Serie: Carnival Row – Staffel 1

Toll, aber zu aufgebläht.
Mir gefällt die Serie vor allem wegen des untypischen Fantasy Steam Punk Settings. Es ist also eine Welt, in der Menschen, Feen, Satyrn und andere Wesen nebeneinander leben. Wegen der Kriege der Menschen sind jedoch die Länder der anderen Rassen verwüstet worden und diese zu Flüchtlingen geworden. Die Serie ist angesiedelt im Stadtstaat Burgue, wohin die Flüchtlinge kommen, was zu Spannungen führt. Der eigentliche Plot ist aber die Aufklärung einer Mordserie mit Horror- und Mystery-Elementen.
Die erste Episode, an der auch Guillermo del Toro mitgearbeitet hat, ist einfach fantastisch und macht richtig Lust, sofort weiterzuschauen. Also ein absolut gelungener Einstieg. Doch dann hat sich Guillermo del Toro aus dem Projekt verabschiedet und man merkt, dass die folgenden Episoden träge geworden sind. In den Folgen zwei und drei geht es nur um Weltenbau, der spannende Kriminalfall wird komplett ignoriert. Ab Episode vier geht es damit dann weiter, mit interessanten Wendungen und einem tollen Finale.
Ich habe bereits an einer anderen Stelle einmal gesagt, dass 40 Minuten für mich die perfekte Seriendauer ist und ich einstündige Episoden eigentlich nicht mag. Diese Serie hier ist ein wunderbares Beispiel dafür, weshalb ich so empfinde. Der eigentlich Plot mit dem Kriminalfall und der Liebesgeschichte zwischen Orlando Bloom und Cara Delevingne ist wirklich gut gemacht, sehr spannend. Aber drum herum gibt es so viele uninteressante, langatmige, irrelevante Szenen, dass man ständig das Gefühl hat, hier wurde künstlich in die Länge gezogen. Dieser Serie hätte es absolut gut getan, wenn man jede Episode von 60 auf 40 Minuten gekürzt hätte. Dennoch bin ich wirklich gut unterhalten worden.
Beim Ende bin ich hingegen etwas zwiegespalten. Den interessanten Plot haben sie in der letzten Episode aufgelöst, damit bin ich also sehr zufrieden. Man könnte diese Staffel also theoretisch für sich alleine stehen lassen. Doch die anderen – uninteressanten – Handlungsstränge, haben sie offen gelassen, als Brücke in die zweite Staffel. Mein Problem ist nun, dass ich keinen Grund sehe, die zweite Staffel auch zu schauen, denn alles Interessante und Relevante wurde bereits erzählt. Ich lasse mich natürlich gerne überraschen, aber ich befürchte, dass auch hier bereits bei Westworld und 13 Reasons Why nach einer tollen ersten Staffel eine langweilige zweite folgen wird.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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