Ein Ende, das kein Ende ist.
Inhalt: Havald und seine Gefährten haben nun endlich Askir erreicht, doch ist es anders, als sie es sich erwartet haben. Anstatt offiziell empfangen zu werden und Hilfe gegen den Nekromantenkaiser zu erhalten, werden sie eines Vulkanausbruches beschuldigt, werden mit unzähligen Intrigen konfrontiert und müssen erkennen, dass der Feind bereits hier ist.
Nach den doch eher enttäuschenden 4. und 5. Band, hat Schwartz hier wieder zu alter Stärke zurückgefunden. Havald ist nicht nur auf dem Brett ein Schachmeister, sondern auch in politischen Intrigen. Dass man ihn wegen seiner groben und direkten Art ständig unterschätzt, nutzt er perfide aus. Das ist sehr spannend und interessant geschrieben. Andererseits kann es sich der Autor nicht nehmen lassen, unzählige Liebesgeschichten zu erzählen und diese gesamte Beziehungskiste ist einfach nur langweilig, teilweise sogar abstrus.
Ein weiteres Kompliment muss dem Autor gemacht werden, dass er das Buch Die Eule von Askir gut eingebaut hat. Und zwar derart, dass Leser der Saga, die jenes Einzelbuch nicht gelesen haben, nichts verpassen und solche, die es gelesen haben, immer wieder kleine Geschenke finden.
Was einen Leser aber sehr wohl ärgern kann, wenn er nicht wie ich bereits darüber informiert wäre, ist, dass das Ende der Askir-Saga doch nicht das wahre Ende der Geschichte ist. Wer also glaubt, mit den sechs Askir-Bänden ein abgeschlossenes Werk vor sich zu haben, der irrt. Denn jetzt beginnen Die Götterkriege, deren sechster und (hoffentlich) endgültig abschließender Band jetzt im Juli erscheinen wird. Warum man diese Bücher nicht einfach „Das Geheimnis von Askir 7-12“ nennt, verstehe ich nicht, aber egal.
Ich selbst habe von dieser Askir / Götterkriege – Sache nach dem dritten Band erfahren und habe da dann schon mit dem Gedanken gespielt, aufzuhören. Doch der Suchtfaktor war zu groß, der Schreibstil einfach zu verlockend. Ob ich jetzt bei den Götterkriegen weitermache, weiß ich noch nicht. Ein gewaltiger Cliffhanger zwingt mich zwar beinahe dazu, aber ich habe auch bereits viel Negatives gehört, dass die Götterkriege viel schlechter als die Askir-Bücher seien. Wie dem auch sei, ich weiß noch nicht, was ich machen werde.
Fazit: Ein gutes Buch, das leider keinen Abschluss bietet und daher schon irgendwie einen fahlen Geschmack zurücklässt.
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