Der Entenhausen Podcast

Es freut mich, euch hier mein neues Projekt vorstellen zu dürfen: Der Entenhausen Podcast.

Der Podcast über Enten und Mäuse. Hier erzähle ich euch von unseren Lieblingscomics aus Entenhausen und stelle die verschiedenen Charaktere vor, die uns dort immer wieder begegnen: Donald Duck, Micky Maus & Co.
Taucht ein mit mir in die Welt von Entenhausen!

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Spiel: Flip 7 (KOSMOS)

Flip oder nicht?
Von Eric Olsen (ca. 20 Min.; 3-18 Spieler)
Mit Flip 7 präsentiert Eric Olsen ein klassisches „Push your Luck“-Spiel, bei dem es vor allem um eines geht: Risiko abwägen und hoffen, dass das Glück auf der eigenen Seite ist. Die Grundidee ist schnell erklärt: Reihum decken die Spieler Zahlenkarten auf. Kommt eine Zahl doppelt, ist die Runde für den betroffenen Spieler sofort beendet. Wer die meisten Karten aufdeckt, ohne auszuscheiden, gewinnt. Also im Prinzip Black Jack für die Familie.
Die Spielmechanik ist bewusst einfach gehalten: Karte ziehen oder passen. Dadurch bleibt der Einstieg unkompliziert, strategische Überlegungen jedoch eher begrenzt. Der Verlauf kann stark vom Zufall bestimmt sein, was manche als spannungsgeladen empfinden, während andere es als frustrierend empfinden könnten, wenn etwa ein Spieler früh ausscheidet und ein anderer mit scheinbarer Leichtigkeit Runde um Runde gewinnt, nur weil er mehr Glück hat.
Der Wiederspielreiz hängt stark von der Spielgruppe ab. Während manche Runden nach zwei bis drei Partien genug gesehen haben, entwickeln andere schnell eine humorvolle Dynamik am Tisch, bei der das Mitfiebern und gelegentliche Scheitern Teil des Reizes wird. Die Gestaltung der Karten bleibt dabei funktional: farbige Hintergründe, Zahlen, keine weiteren grafischen Elemente.
Flip 7 lebt nicht von taktischer Tiefe, sondern vom gemeinschaftlichen Erleben. Wer das Spiel in der richtigen Runde spielt, kann kurze, unterhaltsame Partien erwarten, bei denen das gemeinsame Lachen über Fehlschläge oft mehr zählt als der eigentliche Spielsieg.
Flip 7 ist ein leicht zugängliches, glücksbasiertes Kartenspiel, das vor allem in größeren Runden oder als Absacker gut funktionieren kann. Wer ein einfaches Spiel mit hohem Glücksfaktor sucht, kann hier reinschauen, wer allerdings mehr Einfluss und strategische Tiefe erwartet, sollte sich anderweitig umsehen.
Meine Tochter (10) hätte das Spiel nach der ersten Runde am liebsten in den Müll geworfen, mein Sohn (5) hingegen kriegt nicht genug davon und will es ständig mit mir spielen. Und ich? Nun, mit meinem Sohn nach einem anstrengenden Arbeitstag Karten flippen, nicht viel denken, einfach lachen: Absolut großartiger Zeitvertreib.
Fazit: Kann probiert werden.

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Das Spiel wurde dankenswerterweise vom Verlag zu Verfügung gestellt.
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Serie: Doctor Odyssey – Staffel 1

Doctor Odyssey – Wenn das Krankenhaus auf Kreuzfahrt geht.
Ich bin ehrlich: Als ich das erste Mal von Doctor Odyssey gehört habe, einer Krankenhausserie auf einem Luxusschiff, dachte ich: Das kann nur kitschig werden. Und ja, das ist es auch. Aber es ist unterhaltsam kitschig, mit genau der richtigen Dosis Drama, Hochglanz und Absurdität, um am Abend einfach mal abzuschalten.
Inhalt: Der brillante, aber angeschlagene Arzt Dr. Max Bankman (gespielt von einem wie immer charismatischen Joshua Jackson) heuert auf dem Kreuzfahrtschiff The Odyssey an, eine „schwimmende Klinik der Zukunft“. Klingt verrückt? Ist es auch. Zwischen Jetset-Passagieren, Notfällen auf hoher See und Teamromanzen navigiert das medizinische Personal in 18 Episoden durch Krankheiten, Krisen und Gefühle.
Die Stärken der Serie:
1. Visuelles Vergnügen
Doctor Odyssey ist eine ästhetische Wucht. Vom Pooldeck bis zur Bordklinik – alles glänzt, alles glitzert. Man hat das Gefühl, eine Mischung aus Grey’s Anatomy und Below Deck zu schauen, gefiltert durch ein Hochglanzmagazin.
2. Der Cast trägt die Serie
Joshua Jackson trifft genau den richtigen Ton zwischen charmantem Außenseiter und tragischem Helden. Phillipa Soo als Ärztin Avery Morgan bringt Ruhe und Tiefe, Sean Teale sorgt für das Herzklopfen. Don Johnson? Die Rolle des coolen Kapitäns ist ihm auf den Leib geschrieben.
3. Gaststars und Glamour
Shania Twain mit Sonnenbrille in der Krankenstation? Check. John Stamos als italienischer Herzspezialist? Natürlich. Es ist übertrieben und genau das macht Spaß.
Wo hakt’s?
1. Medizinischer Realismus? Fehlanzeige.
Wer hier echte Diagnostik erwartet, wird enttäuscht. Einige Reddit-Nutzer aus dem medizinischen Bereich haben sich zu Recht gefragt, ob das Ganze aus einem Schulprojekt stammt. Zwischen explodierenden Pickeln und Not-OPs in der Sauna fehlt oft jedes Maß.
2. Storytelling mit Schlagseite
Nicht jede Episode hat erzählerisches Gewicht. Die Fälle wirken teils wie Karikaturen, was die emotionale Tiefe verwässert. Die Lovestory zwischen Max und Avery ist zwar charmant, aber manchmal auch sehr vorhersehbar.
Guilty Pleasure deluxe
Doctor Odyssey ist keine Serie, die neue Maßstäbe setzt, aber sie weiß genau, was sie ist: Hochglanz-TV mit Herz, Humor und einem ordentlichen Schuss Übertreibung. Man schaut nicht aus Pflicht, sondern aus Lust an der Übertreibung.
Trotz solider Quoten wurde die Serie nicht verlängert. Die Verträge liefen aus, eine zweite Staffel ist nicht geplant. Schade, denn irgendwie hatte ich gehofft, The Odyssey legt nochmal ab. Entsprechend bietet die finale Episode auch keinen richtigen Abschluss und ein paar Dinge bleiben in der Luft hängen.
Fazit: Kann probiert werden.

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Film: Predator – Killer of Killers (2025)

Großartiges Animationsspektakel.
Action/Sci-Fi mit Lindsay LaVanchy von Dan Trachtenberg und Micho Rutare. 90 Min.
Inhalt: Wir sehen drei Krieger in ihrem Element. Eine Wikingerin begibt sich mit ihrem Sohn auf einen blutigen Rachefeldzug; Im feudalen Japan wendet sich ein Ninja gegen seinen Bruder, einen Samurai; Ein alliierter Pilot im Zweiten Weltkrieg untersucht den Himmel. Alle diese Krieger sind auf ihre eigene Weise tödlich, aber sie sind nichts weiter als Beute für ihren neuen Gegner – einen intergalaktischen Jäger.
Mit Predator: Killer of Killers wagt das kultige Sci-Fi-Franchise einen mutigen Schritt in neues Terrain. Der animierte Film erzählt in drei eigenständigen Episoden Geschichten aus verschiedenen Epochen, die im Finale zu einem explosiven Crossover auf dem Heimatplaneten der Predator zusammengeführt werden.
Was sofort auffällt, ist der atemberaubende visuelle Stil. Die Animationen sind dynamisch, die Farbpaletten auf jede Zeitepoche perfekt abgestimmt. Die Wikinger-Welt ist erdig und rau, das Japan-Segment elegant und stilisiert, der Weltkrieg kühl und metallisch. Alles wirkt durchdacht und künstlerisch auf hohem Niveau.
Inhaltlich überzeugt Killer of Killers vor allem durch seine frische Struktur. Jede Episode funktioniert für sich, wobei die finale Zusammenführung im letzten Akt dem Gesamtbild zusätzlichen Reiz verleiht. Die Action ist brachial, schnell und kompromisslos. Hier zeigt der Film klar, dass er für ein erwachsenes Publikum konzipiert wurde. Enthauptungen, durchbohrte Körper, Predator-Waffen in Bestform, es gibt kaum eine Szene, die nicht von purem Überlebensinstinkt oder brutaler Jagd geprägt ist. Dabei nutzt der Animationsstil die Chance, Dinge zu zeigen, die im Realfilm kaum möglich wären.
Spannend ist auch der Ausblick: Das überraschende Extended Ending – seit Juli 2025 auf Disney+ verfügbar – deutet auf weitere Entwicklungen hin. Figuren wie Dutch (Arnold Schwarzenegger im Originalfilm 1987), Harrigan (Danny Glover in Predator 2) und die Comanche-Jägerin Naru (Amber Midthunder in Prey) werden in der Kryostase angedeutet. Damit wird vermutlich eine Brücke geschlagen zum Film Predator: Badlands, der im November 2025 in den Kinos starten soll und noch tiefer in die Predator-Kultur und deren Technologie eintauchen möchte.
Fazit: Für Fans des Genres ein Pflichttermin.

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Gedankensprung: Meine 10 Lieblingscomputerspiele

Hier also meine Top 10 Computerspiele aller Zeiten (wird jährlich aktualisiert).

Zunächst auf Ehrenplatz 11: The Operative: No One Lives Forever; Tom Clancy’s Rainbow Six: Rogue Spear; Cyberpunk 2077; Prince of Persia: The Sands of Time; Star Wars Jedi Knight: Jedi Academy; Return to Castle Wolfenstein; Xenoblade Chronicles 2&3.

10. Super Mario (in allen Versionen)
9. Half Life 1&2
8. Unreal Tournament 2004
7. Age of Empires II: The Age of Kings
6. The Legend of Zelda – Breath of the Wild
5. Hogwarts Legacy
4. Star Wars: Knights of the Old Republic
3. Clair Obscur – Expedition 33
2. Deus Ex (Original, Human Revolution und Mankind Divided)
1. Mass Effekt (Trilogie)

Letztes Update am 29.01.2026

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Spiel: Käpt’n Kuck (Pegasus Spiele)

Nette Spielerei für Kinder.
Von Gerard Ribas (ca. 15 Min.; 1-6 Spieler)
Dieses Spiel wirkt wie ein Sammelsurium von Spielzeug, das durch eine simple Mechanik miteinander verbunden ist: Ein Fernrohr, eine Würfelkanone, ein Holzschiff, Landschaftsplättchen und Geschichtskarten. Das zentrale Element dabei ist Memory, was in diesem Spiel aber extrem einfach ist und keinerlei Herausforderung bietet.
Für spielunerfahrene Kinder ist das ideal und bereitet ihnen sicher Spaß. Perfekt geeignet für Familien, die gelegentlich spielen. Meine Kinder (5 und 9) konnten damit aber nichts anfangen, weil es einfach als Spiel zu einfach ist und keinerlei Spannung bietet.
Käpt’n Kuck hat in Österreich den Spiele-Hit für Kinder gewonnen. Wenn man diesen Preis als Orientierung für Eltern interpretiert, spielferne Kinder an Brettspiele heranzuführen, dann passt das perfekt.
Fazit: Kann probiert werden.

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Hörbuch: Rossell, Judith – Midwatch. Schule der unerwünschten Mädchen (Hörbuch)

Spannender und lustiger Kinderkrimi.
Inhalt: Als Waisenkind Maggie Fishbone auf das berüchtigte Midwatch-Institut für unerwünschte Mädchen geschickt wird, erwartet sie das Schlimmste. Doch Maggie findet schnell heraus, dass Midwatch anders ist, als es scheint – eine geheime Ausbildungsstätte für Nachwuchs-Ermittlerinnen! Die exzentrische Direktorin Miss Mandelay heißt die verstoßenen Mädchen freundlich willkommen und ermutigt sie, ihre Talente auszuleben und allerlei nützliche Dinge zu erlernen, etwa wie einem Krokodil zu entkommen oder wie Morsen funktioniert. Schon bald erleben Maggie und ihre neuen Freundinnen in der funkelnden Stadt voller Geheimnisse ein gefährliches Abenteuer, das sie tief unter die Erde und hoch über die Wolken führt.
Manchmal stolpert man über ein Buch, das einen völlig unerwartet begeistert. Midwatch – Schule der unerwünschten Mädchen von Judith Rossell ist genau so ein Fall: charmant, spannend, wunderschön illustriert und mit einer ordentlichen Portion Retro-Flair.
Besonders gefällt mir, dass die Geschichte in einem alternativen 1920er-Jahre-Setting spielt, irgendwo in einer germanisch anmutenden Welt mit Luftschiffen, Raddampfern und alten Automobilen. Die Kleidung, die Sprache und selbst die Ausrufe der Figuren („Meine Güte!“, „Großer Gott!“) sind liebevoll an die Zeit angepasst und tragen zum unverwechselbaren Flair bei.
Nicht nur die Geschichte überzeugt, auch die Aufmachung ist ein Fest. Über 200 Illustrationen der Autorin Judith Rossell begleiten das Geschehen, und sie tun weit mehr als schmücken: Sie ergänzen die Handlung, geben Hinweise für den Fall und schaffen eine visuelle Tiefe, die Kinder wie Erwachsene in den Bann zieht. Besonders gelungen ist das erste doppelseitige Bild der Stadt mit Zeppelinen, Hochhäusern und Flussschiffen.
Die Charaktere sind einfach zum Gernhaben. Die Mädchen wachsen über sich hinaus, finden in der Gemeinschaft neue Stärke und bilden ein echtes Team. Gerade diese „Gefundene Familie“-Thematik zieht sich als roter Faden durch das Buch und sie funktioniert. Die Botschaft ist stark: Es kommt nicht darauf an, woher du kommst, sondern darauf, was in dir steckt und wie du mit anderen zusammenarbeitest.
Meine Tochter hat das Buch aber nicht gelesen, sondern gehört und dazu sei noch gesagt, dass die Sprecher Merete Brettschneider und Maria Hartmann wunderbare Arbeit geleistet haben. Ein tolles Detail des Hörbuchs ist ein kleines Heftchen, das da hinzugefügt worden ist. Im Buch gibt es nämlich zwischen den Kapiteln immer wieder nützliche Tipps für angehende Agentinnen, etwa wie Morsen funktioniert, wie man einen echten Diamanten erkennt und sogar ein Rezept. Eben diese Tipps wurden für das Hörbuch als kleines Heft gesondert gedruckt. Meine Tochter hat es geliebt, das Hörbuch zu hören und nebenher in diesem Heftchen zu schmökern.
Midwatch – Schule der unerwünschten Mädchen ist ein rundum gelungenes Buch: spannend, originell, bildstark und mit einer großen Portion Herz. Ein Buch, das man nicht nur gern liest, sondern gern weiterempfiehlt.
Es ist ein in sich abgeschlossenes Buch, obwohl es das Potenzial für eine Reihe hat und sich viele vermutlich eine Fortsetzung wünschen. Die Geschichte endet in sich schlüssig, und alle wichtigen Fragen werden am Ende beantwortet. Es ist jedoch eine Welt mit interessanten Charakteren und einer vielversprechenden Prämisse, die Raum für weitere Abenteuer lassen würde. Wir hoffen sehr, dass das erst der Anfang ist, und dass diese Mädchen noch viele Fälle vor sich haben.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Serie: Masters of the Air – Miniserie (abgeschlossen)

Leider etwas enttäuschend.
Die Miniserien Band of Brothers (2001), The Pacific (2010) und Masters of the Air (2024) gelten als Meilensteine der modernen Kriegsfilmkunst. Alle drei wurden von Steven Spielberg und Tom Hanks produziert und erzählen aus unterschiedlichen Perspektiven vom Zweiten Weltkrieg: am Boden, im Dschungel, in der Luft.
Während mir persönlich Band of Brothers und The Pacific sehr gut gefallen haben, Band of Brothers ist sogar eine meiner 10 Lieblingsserien, konnte mich der dritte Teil im Bunde, Masters of the Air, leider nicht überzeugen.
Band of Brothers folgt der Easy Company, einer Elite-Fallschirmjägereinheit der 101st Airborne Division, auf ihrem Weg von der Normandie bis nach Deutschland. Die Serie erzählt vom Zusammenhalt inmitten des Grauens, von Kameradschaft, Mut und Verlust.
The Pacific hingegen nimmt uns mit auf eine Reise durch den Pazifikkrieg, der oft brutaler, chaotischer und psychisch belastender war als der europäische Kriegsschauplatz. Im Zentrum stehen drei Einzelschicksale: Robert Leckie, John Basilone und Eugene Sledge – drei Marines mit ganz unterschiedlichen Blickwinkeln auf den Krieg.
Masters of the Air schließlich öffnet ein ganz neues Kapitel: den strategischen Luftkrieg über Europa. Erzählt wird die Geschichte der 100th Bomb Group, bekannt als „The Bloody Hundredth“, die täglich mit dem Tod über dem deutschen Luftraum konfrontiert war. Hier steht die Kombination aus technischer Kriegsführung und menschlicher Zerbrechlichkeit im Mittelpunkt.
Masters of the Air ist sehr episodenhaft, springt zwischen Bombenflügen, Basisleben, Gefangenschaft und Rückblicken. Trotz spektakulärer Luftaufnahmen bleibt der narrative Fluss manchmal auf der Strecke. Auch bleibt es auf emotionaler Ebene oft distanziert, wegen der Vielzahl der Erzählstränge. Ebenfalls fehlt mir eine tiefere Auseinandersetzung mit moralischen Fragen der Bombardierung. Szenen bleiben oberflächlich, Zielwahl wird kaum diskutiert, stattdessen liegt der Fokus auf heldenhafter Darstellung, einfach zu viel Pathos.
Während Band of Brothers auf realistische Schlichtheit setzt und The Pacific den Krieg nicht verklärt, sondern als psychischer Albtraum inszeniert, wirkt Masters of the Air wie ein Hochglanzmagazin. Es punktet mit spektakulären CGI-Luftkämpfen und Kino-Ästhetik, wirkt dadurch aber manchmal zu „glatt“.
Während Band of Brothers und The Pacific durch ihre emotionale Bindung, den dramaturgischen Aufbau und der psychologischen Tiefe hervorstechen, kann Masters of the Air leider nur für seine visuelle Brillanz wirklich gelobt werden.
Jede dieser Serien erzählt einen anderen Aspekt des Krieges. Wer ein umfassendes Bild des Zweiten Weltkriegs sucht, sollte sie alle drei gesehen haben, aber nicht als Unterhaltung, sondern als Erinnerung.
Fazit: Kann geschaut werden.

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Film: Mission Impossible 8 – The Final Reckoning (2025)

Ein spektakuläres Finale mit kleinen Längen.
Action/Thriller mit Tom Cruise von Christopher McQuarrie. 169 Min.
Inhalt: Die Welt steht am Abgrund. Eine allmächtige KI hat sich entfesselt und stürzt ganze Nationen ins Chaos. Ethan Hunt ist untergetaucht, doch das Schicksal ruft ihn ein letztes Mal zurück. Gemeinsam mit seinem treuen Team und der brillanten Diebin Grace stellt er sich einer Bedrohung, die jenseits aller Vorstellungskraft liegt. Während dunkle Wahrheiten aus seiner Vergangenheit ans Licht kommen und alte Feinde neue Allianzen schmieden, kämpft Hunt nicht nur um die Zukunft der Menschheit, sondern auch um seine eigene Erlösung.
Mit fast drei Stunden Laufzeit ist Mission: Impossible – The Final Reckoning definitiv kein Kurzfilm und leider fühlt sich das auch so an. Gerade der Anfang zieht sich, wenn immer wieder Rückblicke auf die Vorgänger eingebaut werden, um ja den „großen Abschluss“ so evident wie möglich zu markieren, denn „alles, was bisher war, hat zu diesem Punkt geführt“. Für Fans ist das sicher emotional und wichtig, für den Filmfluss aber manchmal etwas zäh.
Auch die großen Stuntsequenzen, auf die Tom Cruise so stolz ist, hätten für meinen Geschmack ein bisschen knackiger ausfallen können. Nichtsdestotrotz sind diese handgemachten Actionmomente absolut beeindruckend, ob es das Klammern an einem alten Doppeldeckerflugzeug ist oder der Kampf in einem überfluteten U-Boot. Hier spürt man das handwerkliche Können und die echte Gefahr hinter den Szenen.
Die Geschichte um den leicht überdrehten Schurken Gabriel mit seinem Bösewicht-Schnurrbart und der alles überragenden KI „The Entity“ sorgt für ordentlich Spannung, auch wenn Gabriel nicht ganz an frühere Antagonisten herankommt. Besonders gelungen ist die emotionale Bindung im Team und der überzeugende Cast, der sowohl in Haupt- als auch Nebenrollen glänzt. Das verleiht dem Film eine starke Atmosphäre, die klassische Kinoelemente mit modernen Themen verbindet.
Trotz einiger holpriger Momente, vor allem in den ersten 35 Minuten mit viel Exposition und Dialogen, ist das hier wieder ein Top-Actionfilm, der dank der Leidenschaft seiner Macher echtes Kinoerlebnis liefert. Praktische Stunts, echte Effekte und eine spürbare Liebe zum Handwerk machen den Film zu einem Highlight, das man heute viel zu selten sieht.
Das packende Finale schließt die Reihe würdig ab. Einzig die allerletzte Szene wirkt für meinen Geschmack etwas zu nüchtern. Da hätte ich mir mehr emotionale Tiefe für den Abschluss eines solchen Franchise gewünscht.
Mission: Impossible – The Final Reckoning ist ein spektakuläres, actiongeladenes Finale mit Herz und Verstand. Kleine Längen und eine etwas verhaltene Schluss-Szene können die Qualität nicht trüben. Für Fans und Freunde echter Kino-Stunts ein Muss!
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Computerspiele: Xenoblade Chronicles 3 (Switch)

Tolles JRPG!
Nach 6 Monaten und ca. 130 Spielstunden habe ich nun den dritten (und letzten?) Teil der Xenoblade Chronicles Reihe abgeschlossen. Eine spannende Geschichte, interessante Charaktere und tolle Kämpfe machen das hier zu einem wirklich großartigen Spiel.
Die Geschichte von Xenoblade Chronicles 3 spielt in Aionios, einer Welt, in der zwei Nationen – Keves und Agnus – in einem endlosen Krieg stehen. Die Soldaten dieser Welt leben nur 10 Jahre („Terms“) und verbringen diese Zeit ausschließlich im Kampf. Sie werden künstlich erschaffen und „sterben“, sobald ihre Zeit abläuft oder sie im Krieg fallen. Noah (Keves) und Mio (Agnus) sind sogenannte Off-Seer, die mit Musik verstorbenen Seelen Frieden schenken. Eines Tages treffen Noahs Team (Noah, Eunie, Lanz) und Mios Team (Mio, Sena, Taion) im Kampf aufeinander – doch sie werden plötzlich von einer dritten, unbekannten Macht angegriffen. Ein geheimnisvoller Mann namens Guernica Vandham rettet sie und aktiviert das Ouroboros-System, wodurch sich die sechs Charaktere paarweise zu mächtigen Ouroboros-Formen fusionieren können. Sie werden dadurch zu Feinden beider Nationen und sind nun gejagte Abweichler.
Die Gruppe erfährt, dass der Krieg von einer mysteriösen Organisation namens Moebius inszeniert wird. Diese besteht aus unsterblichen Wesen, die sich vom Leid und der Lebensenergie der Soldaten ernähren. Die Gruppe reist zur Stadt (Swordmarch), dem letzten Zufluchtsort echter, natürlich geborener Menschen. Dort erfahren sie die Wahrheit.
Als Spieler führen wir nun die Gruppe dieser sechs Helden durch Aionios, um Gefahren zu bewältigen, Quests zu erledigen, die einzelnen Mitglieder von Moebius zu besiegen, Erfahrung zu sammeln und schließlich mit dem Anführer der Bösen direkt um das Origin-System zu kämpfen.
Xenoblade Chronicles 3 ist eine Geschichte über Vergänglichkeit, Identität, den Wert des Lebens und den Mut, sich einer ungewissen Zukunft zu stellen, statt in der Sicherheit des Stillstands zu verharren. Die Geschichte des Spiels ist sehr spannend und gut durchdacht, die Welt selbst ist wunderbar ausgearbeitet und detailverliebt. Es gibt viel zu entdecken, viel zu erleben, es macht einfach Spaß.
Xenoblade Chronicles 3 begeistert durch seine einzigartige Mischung aus emotionaler Erzählweise, tiefgründiger Welt und taktischem Gameplay. Die Geschichte stellt existenzielle Fragen über Leben, Tod und den Sinn von Freiheit und das in einer Welt, in der Menschen nur zehn Jahre leben dürfen und ihr ganzes Dasein dem Krieg gewidmet ist. Dabei geht es nicht nur um epische Schlachten, sondern auch um intime, persönliche Schicksale. Die Charaktere sind glaubwürdig, wachsen über das Spiel hinweg zusammen und entwickeln sich weiter, man fühlt mit ihnen, leidet mit ihnen, hofft mit ihnen. Besonders hervorzuheben ist auch das Kampfsystem: Es läuft in Echtzeit, erlaubt aber taktisches Vorgehen durch das geschickte Kombinieren von Klassen, Spezialfähigkeiten und der mächtigen Ouroboros-Transformation, sowie von Crafting, Ausrüstung und Skills. Durch das flexible Jobsystem lässt sich jeder Charakter individuell anpassen, was das Experimentieren mit Spielstilen spannend macht. Ergänzt wird das Ganze durch eine riesige, wunderschön gestaltete Welt, die zum Erkunden einlädt, viele Nebenquests, versteckte Orte und bewegende kleine Geschichten abseits des Hauptpfads bietet. All das zusammen ergibt ein Rollenspiel, das nicht nur unterhält, sondern wirklich berührt und lange im Gedächtnis bleibt.

Ich habe von der Xenoblade Chronicles Reihe bisher nur den zweiten Teil gespielt, weil der erste ursprünglich nicht für die Switch erhältlich war. Mittlerweile gibt es auch von Xenoblade Chronicles 1 und Xenoblade Chronicles X jeweils eine Definitive Edition, also einen Port auf die Switch. Ich freue mich jetzt schon, die auch dann in den nächsten Jahren zu spielen.
Als ich mir im Sommer 2022 die Switch gekauft hatte, drückte mir ein Freund sofort Xenoblade Chronicles 2 in die Hand, das ich dann direkt durchgespielt habe. Das Spiel hat mir so gut gefallen, dass ich eben auch Xenoblade Chronicles 3 unbedingt spielen wollte und jetzt auch getan habe.
Daher möchte ich hier auch einen kleinen Vergleich zwischen Xenoblade Chronicles 2 & 3 machen: Persönlich hat mir der Plot in XC2 ein bisschen besser gefallen, die Charaktere fand ich hingegen in XC3 interessanter. Auch mechanisch hat mir das Blade-System in XC2 besser gefallen als das Ouroboros-System in XC3. Dagegen bietet XC3 ein flexibles Klassensystem, was interessanter als XC2 ist. XC2 ist verspielter, dialogreicher und braucht etwas, um Fahrt aufzunehmen, während XC3 zwar ruhiger beginnt, aber eine stärkere emotionale Dichte und konstanten Storyfortschritt bietet. Optisch bietet XC2 eine buntere, animehaftere Welt, während XC3 stilistisch schlichter, aber atmosphärisch dichter gestaltet ist. Beide Spiele haben großartige Soundtracks, wobei XC2 eher episch und melodramatisch ist, während XC3 häufig melancholische, ruhige Töne anschlägt.
Beide Spiele stehen komplett für sich alleine. Man muss also keine anderen Spiele vorher gespielt oder irgendwelches Vorwissen haben. Wenn man aber XC1 und XC2 gespielt hat, dann wird man am Ende von XC3 mit coolen Easter Eggs belohnt.
Insgesamt haben mir Xenoblade Chronicles 2 & 3 beide sehr gut gefallen. Viele Fans und Kritiker schätzen die Xenoblade Chronicles Reihe als eine der besten modernen JRPG-Reihen. Sie bietet eine einzigartige Mischung aus einer epischen, emotional tiefgründigen Story, einer riesigen, lebendigen Open World und einem dynamischen, taktischen Echtzeit-Kampfsystem. Wer noch kein Spiel aus dieser Reihe gespielt hat, dem empfehlen ich zuerst XC2 und dann XC3 zu spielen, um eben das Ende von XC3 noch mehr wertzuschätzen. Wer XC2 schon gespielt hat und wem es gefällt, der macht mit XC3 nichts falsch. XC1 und XCX habe ich noch nicht gespielt, kann dazu also keinen Vergleich machen.
Obwohl Xenoblade Chronicles 3 als Abschluss der Reihe angekündigt wurde, haben der Direktor und der Produzent bereits angedeutet, die Serie fortführen zu wollen, aber es gibt noch keine offiziellen Details.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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