Film: Dragon Blade (2015)

Das Römische Imperium vor den Toren Chinas. Wer will diesen Kampf nicht sehen?
Action-Abenteuer-Film mit Jackie Chan, John Cusack und Adrien Brody von Daniel Lee. 127 Min.
Inhalt: Eine betrogene Römische Legion muss sich durch Zentralasien schlagen, bis sie schließlich vor den Toren einer chinesischen Grenzfeste steht, deren Kommandant sie schließlich aufnimmt. Als dann die gesamte Streitmacht des Römischen Imperiums ankommt, müssen sich die verschiedensten Völker vereinen, um den korrupten Konsul zu besiegen.
Vorweg, der Film ist absolut nicht historisch. In diesem Film gibt es einfach so viele abstruse Dinge, dass einem seriösen Historiker die Haare vom Kopf fallen, ein lockerer Historiker wird hingegen viel zum Schmunzeln finden. Denn wir haben da eine Seidenstraßen-Polizei (?!), einen 3D-Scanner, der automatisch rekonstruiert, was nicht mehr da ist und sofort die ganze Geschichte dieses Ortes erzählt (?!), die Nationalhymne des Römischen Imperiums (?!), Chinesen, die in 5 Minuten Latein lernen (?!) und Römer, die in 2 Tagen Chinesisch lernen (?!).
Na gut, abgesehen davon, dass historischer Realismus in der Filmindustrie generell ein Fremdwort ist, ist der Film an sich nicht so schlecht. Das Gedankenspiel „was wäre, wenn die Römer die Chinesen getroffen hätten“ ist eh schon in zahlreichen Büchern behandelt worden, also war es nur eine Frage der Zeit, dass es auch auf die Kinoleinwand kommt.
Ich finde, dass Jackie Chan zum ersten Mal gut eine seriöse Rolle spielt, tolle Kampfszenen kommen aber nicht zu kurz. Choreographie, Effekte, Kostüme und CGI sind super gemacht. Die Story ist auch interessant und die Botschaft, dass man Unterschiede überwinden muss, weil man nur gemeinsam stark ist, finde ich sehr gut.
John Cusack und Adrien Brody hingegen scheinen dieses Filmprojekt eher für einen bezahlten Urlaub in China genutzt zu haben. Vor Drehbeginn haben Chan und Lee voller Freude angekündigt, dass erstmals A-Hollywood-Schauspieler in einem chinesischen Projekt mitspielen werden. Ob sie im Nachhinein immer noch glücklich damit sind, bin ich mir nicht sicher.
Fazit: Interessanter Film.

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