Buch: Cline, Ernest – Ready Player One

Was für ein phänomenal-großartiges Buch!
Inhalt: Einige Jahrzehnte in der Zukunft leben alle Menschen in der „Oase“, einer virtuellen Welt. Natürlich muss man immer wieder in die Realität zurückkehren, um seinen Pflichten nachzugehen, aber jede freie Minute wird in der Oase verbracht. Der Erschaffer dieser Welt ist nun gestorben und hat ein Spiel online gestellt. Wer dieses als erster beendet, erbt seinen gesamten Besitz und wird der neue Chef der Oase. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt und so mancher schreckt nicht davor zurück, die Rivalität auch in der Realität auszutragen.
Ich habe das Gefühl, als hätte der Autor Anime-Serien wie dot hack sign oder Sword Art Online gesehen und sich gedacht, dass er das besser könne. Und tatsächlich kann er das. Die Charaktere sind sehr gut gezeichnet und der psychische Konflikt zwischen Virtualität und Realität ist sehr gut ausgearbeitet. Aber Cline beschränkt sich nicht nur auf die wunderbare Darstellung der unendlich großen Oase, sondern auch auf die reale Welt, wie sie sich entwickelt hat und weshalb die Menschen überhaupt in die Oase fliehen.
Das Meisterwerk aber ist das Spiel, die Jagd nach dem Schatz. Der Erschaffer der Oase ist nämlich in den 1980ern aufgewachsen und war ein großer Fan der Pop-Kultur dieses Jahrzehnts: Filme, Serien, Musik, Anime, Comics, Bücher, Computerspiele, Pen&Paper-Rollenspiele etc. Das ganze Spiel basiert nun auf Wissen zu diesen Bereichen, denn der Erschaffer mochte keine Leute, die seine Interessen nicht teilten.
Dieses Buch ist also gleichzeitig eine Zeitreise in die Zukunft, mit einer dystopischen Realität und einer utopischen Virtualität, und in die Vergangenheit, in die großartigen 80er. Und die Kombination aus diesen beiden Ebenen, Zukunft und Vergangenheit, macht dieses Buch so großartig.
Fazit: Absolut empfehlenswert.

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5 Antworten zu Buch: Cline, Ernest – Ready Player One

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  3. René schreibt:

    Klingt interessant. So mal ich die 1980er Jahre schätze. Ich lese selten. Aber hier wäre eine Ausnahme zu machen.

  4. Pingback: Film: Ready Player One (2018) | Meine Kritiken

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