David Gemmell, der abgedankte und leider bereits verstorbene König der Fantasy-Literatur, hat mit diesem Werk nicht an seine glohrreiche Zeit anschließen können.
Inhalt: Die mächtigen Avatar haben ihre Energiequelle verloren und kämpfen jetzt gegen ihren Untergang. Ihre Untertanen werden ausgenützt, bis ein furchtbarer Feind auftaucht und sie zu einem verhassten Bündnis zwingt.
Ich war immer ein großer Fan von Gemmell, besonders seine Parmenion-Saga um Alexander dem Großen habe ich geliebt, aber auch die Drenai-Saga hat mir sehr gut gefallen. Doch nicht alles, was er geschrieben hat, war auch Gold. So habe ich mich mit seinen Troya-Romanen einfach nur veräppelt gefühlt und auch jetzt Der Weg der Helden ist einfach nur schwach. Schade, denn ich hatte mich wirklich darauf gefreut.
Es gibt viel, was man kritisieren könnte, nicht zuletzt die unglückliche Namensgebung. Der Hauptcharakter heißt Talaban und ich habe die ganze Zeit Taliban gelesen, was sehr nervig war. Außerdem haben die Charaktere der Vagaren fast alle die gleichen Namen, was sehr verwirrend ist.
Das erschaffene Universum und die erzählte Geschichte selbst sollen unsere Vergangenheit darstellen: Die Avatar waren die Bewohner von Atlantis, die durch die Eiszeit vernichtet wurden und die Vagaren die jungsteinzeitlichen Menschen, die gerade sesshaft geworden sind, sowie die Anajo die Indianer Nordamerikas sein sollen. Der große Feind sind die Maya, die aus einer anderen Dimension auf die Erde gekommen sind.
Puh, was soll man dazu noch sagen? Gemmell ist ein guter Schreiber und hat die Fähigkeit, wie auch Stephen King, aus jedem Blödsinn eine packende Geschichte zu machen. Doch ich bin niemand, der sich mit Blödsinn genügt, sei er auch noch so gut geschrieben.
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