Spiel: Das Vermächtnis – Stammbaum der Macht (Pegasus)

Von Michiel Justin und Elliott Hendriks (ca. 60 Min.; 1-4 Spieler).
Wer schafft es, seine Kinder am besten zu verheiraten und diesen wiederum die meisten Kinder zu bescheren?
Das ist ein typisches Spiel, das man auf jeden Fall ein zweites Mal spielen muss. Es gibt einfach zu viele Sonderfunktionen und Aktionen, die man von Anfang an berücksichtigen muss, um erfolgreich zu sein. Beim ersten mal hat man das Spiel erst in der dritten Generation so richtig durchschaut, wenn es schon zu spät ist.
Das Spiel selbst ist eine Mischung aus Worker-Placement und Kartenspiel. Die Arbeiter brauche ich für die Aktionen, die Karten für den Stammbaum. Leider gibt es zu viele Aktionsmöglichkeiten und meistens läuft es darauf hinaus, dass man sich auf „Heiraten“ und „Vermehrung“ beschränkt, was effektiv das Wichtigste ist. Dazu kommt, dass man in der Regel eh nur zwei Aktionsmöglichkeiten hat und man dann nichts anderes mehr machen kann. Diese Tatsache erscheint beim ersten mal spielen als äußerst seltsam und man ist bald geneigt, das Spiel als langweilig abzustempeln. Das liegt aber daran, dass man beim ersten mal noch nicht in der Lage ist, sämtliche Sonderfunktionen seines individuellen Stammbaumes zu übschauen, geschweige denn zu nutzen. Dadurch wird das Spiel viel strategischer und spannender.
Fazit: Spielt das Spiel beim ersten mal auf jeden Fall zu Ende und gebt ihm dann eine zweite Chance.

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Eine Antwort zu Spiel: Das Vermächtnis – Stammbaum der Macht (Pegasus)

  1. Daniel schreibt:

    Ich würde hier eher dahingehend tendieren, dir zu widersprechen was Taktik betrifft.
    Denn: Heiraten und Kinder bekommen ist zwar in den ersten beiden Generationen sehr wichtig, aber macht nicht alles aus. Der eigene Spielverlauf hängt vor allem mit seiner geheimen Zielkarte zusammen. Da gibt es eine, wo man dann tatsächlich wie wild Kinder machen sollte; aber es gibt auch welche wo man am Ende möglichst Freundeskarten auf der Hand hält; oder wo man einfach nur auf Geld aus ist… Es sollte sowieso immer das Ziel sein, mindestens drei Aktionen zu haben; sprich es gilt auch, möglichst geschickt die Ehepartner zu wählen… das Spiel lässt sich – mit einer richtigen Einführung – meiner Meinung nach sehr wohl auch ganz gut mit Gelegenheitsspielern spielen; da die entscheidenden Dinge ja per Symbolik sehr gut angezeigt werden (was bringt Prestige, was bringt Handkarten, …); meine Partnerin ist zum Beispiel überhaupt keine Strategien, aber das Thema und der Spielmechanismus sind dann doch so einzigartig, dass es ihr sehr gefällt und sie das Spiel auch immer wieder gerne spielt…

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