Wann kann man von einem Plagiat sprechen?
Von Christopher Badell, Paul Bender und Adam Rebottaro (ca. 30-60 Min.; 1-5 Spieler)
Jeder Spieler schlüpft hier in die Rolle eines Superhelden, aber weil wohl die Lizenzen gefehlt haben, sind es keine bekannten Superhelden, sondern speziell für dieses Spiel neu Erfundene. Aber bei jedem Helden ist klar ersichtlich, welches Vorbild dafür kopiert wurde (z.B. Flash, Aquaman oder Thor). Nachdem also jeder Spieler sich für einen Helden entschieden hat, bekommt er noch sein spezielles Deck. Anschließend wird dann ein Gegner ausgewählt, von dessen Deck jede Runde zufällig Karten aufgelegt und abgehandelt werden. Kooperativ gilt es dann diesen Gegner zu besiegen, wobei jeder Spieler jede Runde eine Karte spielen darf.
Was wie ein epischer Kampf klingt und auch viele Spieler weltweit begeistert, konnte mich und meine Spielgruppe leider nicht überzeugen. Zunächst gibt es in meinen Augen ein großes Manko: Wenn man das Spiel besser kennt, weiß man genau, wie man auf welchen Gegner reagieren muss und es ist dann eigentlich nur noch vom Kartenzufall abhängig, ob man gewinnt oder verliert. Der Wiederspielwert ist in dem Sinne gegeben, dass es mittlerweile unzählige Erweiterungen gibt, man also immer wieder neue Charaktere und Gegner kennenlernen und studieren muss. Das Basisspiel alleine ist sehr schnell langweilig. Ich bin jedoch kein Freund von diesen Trading Card oder Living Card Games oder Multi-Erweiterungen.
Ich sehe aber auch ein zweites Problem: Wir hatten regelmäßig viele Karten in der Hand, interessant zu spielen waren aber immer nur eine oder zwei, maximal drei. Die Möglichkeit, sich mit vielen Karten eine Strategie zu überlegen, sich mit den anderen zu koordinieren, ist fast nicht-existent und lief meist auf folgende Diskussion hinaus: „Wen tötest du? Wie viel Schaden machst du?“
Ich verstehe durchaus, dass Sentinels of the Multiverse viele Fans hat, könnte man es doch als kooperatives Magic mit Superhelden bezeichnen. Meinen Geschmack hat das Ding aber nicht getroffen.
Fazit: Sollte man probieren, bevor man kauft.
- Follow Meine Kritiken on WordPress.com
-
-
Auf Instagram: board_game_pictorama
Meine Kritiken
-
Top-Beiträge und Top-Seiten
- Buch: Asterix, Band 37-41
- Film: That Time I Got Reincarnated as a Slime the Movie: Tears of the Azure Sea (Anime 2026; Originaltitel: Gekijōban Tensei Shitara Suraimu Datta Ken: Sōkai no Namida-hen)
- Spiel: Männer (Ravensburger)
- Buch: Sciascia, Leonardo - Eine einfache Geschichte
- Buch: Wellington, David - Paradise One
- Film: The Anthem of the Heart (Anime 2015)
- Der Entenhausen Podcast
- Serie: Altered Carbon - Staffel 1
- Film: Avengers – Endgame (2019)
- Buch: Moon, Elizabeth – Once a Hero (Serrano Legacy 4 / Esmay Suiza 1)
-
Aktuelle Beiträge
Neueste Kommentare
Schlagwörter
- 2-Personen-Spiel
- 2-Spieler
- Abenteuer
- Action
- Agenten
- Aliens
- Animation
- Anime
- Asmodee
- Außerirdische
- Beck
- Beck Wissen
- Brettspiel
- Buch
- C.H.Beck
- China
- CIA
- Comedy
- Comic
- Computerspiel
- Detektiv
- Drama
- Entenhausen
- Fantasy
- Film
- Filme
- Gedankensprung
- Geschichte
- Horror
- Humor
- Japan
- Kartenspiel
- Kinderbuch
- Kinderspiel
- Komödie
- Kosmos
- Krimi
- Legespiel
- lustig
- Lustiges Taschenbuch
- Marvel
- Monster
- Mystery
- Netflix
- pegasus
- Pegasus Spiele
- Philosophie
- Piatnik
- Polizei
- Raumschiff
- Raumschiffe
- Roboter
- Rätsel
- Sachbuch
- Schmidt Spiele
- Sci-Fi
- Science-Fiction
- Serie
- Serien
- Solospiel
- Space
- Spiel
- Spiele
- Spionage
- Star Trek
- Star Wars
- Strategiespiel
- Superhelden
- The Expanse
- Thriller
- Weltall
- Weltraum
- Worker Placement
- Würfelspiel
- Zukunft
Archiv
Kritiken

