Großartiges Potenzial mit einigen gravierenden Fehlentscheidungen verschwendet.
Superhelden-Fantasy mit Benedict Cumberbatch von Sam Raimi. 127 Min.
Inhalt: Dr. Stephen Strange muss das Multiversum davor bewahren, in sich selbst einzustürzen. Begleitet von America Chavez begibt er sich auf eine Reise durch die Dimensionen.
Dieser Film ist ein Paradebeispiel dafür, dass ein Film nicht funktioniert, wenn der Bösewicht nicht funktioniert. Wer auch immer gedacht hat, dass es eine gute Idee sei, Wanda als Antagonisten zu verwenden, sollte entlassen werden. Dazu kommt auch noch ihre kaum nachvollziehbare Motivation, das alles zu machen. Es wäre besser gewesen, irgendeinen neuen Charakter als Gegner einzuführen und diesem eine ordentliche Motivation zu verpassen. Und das sage ich, obwohl ich die Serie WandaVision gar nicht geschaut habe. Fans der Serie kritisieren den Film nämlich viel stärker.
Doch das ist nicht die einzige fragwürdige Entscheidung der Filmemacher. Das alternative Avengers-Team in der anderen Dimension wäre so cool gewesen und dann wird es nur so kurz gezeigt. Es gibt inhaltlich und stilistisch noch eine ganze Reihe von Punkten, die mir so nicht gefallen haben, was eben dazu führt, dass mir der Film ingesamt nicht gefallen hat. Schade, da hätte man wirklich viel rausholen können.
Vor allem verstehe ich aber auch nicht, was dieser Film im Marvel-Kontext bringen soll. Doctor Strange sollte ja die Führungsrolle der Avengers übernehmen, aber nichts davon wird hier thematisiert. Die Fans warten darauf, endlich den Beginn der neuen Saga zu sehen, doch geliefert wird hier ein Stand-alone. Der Film ist für sich alleine schlecht und gibt rein gar nichts dem MCU.
Fazit: Nicht zu empfehlen.
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