Buch: Simmons, Dan – Das Ende von Hyperion (Die Hyperion-Gesänge 2)

Im Unterschied zum Homerzyklus von Simmons ist es mir hier nun genau andersrum gegangen. Dort hat mir der erste Band viel besser gefallen, hier nun der zweite Band.
Inhalt: Hier geht es nun um den Krieg zwischen der Hegemonie und den Ousters. Erzählt wird aus den Perspektiven des Cybriden Joseph Severn und der hegemonialen Präsidentin, Meina Gladstone. Severn ist ein teilnehmender Beobachter, der als Künstler bei den Senatsdebatten anwesend ist, als Träumer bei den Pilgern auf Hyperion und als Cybrid bei den Künstlichen Intelligenzen. Es entpuppt sich jedoch bald, dass dieser inszenierte Krieg eine clevere Falle einer dritten Partei ist und es liegt an Gladstone, die Vernichtung der Menschheit zu verhindern.
Im Gegensatz zum ersten Band ist das hier wieder ein klassischer Roman mit einem einheitlichen Stil, der einem eben gefällt oder nicht. Mir hat er gefallen. Dazu kommen noch ein faszinierendes Universum, interessante Charaktere und ein spannender Plot. Ich war bis zum Schluss gefesselt. Ein Schluss, der übrigens sehr gelungen und zufriedenstellend ist.
Am Ende des ersten Bandes habe ich mich gefragt, wie es möglich ist, diese so unterschiedlichen Handlungsstränge zusammenzuführen. Da hat Simmons seine gesamte Stärke präsentiert und anhand von intelligenter und fantasiereicher Science Fiction wunderbare Verbindungen geschaffen. Denn klar, als Leser hat man nur sein eigenes Wissen als Basis, doch der Autor hat hier ein fantastisches Universum erschaffen mit jede Menge Elemente, an die man vorher wohl noch nie gedacht hatte. Ein Fluss, der durch Quantenportale mehrere Welten verbindet? Wo gibt es denn so etwas?
Gefallen hat mir das Buch aber auch wegen der philosophisch-religiösen Ebene. Die Künstlichen Intelligenzen versuchen eine höhere Intelligenz zu erschaffen und es stellt sich die Frage, ob diese dann Gott wäre. Oder sind die KIs selbst schon Götter gegenüber den Menschen? Braucht es Gott überhaupt noch?
Ich habe bereits öfters erwähnt, dass ich kein Freund von Zeitreisen bin und daher war ich skeptisch, was es mit diesen Zeitgräbern auf sich hat. Vermutlich hat der Autor sich dabei bewusst vage gehalten, damit man ihm nicht irgendwelche Logikfehler vorwerfen kann. Gleichzeitig aber sind seine Beschreibungen sehr interessant und die Abenteuer sehr spannend. Mir hat es auf jeden Fall sehr gefallen, was vermutlich daran liegt, dass keine klassische Zeitreise stattfindet, sondern die Dinge eher untypisch und dadurch spannend stattfinden.
Fazit: Der zweite Band hat für mich die Schwächen des ersten locker wettgemacht und daher würde ich jeden Sci-Fi-Fan empfehlen hier zuzugreifen.

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