Gedankensprung: Die Anfänge meines Spielens

Ich habe letzte Woche darüber nachgedacht, wie ich eigentlich so ein Brettspielfan geworden bin.
Ich war circa 16 Jahre alt, als uns ein Freund Risiko gezeigt hat, das Standard-Einführungsspiel. Wie süchtig haben wir das gespielt, bis irgendwann Siedler von Catan dazu stieß. Dieses Risiko-Spiel war sicher der Startpunkt für meinen Werdegang als Spieler, aber nicht der eigentliche Anfang. Nein, denn gespielt habe ich schon viel früher. Als ich klein war, hat meine Urgroßmutter mich in die Welt der Kartenspiele eingeführt, diese traditionellen regionalen, von denen es unzählige Varianten gibt. Meine Großmutter war es dann, bei der es die Brettspiele gab, jedes Wochenende, von Mensch ärgere dich nicht über Halma und Leiterspiel bis Pferderennen. Es gab dann einen Bruch, als ich in meinem elften Lebensjahr für drei Jahre auf ein Internat wechselte. Doch auch dort begleiteten mich Brettspiele, denn mit drei Kollegen spielte ich regelmäßig nachmittags in der dortigen Bibliothek Cluedo oder das Spiel des Wissens. Ein glücklicher Tag war, als das Spiel des Lebens und Trivial Pursuit dazugekauft wurden.
Nach dem Ende dieses Lebensabschnitts und der Rückkehr in meinen Heimatort hätte ich die Brettspiele beinahe vergessen, so konzentriert war ich auf die Schule. Bis dann eben einer unserer Clique irgendwann Risiko brachte. Daher ist dieses Spiel nicht meine erstes, aber wohl der Anfang meines Hobbys. Unser Zugang zu Spielen blieb auch deshalb lange beschränkt, weil es bei uns kein Spielegeschäft gab und die nächste Stadt etwa zwei Autobahn-Autostunden entfernt lag. Nur einer von uns begab sich manchmal dorthin und brachte neue Spiele mit. Daher kamen dann irgendwann Ohne Furcht und Adel sowie Alhambra dazu. Speziell Alhambra haben wir intensiv gespielt, da dies für das einzige weibliche Mitglied unserer Clique das Lieblingsspiel war. Mein bester Freund fuhr auch mal mit seinen Eltern dorthin und kehrte mit dem Catan-2-Personen-Kartenspiel zurück, das wir beide dann bis zum Umfallen gespielt haben.
2004 war dann die Wende. Wir sind als Gruppe in die große Stadt gefahren und ich habe das Spiel Blue Moon entdeckt, ein fantastisches 2-Personen-Spiel, das ich auch heute noch als mein Lieblingsspiel bezeichne. Es war das erste Spiel, das ich mir je gekauft habe, also der Start meiner Sammlung. Auch war es das erste Spiel, dessen Regeln ich selbst studiert habe, es wurde mir also nicht von jemanden erklärt. Vor allem aber war es das erste Spiel, wegen dem ich im Internet Strategien recherchiert und mich online mit anderen Personen ausgetauscht habe. Blue Moon war somit mein Schritt vom Mitspieler hin zum aktiven Enthusiasten. Damit aber nicht genug. Als ich ein Jahr später nach Wien zog, war es Blue Moon, mit dem ich eine neue Clique fand, mit der ich auch heute noch spiele. Damit war dann der Schritt in die Brettspielwelt endgültig vollzogen.

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