Gedankensprung: Computerspiele

Ich habe Mass Effect 2 fertig gespielt. Das ist doch der ideale Anlass, einmal über Computerspiele nachzudenken.
Um die Jahrtausendwende, also so von 1998-2006 habe ich intensiv Computer gespielt. Meistens landeten bei mir Strategiespiele (z.B. Age of Empires, Spellforce) oder Ego-Shooter (z.B. Deus Ex, Unreal Tournament, Return to Castle Wolfenstein, Half Life, Star Wars: Jedi Academy, Star Wars: Jedi Outcast, Star Trek: Elite Force), aber auch vieles andere, was mir über den Weg kam. Angefangen hat alles natürlich mit Tomb Raider und ab da habe ich viel gezockt. Es kam schon Mal vor, dass ich eine Nacht durchmachte, nur um einen Boss zu besiegen, ein Level zu bewältigen oder ein Spiel zu beenden.
Mit der Zeit jedoch wuchsen meine Ansprüche, ich wurde zu einem Gourmet. Während ich zu Beginn noch alles konsumierte, was mir angeboten wurde, wurde mein Auswahlverfahren mit der Zeit immer strenger. Es ging mir jedoch nicht um Grafik oder Handhabung, sondern um die Story. Das Problem ist nämlich, dass die meisten Spiele keine oder eine sehr schlechte Story haben. Meistens ist sie nur aufgesetzt, um einen Grund zu haben, das Haus zu stürmen und Leute zu töten.
Es wurde für mich einfach langweilig, immer die gleichen Abläufe durchzumachen, wenn nicht mehr dahinter steckt. Und so verließ mich die Motivation, mich weiter mit Computerspielen zu befassen.
Ich habe am Ende noch Spellforce 2, Knights of the Old Republic 2, Half Life 2 und Deus Ex 2 gespielt, die Fortsetzungen meiner Lieblingsspiele, aber die haben alle vier bitter enttäuscht, weshalb ich einen endgültigen Schlusstrich gezogen habe.
Mit einer Ausnahme: Mass Effect. Ich habe so viel Positives davon gehört, dass ich gesagt habe, ich möchte es unbedingt probieren. Kam aber nie wirklich dazu.
Nach Jahren der Abstinenz erfuhr ich dann, dass 2011 Deus Ex: Human Revolution erscheinen würde. Deus Ex war mein absolutes Lieblingsspiel und so war es keine Frage, dass ich das probieren würde. Und es hat nicht enttäuscht! DEHM hat mir genau das gegeben, was ich von einem Spiel will. Ich bin nämlich ein Spieler, der in die Story eintaucht. Ich werde jeden Raum betreten, jeden Text lesen, jeden Computer hacken. Und hier wurde ich einfach mit so einem tollen Universum, so einer großartigen Story belohnt, dass es einfach rießig Spaß gemacht hat. Ich brauche zwar länger als die meisten Zocker, aber dafür habe ich ein tolles Erlebnis.
Auch wenn mir DEHM wirklich Spaß gemacht hat, habe ich nicht begonnen weitere Spiele zu spielen. Es war eine einmalige Aktion. Bis mir dann 2015 ein Freund endlich Mass Effect in die Hand gedrückt hat. Ein langjähriges Vorhaben konnte ich nun endlich verwirklichen und siehe da, wie bereits bei Deus Ex: Human Revolution hatte ich auch jetzt wieder die Möglichkeit tief in ein tolles Universum und eine großartige Story einzutauchen. Fantastisch! Ein Jahr später habe ich nun Mass Effect 2 fertig, das mich genauso in seinen Bann gezogen hat.
Wann werde ich endlich für den dritten und letzten Mass Effect – Teil Zeit haben? Vielleicht 2017? Und in zwei Monaten erscheint das neue Deus Ex – Spiel, das ich natürlich auch spielen möchte.

Ich finde Computerspiele eine tolle Möglichkeit, Storys richtig zu erleben und mitzugestalten. Nicht alle Computerspiele bieten das, aber die Wenigen, die es tun, sind die Zeit-Investition allemal wert.

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Eine Antwort zu Gedankensprung: Computerspiele

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