Spiel: Ashes – Rise of the Phoenixborn (Plaid Hat Games)

Magic mit Würfelglück.
Von Isaac Vega (ca. 30-120 Min.; 2 Spieler)
Wir haben hier ein klassisches 2-Spieler-Kartenduell vor uns, also für zwei Spieler, die mit eigenen asymmetrischen Decks gegeneinander kämpfen, wie es es eigentlich schon oft gegeben hat. Was unterscheidet dieses Spiel nun von den vielen anderen? Warum sollte ich genau zu diesem greifen? Die Würfel – gleichzeitig Markenzeichen und Schwachstelle.
An sich ist das hier ein spannendes Spiel mit toller Grafik. Da man jede Runde auf fünf Karten nachzieht und es noch eine Reihe von sekundären Aktionen gibt, hat man eigentlich immer mehrere Optionen. Wie bei jedem solchen Spiel ist das Kartenglück also erheblich. Wenn man das Spiel aber besser kennt, kennt man die Decks und weiß, auf was man warten soll, auf was man hinspielen soll. Bzw. kann ich irgendwann meine eigenen Decks bauen und dadurch erheblich auf den Kartenfluss einwirken. Also alles recht Standard: Karten auslegen, Aktionen ausführen, kämpfen, Marker verteilen, Lebenspunkte reduzieren.
Und dann kommen die Würfel. Karten und Aktionen sind immer von dem bedingt, was ich gewürfelt habe. An sich finde ich die Idee schon cool, dass du eben nicht alles machen kannst, sondern du deine Ressourcen jede Runde gut einteilen musst. Das Problem ist nur, dass deine Karten zufällig kommen und deine Würfel zufällig kommen und wenn die dann zufällig nicht zusammenpassen, dann hast du Pech gehabt. Meiner Meinung nach gibt es zu wenig Möglichkeiten der Würfelmanipulation.
Man kann das aber auch andersrum betrachten: Wenn du dich voll auf diesen Zufall einlässt und die Herausforderung darin suchst, mit dem zu kämpfen, was dir das Schicksal ausgehändigt hat, dann kann das auch sehr spannend werden. Bei den ersten Spielen versucht man noch eine langfristige Strategie zu entwickeln, ist noch frustriert über das Pech und die wenigen Möglichkeiten, dem entgegenzuwirken. Aber das ist nicht der Sinn dieses Spiels. Jede Runde muss für sich alleine betrachtet werden, muss neu kalkuliert werden. Das ist dein Zeug: Kämpfe damit!
Ob ich das Spiel öfters spielen werde, weiß ich nicht, denn ich finde Blue Moon viel besser. Aber wenn mich jemand fragt, bin ich sicher dafür zu haben, denn es ist kein schlechtes Spiel und mit 30 Minuten hat das hier auch eine angenehme Spieldauer. Natürlich, wenn beide super spielen oder beide katastrophal würfeln, kann es sich schon in die Länge ziehen, das ist jedoch eher selten der Fall. Weil man eben Runde für Runde neu kalkuliert, fühlt es sich nicht so intensiv an, sondern eher gemütlich. Du spielst deine Karten bis die Runde zu Ende ist, dann gibt es neue. Es ist nicht dieser kontinuierliche Fluss, wo du mit jedem Zug neue Informationen bekommst. Was du zu Rundenbeginn hast, hast du. Das ist natürlich sehr gewöhnungsbedürftig, birgt aber eine ganz eigene Spannung in sich.
Fazit: Empfehlenswert.

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