Film: Jupiter Ascending (2015)

Ein optisches Meisterwerk. Mehr aber auch nicht.
Sci-Fi-Action mit Channing Tatum, Mila Kunis und Sean Bean von Andrew „Andy“ Wachowski und Lana Wachowski. 127 Min.
Inhalt: Jupiter – ja, das ist ein Frauenname – erfährt eines Tages, dass sie die eigentliche Königin der Erde ist. Damit beginnt ein unglaubliches Weltraum-Abenteuer, denn es gibt genug Leute, denen das nicht gefällt und daher etwas dagegen unternehmen möchten.
Der Film lebt von seinen grandiosen Effekten und den intensiven Actionszenen. Aber das ist leider nicht genug. Die paar witzigen Momente reichen auch nicht aus. Es fehlt den Charakteren an Tiefe und allgemein gibt es keinen spannenden Plot.
Die Hintergrundgeschichte ist sehr interessant, das erfundene Universum sehr spannend. Aber leider schafft es der Plot nicht, diese Qualitäten besser aufzunehmen. Im Gegenteil passiert genau vier mal (4x!) das gleiche: der supertolle gutaussehende Krieger rettet die hilflose Schönheit im letzten Moment. Wobei der letzte Moment immer knapper wird.
Schade! Und dabei gäbe es hier so viel Potenzial. Vor allem das durchaus philosophische Thema – die Wachowskis sind ja gern in diesen Sphären unterwegs – über den Wert von Zeit und Unsterblichkeit hätte ausgebaut gehört.
Eine Kritik von vielen Seiten ist auch, dass die Actionszenen zu lang sind. Das ist pure Geschmackssache. Hier sind sie sehr gut gemacht, toll anzuschauen und daher für mich auch kein Problem. Wenn sie nur nicht so repetitiv wären. Vier mal das gleiche wird halt langweilig.
Ein Vergleich mit den Guardians of the Galaxy drängt sich natürlich auf, ist aber schwer. Beide Filme sind technische und optische Meisterwerke, wobei mir in der Hinsicht Jupiter Ascending besser gefällt. Beide Filme haben einige witzige Momente, wobei ich es vor allem bei GotG es teilweise schon etwas zu übertrieben fand. Das Universum ist bei beiden faszinierend. GotG ist natürlich Marvel und hat daher einen großen Vorteil. Ich behaupte ja immer noch, dass GotG kein Superheldenfilm ist und ohne den Namen „Marvel“ bei weitem nicht so erfolgreich gewesen wäre. Aber dann kommen die beiden wesentlichen Punkte: Plot und Charaktertiefe. Da kann beides Mal JA nicht mit GotG mithalten.
Fazit: Ein durchaus sehenswerter Film, der aber wohl nicht in die Annalen der Sci-Fi-Filmgeschichte eingehen wird.

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