Gedankensprung: Anime-Update Sommer ’19

Wow, diese Staffel hat so viele gute Serien gebracht, dass ich gar keine Zeit hatte, alles zu schauen, was mich interessiert. Ich habe also einige Serien, die ich in anderen Staffeln durchaus geschaut hätte, diesmal ausgelassen. Das komplette Gegenteil von dem, was im Frühling passiert ist.

Kanata no Astra war definitiv meine liebste Serie in dieser Staffel, ist sie doch Space-Sci-Fi und hat somit voll meinen Geschmack getroffen. Aber das Genre alleine reicht natürlich nicht. Der Plot ist echt spannend mit einigen überraschenden Wendungen und einem absolut gelungenen Finale. Die Charaktere sind auch interessant. Vor allem aber hat diese Serie bewiesen, dass es auch in Anime möglich ist, ordentliche Space-Sci-Fi-Storys zu erzählen.

Kimetsu no Yaiba – die Dämonenschwester – ist aus dem Frühling direkt weitergelaufen und hat sich sogar noch gesteigert. Der Plot ist spannend, die Charaktere sind interessant und die Kampfszenen sind etwas vom Besten, was ich je gesehen habe. Pure Kunst. Am Ende gibt es einen sehr schönen Cliffhanger, der ordentlich Lust auf die zweite Staffel nächstes Jahr macht.

Carole & Tuesday – die beiden Musikerinnen – lief auch aus dem Frühling direkt weiter und hat sich ebenfalls gesteigert. Neben der wunderbaren Musik und den tollen detailverliebten Animationen kamen hier nun auch politische Intrigen hinzu, wurden soziale und psychologische Themen diskutiert. Ganz tolle Unterhaltung mit einem wunderschönen Abschluss.

Enen no Shouboutai war auch ein richtig tolles Anime mit großartigen Kampfszenen und interessanten Charakteren. Es geht hier um Spezialfeuerwehrleute, die gegen Menschen kämpfen, welche spontan entflammen und sich in Dämonen verwandeln. Mein Problem mit diesem Anime ist, dass die ersten paar Folgen etwas konfus waren und einfach überhaupt nicht klar war, was der eigentliche Plot ist. Als das dann aber rauskam, wurde es richtig spannend. Auch das erschaffene Universum konnte mich nicht recht überzeugen. Dennoch habe ich die Serie genossen, weil sie einfach fantastisch aussieht. Die Serie läuft im Herbst direkt weiter und ich werde sie auf jeden Fall schauen.

Cop Craft war ein coole Serie und ein Paradebeispiel dafür, was man alles leisten kann, wenn man wenig Budget hat, aber dennoch richtig gut ist. Die Story handelt davon, dass in einer Metropole ein Tor zu einer anderen Welt geöffnet wurde und die Wesen von dort mit den Menschen nun friedlich koexistieren und sich ständig hin und her bewegen. Ein Polizistenduo – ein Mensch und ein Alien – müssen in dieser Stadt nur Kriminalfälle lösen, die kulturübergreifend sind. Sehr spannend und interessant mit einem schönen Finale. Das erschaffene Universum würde sich für eine zweite Staffel anbieten – die ich sicher schauen würde – aber der hier erzählte Plot ist jedenfalls abgeschlossen.

Granbelm war auch sehr interessant. Hier geht es um ein paar Hexen, die regelmäßig in eine andere Dimension transportiert werden, um dort mit magischen Mechas im Battle Royal Style gegeneinander zu kämpfen. Sympathische Charaktere und nette Kämpfe bieten gute Unterhaltung. Das Beste daran aber sind die überraschenden Wendungen am Ende. Das Finale war dann auch schön und zufriedenstellend.

Dungeon ni Deai wo Motomeru no wa Machigatteiru Darou ka II war irgendwie eine Enttäuschung. Ich habe extra im Frühling nachgeholt, die erste Staffel zu schauen, um hier jetzt mitzukommen und dann wurde so etwas geliefert. Die gesamte Staffel wirkt so, als wären es nur Füller-Episoden. Nett, aber überhaupt nicht spannend. Man hätte das alles als OAVs separat produzieren können und hier dann eine ordentliche Story. Die sind hier kein einziges Mal ins Dungeon gegangen. Schade! Aber laut Manga-Lesern soll jetzt etwas richtig Tolles kommen, also warte ich gespannt auf die dritte Staffel, die bereits für nächstes Jahr angekündigt worden ist.

Arifureta Shokugyou de Sekai Saikyou ist ein klassisches Isekai – Hauptcharakter wird in andere Welt transportiert -, beginnt aber sehr düster und wirklich spannend. In der Mitte ist die Serie jedoch von einem anderen Studio übernommen worden und was da dann für ein Qualitätsabsturz mit einherging ist kaum zu beschreiben. Viel Potenzial, viele Erwartungen, doch am Ende nur eine Enttäuschung. Die finale Episode war dann auch noch ziemlich unbefriedigend und bot einen klassischen Cliffhanger.

Bem begann auch sehr düster und spannend. Monster leben in unserer Welt und drei davon versuchen einen Weg zu finden, Menschen zu werden. Die Idee dahinter, immer wieder die philosophische Frage aufzuwerfen, ob es wirklich wert ist, ein Mensch zu werden, fand ich sehr interessant. Die Serie wurde dann aber sehr repetitiv, es gab keine Entwicklung und wurde allgemein einfach langweilig. Aus verschiedenen Gründen sind nicht alle Folgen ausgestrahlt worden, der Rest kommt im Oktober, aber darauf werde ich verzichten, stürze ich mich doch lieber in die neue Staffel.

Ebenfalls startete diesmal Dr. Stone, dessen Manga-Version ich lese. Ich habe reingeschaut und muss sagen, dass es eine sehr gute Adaption ist, die ich nur empfehlen kann. Und wie bekannt lese ich auch weiterhin die Mangas zu den Serien One Piece, Boruto, Fairy Tail und Black Clover, schaue diese also nicht, bzw. nur sehr sporadisch.

Neben diesen aktuellen Serien habe ich auch zu Beginn der Staffel sogar Zeit gefunden, eine ältere zu schauen:
Planetes ist eine richtig coole Sci-Fi-Serie, die ein paar Jahre in der Zukunft spielt, wenn es bereits einige Raumstationen im Weltall gibt und der Mond kolonisiert ist. Die Geschichte verfolgt dabei eine Crew von „Müllmännern“, also Astronauten, deren Aufgabe es ist, den Orbit sauber zu halten, damit aktive Installationen und Satelliten nicht durch Kollisionen beschädigt werden. Dabei werden sie in politisches Geplänkel hineingezogen.
Diese Serie hat mir sehr gut gefallen, weil die Charaktere interessant sind, sich toll entwickeln, der Plot durchaus spannend ist und der Hintergrund extrem realistisch gehalten ist. Einfach eine sehr gut gemachte und absolut empfehlenswerte Serie.
Diese Fülle an Serien hat dazu geführt, dass ich mit meinem anderen Großprojekt, nämlich Gintama zu schauen, nicht weitergekommen bin, obwohl das wirklich eine grandiose Serie ist.

Ausblick auf den Herbst 2019:
Auch die Vorschau für den Herbst verspricht eine Fülle von guten Serien, wie etwa Boku no Hero Academia 4th Season, Sword Art Online: Alicization – War of Underworld, Nanatsu no Taizai: Kamigami no Gekirin, Assassins Pride, No Guns Life, Kono Oto Tomare! 2nd Season, Keishichou Tokumubu Tokushu Kyouakuhan Taisakushitsu Dainanaka: Tokunana und Houkago Saikoro Club.

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