Nette Fortsetzung.
Action/Komödie mit Bob Odenkirk von Timo Tjahjanto. 89 Min.
Inhalt: Vier Jahre nach seiner unglücklichen Auseinandersetzung mit der russischen Mafia schuldet Hutch der gefürchteten Organisation immer noch 30 Millionen Dollar und bemüht sich, diese zurückzuzahlen, indem er unermüdlich Aufträge abarbeitet. Er nimmt seine Familie mit in den dringend benötigten Urlaub. Doch schon bald gerät er ins Fadenkreuz eines korrupten Freizeitparkbetreibers, eines zwielichtigen Sheriffs und eines Verbrecherbosses.
Nach dem Überraschungshit Nobody folgt leider wie so oft eine maue Fortsetzung zur Pflichterfüllung gegenüber den Studiobossen. Man kann diesen Film als kurzweilige Abendunterhaltung schauen, aber er bietet halt nichts, was in Erinnerung bleibt.
Im direkten Vergleich zeigen Nobody (2021) und Nobody 2 (2025) deutliche Unterschiede in Ton und Ausrichtung. Während der erste Teil insgesamt düster und ernst gehalten ist und sich stark auf Hutchs persönliche Selbstfindung sowie den Schutz seiner Familie konzentriert, schlägt die Fortsetzung einen deutlich leichteren und humorvolleren Ton an. Die Motivation der Hauptfigur verschiebt sich dabei von einer inneren Wandlung hin zu äußeren Umständen wie Schulden und einem aus dem Ruder gelaufenen Familienurlaub.
Auch der Actionstil verändert sich. Im ersten Teil überzeugt die Action vor allem durch ihre Kraft, Präzision und sehenswerte Choreographie, wohingegen Nobody 2 stärker auf kreative und überzeichnete Inszenierungen setzt. Der erzählerische Fokus liegt im ersten Film klar auf der individuellen Entwicklung der Hauptfigur, während im zweiten Teil die familiäre Dynamik stärker in den Vordergrund rückt. Entsprechend fällt auch die Rezeption nicht nur bei mir unterschiedlich aus. Der erste Film wurde überwiegend sehr positiv aufgenommen, während die Fortsetzung auf gemischte Resonanz stößt.
Fazit: Kann geschaut werden.
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