Film: Gemini Man (2019)

Nett.
Action mit Will Smith von Ang Lee. 117 Min.
Inhalt: Henry Brogan hat sein Leben als Auftragskiller verbracht. Nun ist er in die Jahre gekommen und will in den Ruhestand gehen. Doch seine Gegner sind damit nicht einverstanden. Sein 25 Jahre jüngerer Klon wird auf ihn gehetzt.
Aus zwei Gründen hätte dieser Film ein technischer Meilenstein werden sollen, aber wenn das Drehbuch nicht passt, kann die Optik noch so toll sein. Zunächst wurde der Film in 3D mit 120 Bildern pro Sekunde gedreht, eine neuartige Technik, die unter dem Namen „3D+“ läuft und wobei speziell hierfür modifizierte ARRI-Alexa-Kameras verwendet wurden. Nur wenn man nicht in einem speziell dafür ausgestatteten Kino sitzt, kriegt man davon halt nicht viel mit. Naja, das ist nicht ganz korrekt. Wenn der eigene Fernseher nicht allzu alt ist, kann man schon einiges von der originalen Schärfe und High Frame Rate erahnen. Mich persönlich hat das jedoch nicht im geringsten beeindruckt, zu keinem Zeitpunkt hätte ich irgendwie „Wow“ oder „Cool“ ausgerufen. Im Gegenteil sind einige Kameraeinstellungen, um diese Technik voll zu nutzen, teilweise etwas seltsam und gewöhnungsbedürftig, haben mir gar nicht gefallen.
Auch das zweite technische Feature dieses Films konnte mich nicht überzeugen. Um nämlich die jüngere Version von Will Smith perfekt in 3D im Computer zu generieren, wurden alle Episoden von Der Prinz von Bel-Air in einem Programm gespeichert und sämtliche Szenen von Will Smith analysiert. Die computergenerierte junge Version von Will Smith schaut absolut grandios aus, zum Verwechseln echt, also technisch wirklich eine Meisterleistung, aber wozu? Ich finde, sie haben storymäßig viel zu wenig mit ihm gemacht. So wirkt es nur wie ein nettes Gimmick für coole Kampfszenen. Aber wenn ich einen Charakter gegen sich selbst kämpfen sehen möchte, dann würde ich eher The One mit Jet Li empfehlen. Dort sind die Kämpfe viel besser und es gibt sogar einen interessanten Plot. Nein, das hier ist nichts weiter als eine technische Spielerei ohne Substanz und ist somit nicht mehr als ein netter Actionfilm, eine nette Abendunterhaltung, wenn man sich zur Verdauung zurücklehnen möchte.
Fazit: Kann geschaut werden.

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