Film: Die Poesie des Unendlichen (2015)

Für Mathematik-Fans und Freunde der Wissenschaftsgeschichte.
Drama / Filmbiografie mit Dev Patel von Matthew Brown. 114 Min.
Inhalt: Im kolonialen Indien des Jahres 1913 arbeitet der 25-jährige Srinavasa Ramanujan als einfacher Büroangestellter. Er hat jedoch ein einzigartiges Gespür für Mathematik. Von sich selbst überzeugt, schreibt Ramanujan an G. H. Hardy, einen bedeutenden britischen Mathematikprofessor am Trinity College in Cambridge. Dieser erkennt Ramanujans Originalität und Brillanz und setzt sich seinerseits gegen Widerstände aus den eigenen akademischen Reihen durch, den Inder samt seiner unkonventionellen Ideen nach Cambridge zu bringen. Unter Hardys Protektion entwickeln sich Ramanujans Theorien zu Formeln, die die Welt der Mathematik und die Haltung vieler Wissenschaftler bis heute für immer verändern sollten.
Diese Geschichte ist deshalb so interessant anzuschauen, weil Ramanujan aus ärmlichen Verhältnissen kam und sich Anerkennung erkämpfen musste. In Indien hat mein sein Genie nicht erkannt, in England wollte man ihn wegen seiner Herkunft nicht akzeptieren, speziell wegen seiner unkonventionellen und bahnbrechenden Ideen. Es ist die Geschichte von Ramanujan und Hardy, die gemeinsam gegen Widerstände kämpften, um die Wissenschaft voranzutreiben. Es geht um Mathematik und die Engstirnigkeit von akademischen Machthabern. Die Spannung des Film liegt darin, wie sie trotz aller Widrigkeiten weiter machen, sich nicht unterkriegen lassen.
Wer sich nicht für Mathematik oder zumindest Wissenschaft im Allgemeinen interessiert, wird dem Film wohl nicht viel abgewinnen können. Es passiert eigentlich nichts, der historische Hintergrund wird am Rande erwähnt, die zwischenmenschlichen Beziehungen hätten besser dargestellt werden können. Mir persönlich hat der Film schon gut gefallen, weil ich einfach das Thema spannend finde. Aber ja, wenn man auf die Länge eines Kinofilms beschränkt ist, muss man einfach Prioritäten setzen und andere Dinge außen vorlassen.
Fazit: Durchaus zu empfehlen.

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