geschrieben haben, was sehr schade ist.
Das große Problem an der Serie ist der Charakter von Danny Rand, also von Iron Fist selbst. Ich finde, dass seine Entwicklung nicht gut dargestellt ist. Es ist ersichtlich, was der Regisseur zu erreichen versuchte, aber das schauspielerische Talent von Finn Jones hat leider nicht ausgereicht, um das auch erfolgreich umzusetzen. Dafür hat er aber ein Talent für die Kampfkunst-Szenen, was wohl das wichtigste Element der Serie ist.
Fazit: Wer auch nur ein bisschen etwas für das Superhelden-Genre oder das Marvel-Universum übrig hat, sollte das schauen.

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2 Antworten zu Serie: Iron Fist – Staffel 1

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