Gedankensprung: Mein Herz für Entenhausen

Wie ich bereits einmal ausgeführt habe, habe ich in meiner Kindheit und Jugend viele Comics gelesen, wobei diese zu 90% in Entenhausen angesiedelt waren. Doch warum hat mir gerade dieses Universum so gut gefallen?
Das ist schwer zu erklären. Es ist einfach ein schöner, gemütlich Ort, in dem man sich wohlfühlen und mit dem man sich identifizieren kann. Das zweistöckige Haus von Donald Duck mit dem kleinen Garten drum herum wirkte einfach wie eine Kopie des Hauses meiner Kindheit. Aber auch die Abenteuer, die sie erlebten, waren derart, dass man sich als Kind durchaus vorstellen konnte, dass einem so etwas auch passiert. Ich glaube, der Grund, warum mir Entenhausen so gut gefällt, ist der gleiche, weshalb mir Star Trek so gut gefällt: es ist optimistisch, hell und fröhlich. Es ist keine düstere Welt, die Superhelden benötigt, die bei ihren Kämpfen alles zerstören.
Dazu kommt auch noch, dass die Abenteuer so abwechslungsreich sind, so grundverschieden. Jeder Charakter ist sympathisch, hat seine individuellen Macken, erlebt seine eigenen Geschichten, die sich schon deshalb von den anderen unterscheiden. Aber auch Dagobert Duck alleine reist einmal in die Zukunft, einmal in die Vergangenheit, einmal in eine andere Dimension und erlebt dabei Abenteuer, die so verschieden sind, wie Tag und Nacht. Bei den meisten Comics weiß man im Grunde, was einen erwartet, seien es die Römerkämpfe bei Asterix & Obelix, die Schattenschießereien bei Lucky Luke oder das Rumgespringe bei Spiderman. Doch in Entenhausen weiß man nie, welches Abenteuer einen diese Woche erwartet; bei den Micky Maus Heften oder den Lustigen Taschenbüchern weiß man nicht einmal, welche Charaktere in welcher Zusammensetzung das nächste Mal auftauchen. Weil einfach die Geschichten so viele Genres abdecken, haben sie mir als Kind immer so gut gefallen. Doch auch als Erwachsener finde ich noch viel Freude daran, da sehr viele Geschichten witzige Anspielungen enthalten oder gelungene Hommagen sind, was man erst ab einem gewissen Wissensstand richtig wertschätzen kann.
Dazu kommen noch die tollen Zeichnungen. Bei Comics ist die Optik auch wichtig und selbst wenn nicht jede Geschichte eine hohe Qualität in diesem Bereich aufweist, ist der Großteil doch wirklich super. Speziell die ersten Comics von Carl Barks und Don Rosa sind eine richtige Augenweide.
Wie bereits einmal erwähnt ist Indiana Goof mein Lieblingscharakter, aber von den Geschichten her gefällt mir Onkel Dagobert – Sein Leben, seine Milliarden von Don Rosa am besten.

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2 Antworten zu Gedankensprung: Mein Herz für Entenhausen

  1. Pingback: Buch: Lustiges Taschenbuch Galaxy 01 | Meine Kritiken

  2. Liegeradler schreibt:

    Ich habe grade einen wunderbaren Disney-Sammelband rezensiert:
    https://kinogucker.wordpress.com/2018/05/06/entenhausener-filmklassiker/

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