Buch: Grataloup, Christian – Die Geschichte der Welt. Ein Atlas

Neue Pflichtlektüre für Geschichtsinteressierte.
In diesem opulenten, 640 Seiten starken Werk präsentiert der Autor globale Ereignisgeschichte von den Anfängen der Menschheit bis zur Gegenwart anhand toller, spannender Kartographie. Es ist ein Atlas, in welchem auch neueste Erkenntnisse und aktuelle Daten eingeflossen sind. Außerdem werden auch Aspekte betrachtet, die man so in traditionellen historischen Atlanten eher selten sieht. Es ist ein Atlas, der versucht allumfassend zu sein und dem das auch sehr gut gelingt. Politik, Religion, Kultur, Soziologie – zu allen Bereichen gibt es Karten. Interessant ist auch, dass die Karten am Ende bis ins 21. Jahrhundert reichen, also wirklich sehr modern und aktuell sind.
Die Karten stehen nie für sich alleine, sondern haben auch immer einen kleinen Text zur historischen Einordnung dabei, sowie übersichtliche Legenden, manchmal auch Chronologie-Leisten und regelmäßig Hinweise, auf welchen Seiten man weiterführende Karten zu diesem Thema findet. Lobend soll auch bemerkt werden, dass immer wieder Pläne wichtiger Städte abgebildet werden, also nicht nur weitläufige Landkarten. Das durchgehend auf glattem Papier gedruckte Buch ist auch haptisch sehr angenehmen. Im hinteren Teil des Buches gibt es eine detallierte Inhaltsübersicht sowie ein ausführliches Register, also ingesamt genug Hifsmittel, um sich im Atlas gut zurechtzufinden.
Auch wenn ich es wirklich genieße, in diesem Atlas zu schmökern, habe ich auch ein paar Kritikpunkte, konkret zu Kapitel 3 „Vernetzung der Alten Welt“. Die Anordnung der Karten darin finde ich etwas verwirrend, z.B. ist die erste Karte aus dem Jahr 200 n.Chr. und danach springen wir zurück ins vierte Jahrtausend v.Chr. Darauf folgt eine logische Abfolge, nur um dann von S.45 auf S.46 wieder einen tausendjährigen Sprung zu machen und dann auf S.48 wieder in die ursprüngliche Konsequenz zurückzukehren. Mehr noch als über diese seltsame Abfolge habe ich mich über die beiden Europakarten auf den Seiten 50 und 51 geärgert, denn diese sind um 90 Grad gedreht, was einfach extrem verwirrend ist. Neben diesem Kapitel gibt es im Atlas eigentlich nichts zu bemängeln, außer S. 240/241, wo die Karte Südamerikas ebenfalls um 90 Grad gedreht ist. Wenn da nicht groß in der Überschrift stehen würde, was wir hier sehen, hätte ich nichts erkannt.
Bis auf diese negativen Stellen, die man auf einer Hand abzählen kann, hat mir der Atlas sehr gut gefallen. Wenn ich mich auf dem Polstersessel hinsetze und anfange da drin zu schmökern, vergeht die Zeit im Nu. Als Geschichtsinteressierter kann man wunderbar da drin versinken.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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