Tolles, kreatives Sci-Fi-Abenteuer.
Inhalt: Meistens fühlt sich Sarya ganz normal. Überhaupt nicht wie das furchterregendste Geschöpf im ganzen Kosmos. Meistens kommt sie auch ganz gut damit klar, dass sie der letzte Mensch im Universum ist, und dass sie wohl nie erfahren wird, warum die Menschheit eigentlich ausgerottet wurde. Denn meistens ist sie damit beschäftigt, ihre wahre Identität vor den Hunderten von Aliens, die Watertower Station bevölkern, zu verbergen. Oder ihre Adoptivmutter, eine riesige Alienspinne, daran zu hindern, die Nachbarn zu fressen. Doch als ein Kopfgeldjäger auf der Raumstation eintrifft und nach ihr sucht, muss Sarya fliehen. Alleine in der schwarzen Weite des Alls unterwegs, will sie herausfinden, warum die Menschen wirklich sterben mussten. Und kommt einer Verschwörung von wahrhaft kosmischen Ausmaßen auf die Spur.
Das Buch beginnt großartig und fesselt einen sofort. Ein angenehmer, humorvoller Schreibstill, viele kreative Ideen, ein tolles Universum, interessante Charaktere und ein spannender Plot verleiten dazu, das Buch kaum noch wegzulegen, bis es in der Buchmitte zu dieser unnötig langatmigen Rückblende kommt. Nach dieser kommt es eigentlich sehr schnell und beinahe schon überstürzt zur Auflösung des Rätsels und zum großen Showdown. Irgendwie hat mich das enttäuscht, weil ich mir halt doch ein größeres Abenteuer, eine längere Reise, eine Art Schnitzeljagd vorgestellt habe. Inhaltlich ist es aber dennoch voll zufriedenstellend. Moment! Aber wenn der Plot hier abgeschlossen ist, warum folgen dann noch weitere hundert Seiten? Soll ich da wirklich weiterlesen? Da ich einfach einen langen Epilog vermutet habe, war ich nicht besonders motiviert, habe es aber dennoch gemacht und – oha – siehe da, es ist ja doch alles anders als es scheint. Es kommt hier noch zu einigen Wendungen und philosophisch-pseudointeletkuellen Gesprächen – Sci-Fi vom Feinsten. Und das Ende ist dann noch viel zufriedenstellender.
Fazit: Empfehlenswert.
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