Gedankensprung: Computerspiele III – Deus Ex 4, mein letztes Computerspiel?

So, ich habe also nun Deus Ex 4 – Mankind Divided fertig gespielt und vermutlich war dies das letzte Spiel, das ich je gespielt haben werde.
Ich habe insgesamt 7 Monate benötigt, um es abzuschließen. Das ist sehr viel Zeit und damit ich das irgendwann wieder in ein Computerspiel investiere, muss es schon etwas ganz besonderes sein. Mein zweiter Liebling Mass Effect ist ja bereits abgeschlossen und wie bereits an einer anderen Stelle erwähnt, interessieren mich sonst keine Computerspiele mehr. Das einzige Spiel, das ich eventuell in den nächsten Jahren spielen würde, wäre Deus Ex 5, aber Eidos Montreal legt momentan den Fokus auf Tomb Raider und Marvel-Spiele, weshalb Deus Ex 5 in weite Ferne rückt, offiziell aber noch für „irgendwann“ geplant ist. Natürlich, wenn der Freund meines Vertrauens mir ein Computerspiel in die Hand drückt, werde ich es probieren, aber auch das scheint zurzeit eher unwahrscheinlich.
Wie aber hat mir Deus Ex 4 gefallen? Sehr gut! Ich hatte zu Beginn des Spiels einige Probleme mich wieder an die Handhabe eines Computerspiels zu gewöhnen, aber als ich dann drin war, hatte ich viel Spaß. Der spannende Plot, die Liebe zum Detail, die Entscheidungsfreiheiten und der Soundtrack machen auch den vierten Teil meiner geliebten Deus Ex – Reihe zu einem kleinen Meisterwerk. Besonders toll habe ich gefunden, dass die Macher hier Prag sehr akkurat nachgebildet haben und der Stadt einen interessanten futuristischen Touch verpasst haben. Beinahe das gesamte Spiel findet dort statt und entwickelt dadurch ein ganz eigenes Flair.
Aber es gibt auch einige Kritikpunkte. Etwa befindet sich Prag irgendwann im Ausnahmezustand und die U-Bahnen fahren nicht mehr. Dennoch muss man die benutzen, um sich zwischen den Vierteln zu bewegen. Die hierfür verwendete Lösung hat mir ziemlich missfallen. Auch ein paar andere Details haben mich ein bisschen gestört und die Stimmung unterbrochen, aber nichts war wirklich eklatant. Einzig der Schluss hat mich sehr geärgert. Deus Ex war eigentlich immer dafür bekannt, dass man zwischen mehreren Finalen wählen konnte. Hier leider nicht. Naja, es gibt schon ein mögliches alternatives Ende, doch nur durch die Informationen aus dem Spiel heraus weiß man nicht, wie man dies erreichen kann, was wirklich sehr ärgerlich ist. Wie bereits bei Mass Effect 3 ist man gezwungen, im Internet nachzulesen, um einen bestimmten Triggerpoint nicht zu verpassen. Doch noch schlimmer kommt dazu, dass das Spiel ein offenes Ende hat. Der Hauptplot ist schon abgeschlossen, aber die meisten Nebenhandlungen nicht und dann kommt auch noch so eine seltsame End-Kredit-Szene. Man bleibt also ein bisschen unbefriedigt zurück und möchte sofort zum nächsten Teil greifen, der jedoch erst für „irgendwann“ geplant ist.
Das Spiel ist wirklich toll und bietet wie bereits schon die anderen Spiele der Reihe eine faszinierende Hintergrundgeschichte. Wenn da nicht dieses Ende wäre, würde ich das Spiel auf jeden Fall empfehlen. Naja, auch so kann ich es empfehlen, denn der eigentliche Plot ist ja abgeschlossen. Aber vielleicht wäre es tatsächlich besser auf einen eventuellen fünften Teil zu warten und die beiden dann direkt hintereinander zu spielen. Aber andererseits verpasst man dann ein wirklich cooles Spielerlebnis.

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