Buch: Wilson, Daniel H. – Die Dynastie der Maschinen

Interessantes Roboter-Abenteuer.
Inhalt: Die Awtomat sind uralte menschenartige Roboter, die seit Jahrtausenden unerkannt unter uns leben. Doch ihre Zeit läuft ab, denn ohne neue Energiequelle droht ihnen der Untergang. Noch dazu herrscht ein brutaler Machtkampf zwischen den Awtomat. Mitten in diesen mörderischen Konflikt gerät die Archäologin June, die das Rätsel eines mysteriösen Artefakts lüften möchte.
Dieses Buch erinnert mich irgendwie an die Vampir- und Werwolf-Epen, deren Erzählungen sich über mehrere Jahrhunderte hinweg ausbreiten, nur eben mit den Awtomat. Bei der Beschreibung dieser Roboter stützt sich der Autor auf die zahnradgetriebenen Maschinen der Renaissance, wie sie etwa von Leonardo da Vinci angeführt werden, aber auch schon in älteren antiken Texten Griechenlands und Chinas erwähnt werden.
Es macht einfach Spaß in diese Welt einzutauchen, die auf realer Recherche basiert und dann mit viel Fantasie ausgeschmückt wurde. Der Stil ist auch sehr flüssig und so hat man rasch viele Seite hinter sich gebracht, bevor man wieder aufblickt. Der Plot selbst ist zweigeteilt: Einmal in der Gegenwart mit June und einmal in der Vergangenheit mit dem Awtomat Peter. Letztere ist eine Jahrhunderte überspannende Geschichte, die dann schließlich in die Gegenwart mündet. Ich persönlich habe zunächst beide Ebenen sehr spannend gefunden, doch der June-Plot hat irgendwann an Fahrt verloren, weshalb ich mich auf den Peter-Plot konzentriert habe.
Aber dann kommt dieses Ende und hier spalten sich die Gemüter. Manchen gefällt’s und Anderen nicht. Ich persönlich bin zwiegespalten. Normalerweise gefallen mir solche Enden und solche Erklärungen nicht, aber ich verstehe absolut, dass wir hier Roboter haben und die logischerweise einen konkreten Erschaffer brauchen. Speziell das Konzept der Anima macht es schwer, diesen in einen realen historischen Kontext einzufügen. Dennoch hätte mir das besser gefallen. Außerdem fühlt sich das Ende auch überhastet an, so als ob der Autor die Geschichte einfach schnell abschließen wollte. Andererseits ist das Ende aber auch nicht wirklich enttäuschend. Wir haben hier einen durchaus zufriedenstellenden Abschluss, der die wichtigsten Fragen löst und sämtliche Handlungsstränge zu einem Ende führt. Was am Ende offen bleibt sind nicht Fragen zum Plot oder zu den Charakteren, sondern dazu, was es in diesem Universum noch alles geben könnte. Mir erging es am Ende also schon so, dass ich gern weitergelesen hätte.
Ich kann durchaus nachvollziehen, dass jemand mit dem Ende unzufrieden ist. Aber mir hat das ganze Buch eigentlich gut gefallen, ich habe es regelrecht verschlungen und wenn das Ende auch nicht das ist, was ich erwartet habe, so hat es mich doch zufrieden gestellt.
Der Autor hat zwar gemeint, dass dieses Buch für sich allein steht und es keine Fortsetzung geben wird. Jedoch wird das Buch jetzt verfilmt und dadurch ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er seine Meinung ändern wird. Man darf gespannt sein.
Fazit: Empfehlenswert.

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