Gedankensprung: Spiel des Jahres 2019

Das letzte Jahr habe ich in Bezug auf das „Spiel des Jahres“ ja als Schrottjahr bezeichnet. Nun, es ist nicht besser geworden, was einfach bedeutet, dass ich mich damit nicht mehr identifizieren kann und der Preis somit für mich hinfällig geworden ist.
Just One, ein kooperatives Assoziativspiel, hat also gewonnen. Wer so etwas mag, wird damit wohl Spaß haben. Auch die beiden anderen Nominierten, nämlich L.a.m.a., ein banales Kartenspiel, und Werwörter, ein banales Frage-Antwort-Spiel mit geheimen Rollen, sind nicht viel besser. Schade, aber ich und meine Spielgruppe können mit diesen Spielen rein gar nichts anfangen.
Interessanter hingegen wird schon die Kategorie „Kennerspiel des Jahres“. Mit Flügelschlag hat ein bekanntes und momentan sehr beliebtes Spiel gewonnen, das ich selbst auch sehr gerne einmal spielen würde. Aber auch die beiden anderen Nominierten, nämlich Carpe Diem und Detective, stehen ganz oben auf meiner Wunschliste. Nachdem diese Kategorie letztes Jahr in meinen Augen total versagt hatte, wurden dieses Jahr, vermutlich als Antwort auf all die Kritik, wirklich solide und gute Spiele nominiert.
Ich habe ja schon öfters erwähnt, dass Preise, sei es für Bücher, Filme oder eben in diesem Fall für Spiele, extrem subjektiv sind und meistens meinen Geschmack nicht treffen. Aus Neugierde werde ich diese Dinge schon weiter verfolgen, aber Empfehlungen entnehme ich daraus keine.

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Eine Antwort zu Gedankensprung: Spiel des Jahres 2019

  1. Susan schreibt:

    Hallo Markus,

    im Endeffekt ist es doch schön, dass du dich nicht mehr mit dem „Spiel des Jahres“ identifizieren kannst. Denn: ……………… Du bist ein „Vielspieler“!
    Du kennst Dich gut aus in der Spieleszene!

    Uns „Mehr-“ und Vielspieler will die Jury auch gar nicht erreichen.

    Ich finde die 3 Nominierten auch relativ banal, aber dass sie bei Nicht- und Gelegenheitsspielern (= Zielgruppe) extrem zünden, konnte ich jetzt schon oft miterleben.
    Der rote Pöppel ist genau für diese Gruppe gedacht.

    Die Jury hat ja auch nicht den Anspruch „das beste Spiel“ zu küren, sondern ein Spiel, dass für Einsteiger attraktiv ist und einen überschaubaren Anspruch hat, also eine möglichst geringe Einstiegshürde hat um sie an unser geliebtes Hobby zu führen.

    Auch der Kennerspielpreis ist eher für Gelegenheitsspieler gedacht.
    Die, die eben hin und wieder mal ein „Spiel des Jahres“ oder überhaupt ein Spiel zur Hand nehmen und bei denen der Anspruch schon ein wenig höher sein darf. Mit dem Ziel, dass sie durch diesen Leitfaden möglicherweise zum Vielspielerpieler werden.

    Ganz allgemein die Jury will das Kulturgut Spiel fördern.

    Wir Spiele-Interessierten brauchen ja nicht an die Hand genommen zu werden um ans Spielen geführt zu werden. Wir informieren uns selbst auf vielerlei Kanälen….BGG, YouTube, http://www...
    (Wie sonst wäre ich hier gelandet)
    Der deutsche Spielepreis ist da eher der Preis für die Informierten, auch wenn wir keinen brauchen.

    Somit finde ich, dass die Jury ihren Job gut gemacht hat.
    (Ich muss die Spiele ja nicht mögen, weil ich nicht zur Zielgruppe gehöre.)

    Insgesamt denke ich, dass die Jury zum Wachstum der Spieleszene einen großen Beitrag leistet und geleistet hat, was doch sehr erfreulich ist.

    Verspielte Grüße, und ich freue mich weiterhin über Deine Rezensionen
    Susan

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