Spiel: Clash of Decks (Grammes Edition)

Interessantes Kartenkampfspiel.
Von Léandre Proust (ca. 15-30 Min.; 1-2 Spieler)
In Clash of Decks treten zwei Spieler mit ihren Kartendecks, bestehend aus jeweils 8 Karten, gegeneinander an. Das spannende an diesem Spiel ist nun das Handmanagement. Man darf nämlich immer nur eine der vier Karten ausspielen, die in der Hand ganz links sind. Mit jeder ausgespielten Karte steht sofort eine weitere Karte zur Verfügung, nämlich die fünfte Karte, die ja jetzt zur vierten wird. Zusätzlich gibt es in der Hand noch eine Festungskarte. Wenn diese auf der Hand ganz rechts ist, hat er das Spiel verloren. Aktive Karten können vom Gegner zerstört werden und kehren dann rechts auf die Hand zurück. Es gilt also ständig seine Karte so zu spielen (und sterben zu lassen), dass die Festung nie nach rechts verschoben wird. Die einzelnen Karten haben natürlich unterschiedliche Werte und Sonderfunktionen, es gilt also gut zu überlegen, welche Karte man zu welchem Zeitpunkt an welche Position legt. Dieser clevere Mechanismus führt dazu, dass man mit nur acht Karten ein spannendes Duell ausfechtet.
Fazit: Emfpehlenswert.

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Serie: Star Wars Skeleton Crew – Staffel 1

Kinderabenteuer im Weltall.
In dieser Serie, die im Universum von Star Wars spielt, aber mit den restlichen Geschichten daraus nicht verbunden ist, also absolut eigenständig dasteht, folgen wir einer Gruppe von Kindern, die zufällig auf ein Raumschiff stoßen und dann aufgrund des Autopiloten irgendwo im Weltall stranden und auf Piraten treffen. Dabei erkennen sie, dass es rund um ihren Heimatplaneten ein großes Geheimnis gibt und sie daher zur Zielscheibe verschiedener Interessensgruppen werden.
Insgesamt war die Serie für mich sehr unterhaltsam, ein klassisches Kinderabenteuer mit Space Piraten, Action, Spannung und Humor. Es gab durchaus einige langatmige Momente, einige unlogische Szenen und einige unsympathische Charaktermomente, aber am Ende blieb ich doch zufrieden zurück. Speziell die schauspielerische Leistung der Kinder war großartig und Jude Law war auch wie immer wunderbar.
Die Qualität dieser Serie wird auch dadurch unterstrichen, dass ich sie mit meiner Tochter geschaut habe und die begeistert war. In meinen Augen ist das eine Kinderserie und sollte auch als Familienabend betrachtet werden. Außerdem haben mir auch Freunde erzählt, dass sie diese Serie schauen, die sonst eigentlich kaum Sci-Fi oder Star Wars schauen.
Es sei auch hervorgehoben, dass die Geschichte abgeschlossen ist, es also keine offenen Handlungsstränge gibt, sollte keine zweite Staffel folgen.
Fazit: Empfehlenswert.

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Film: The Beekeeper (2024)

Netter Feel-Good-Actionfilm.
Action/Thriller mit Jason Statham von David Ayer. 105 Min.
Inhalt: In einer friedlichen ländlichen Gegend lebt ein Mann, der sich scheinbar ganz der Imkerei verschrieben hat. Doch hinter dieser Fassade verbirgt sich ein ehemaliger Agent einer geheimen und mächtigen Organisation. Als seine Nachbarin durch einen Telefonbetrug um ihr gesamtes Erspartes gebracht und in den Selbstmord getrieben wird, startet er einen gnadenlosen Rachefeldzug, der schließlich nationale Ausmaße annimmt.
An sich ist es immer toll zuzuschauen, wie einem fiesen, reichen Betrüger eine reingehauen wird. In dem Sinne ist The Beekeeper ein toller Film mit guter Action und befriedigender Conclusio. Nicht viel nachdenken, einfach zurücklehnen und genießen.
Was mich aber schon gestört hat, ist, dass sie es nicht beim Konzernboss belassen haben, sondern gleich eine politische Intrige bis zur Präsidentin aufgebaut haben. Damit ist der Film einfach unnötig aufgebauscht worden und das nimmt ihm schließlich etwas vom Charme eines gemütlichen Feel-Good-Actionfilms.
Fazit: Kann geschaut werden.

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Gedankensprung: Sky – Der schlimmste Streamingdienst

Eigentlich eine Frechheit, was da geboten wird.
Da ich konkret drei Filme und zwei Serien schauen wollte, habe ich beschlossen, diesen Dienst für einen Monat zu abbonieren. Zuerst kam einmal die negative Überraschung, dass er viel teurer ist als die anderen. Aber okay, wenn ich in einem Monat das alles schaue, was ich geplant habe, zahlt es sich aus und dann kündige ich eh wieder. Doch schon kam die zweite negative Überraschung, nachdem ich bezahlt und die App installiert habe: Man kann damit nicht auf den Fernseher streamen. Die App blockiert aktiv Chromecast und sogar HDMI. Wenn ich also mit Sky auf dem Fernseher schauen möchte, muss ich die Sky Streaming Box kaufen, außer ich hätte einen Smart TV von Samsung oder LG, denn nur diese beiden Geräte erlauben einen direkten Zugriff auf die Sky App. Außerdem kann man Produktionen auf Sky auch nicht über einen Webbrowser anschauen, wie bei anderen Streamingplattformen, sondern nur über die installiere App. Wenn ich also bei einem Freund bin, kann ich mich nicht einloggen, um gemeinsam etwas zu schauen.
Natürlich, wenn ich das komplette Sky Cinema Abo abschließe, in welchem dann sogar Netflix und Paramount+ integriert sind, erhalte ich den Sky Receiver als Leihgabe gratis. Aber ich möchte mich da nicht langristig binden und meine gesamte Streamingkonfiguration umbauen. Außerdem stellt sich sowieso die Frage, wie lange es Sky noch geben wird, wenn HBO demnächst mit seinem eigenen Streamingdienst nach Europa kommt und seine Produktionen nicht mehr exklusiv an Sky verleiht.
So wie ich Sky jedenfalls in dieser Probezeit erlebt habe, fühlt es sich wie ein gestürzter Gigant an, der nicht akzeptieren kann, dass er über kein Monopol mehr verfügt und glaubt, so weiter machen zu können wie früher, als er alleine in dieser Branche unterwegs war.

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Spiel: Grand Austria Hotel (Lookout Games)

Interessantes Hotelmanagement Kartenspiel mit Wiener Flair.
Von Virginio Gigli und Simone Luciani (ca. 60-120 Min.; 2-4 Spieler)
In Grand Austria Hotel wollen wir mit Kaffee und Kuchen Gäste in unser Restaurant locken und sie dann dazu bringen, auch noch eine Nacht zu bleiben. Jeder Gast, der bei uns übernachtet, bringt uns Boni, Sonderfunktionen und Punkte. Es gilt also Gäste zu finden, deren Kombinationen für uns am effektivsten sind, um unser Hotel voranzubringen und am Ende zu gewinnen.
Im Kern ist das hier ein reines Ressourcenmanagement Spiel, denn man muss ständig schauen, genug Kaffee, Kuchen und Geld zu haben, um das Restaurant am Laufen zu halten und konstant Zimmer vorbereiten, damit die Gäste dann auch wirklich hier schlafen können. All das läuft sehr flüssig und führt immer wieder zu spannenden Dilemmata. Einziger Kritikpunkt ist der Geldmangel. Wenn man einmal pleite ist und dann Würfelpech hat, kann es tatsächlich dazu führen, dass ein Spieler mehrere Runden nichts tun kann, was sehr frustrierend ist.
Fazit: Empfehlenswert.

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Serie: The Day of the Jackal – Staffel 1

Weitere Standard-Agentenserie.
Diesmal folgen wir einem Auftragsmörder und einer britischen Geheimagentin quer durch Europa.
Es scheint so, als würde mittlerweile jeder Streamingdienst Agentenserien am laufenden Band produzieren. Immer geht es um irgendeine Verschwörung und Verräter, um ein actionreiches Katz-und-Maus-Spiel. Manchmal ist das Gesamtpaket besser, mal schlechter. The Day of the Jackal gehört dabei sicherlich zum besten Viertel, logisch, flüssig und nachvollziehbar. Es ist aber definitiv der Hauptdarsteller Eddie Redmayne, der diese Serie trägt. Seine schauspielerische Leistung ist einfach großartig und als Zuseher ist man sofort gefesselt und will wissen, wie es mit ihm weitergeht.
Doch leider wird auch diese Serie wie so viele andere davon geplagt, dass man viele Episoden mit Stoff füllen muss und nicht genug davon hat, man also jede Menge langweiliges und belangloses Nebendrama eingebaut hat.
Auch, dass die Serie mit einem Cliffhanger endet, statt die Story abzurunden, hat mich sehr gestört. Der Hauptteil ist schließlich schon erzählt und ich fürchte, um eine zweite Staffel zu füllen, wird da sehr viele heiße Luft benötigt. Ich weiß nicht, ob ich bei der zweiten Staffel wieder dabei sein werde.
Fazit: Empfehlenswert.

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Film: Das fantastische Leben des Ibelin (Dokumentation 2024)

Heftig emotionale Geschichte.
Dokumentation von Benjamin Ree. 104 Min.
Inhalt: Der Film rekonstruiert die Lebensgeschichte von Mats Steen. Der Norweger litt an einer degenerativen Muskelerkrankung, der Muskeldystrophie des Typs Duchenne, und starb 2014 im Alter von 25 Jahren. Seine Eltern glaubten, ihr Sohn habe ein einsames Leben ohne Kontakte zur Außenwelt geführt, bis sie die Nachricht von seinem Tod in seinem Blog „Musings of Life“ teilten.
Erst durch die Reaktionen erfuhren sie, dass Mats sein Leben online lebte und geliebt hat. Als „World-of-Warcraft“-Spieler war er unter dem Namen Ibelin Redmoore bekannt und hatte dabei enge Freundschaften geschlossen. Seine ehemaligen Mitspieler der Gilde „Starlight“ berichteten den Eltern, welchen Einfluss Mats auf ihr Leben hatte und wie dankbar sie sind, dass sie ihren Sohn kennenlernen durften. Über seine Erkrankung hatte er sie bis kurz vor seinem Tod nicht in Kenntnis gesetzt.
Dieser Film ist auf vielen Ebenen extrem emotional und überraschend. Er zeigt sehr gut, wie wenig man über seine Mitmenschen, sogar die Mitglieder seiner eigenen Familie weiß. Die Eltern von Mats dachten, ihr schwer behinderter Sohn hätte ein einsames Leben und wussten nie, welch reiches Leben er online geführt hat. Mats Freunde online dachten, er sein ein normaler, gesunder Spielkamerad und hatten keine Ahnung, wer da hinter dem Avatar saß.
Anhand von Interviews und CGI Rekonstruktionen in „World-of-Warcraft“ wird sowohl das Leben Mats als auch das Leben Ibelins erzählt, bis nach deren Tod die beiden Welten aufeinanderstoßen. Wunderschön gemacht und emotional mitreißend.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Top 10 Update

Wie jedes Jahr habe ich mich also auch jetzt wieder mal hingesetzt, um meine diversen Top 10 Listen zu aktualisieren:

Meine 10 Lieblingsfilme
Meine 10 Lieblingsserien
Meine 10 Lieblingsbücher
Meine 10 Lieblingsspiele
Meine 10 Lieblings-Animeserien
Meine Top 10 Sci-Fi Filme / Serien / Bücher

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Spiel: Sea, Salt & Paper (Bombyx)

Langweiliges Set Collection Kartenspiel.
Von Bruno Cathala und Théo Rivière (ca. 30-45 Min.; 2-4 Spieler)
Während unseres Zuges stellen wir unsere Kartenhand zusammen, legen vielleicht Karten für ihre Wirkung aus und entscheiden, ob wir die Runde beenden möchten. Wenn man glaubt, die meisten Punkte zu haben, kann man beenden, oder soll man den anderen Spielern eine zusätzliche Runde geben, um zu versuchen, den Abstand zu vergrößern? Lohnt es sich, das Risiko einzugehen? Die Aufregung, eine Runde zu beenden, um die Gegner unvorbereitet zu erwischen und das Vergnügen, die Effektkarten gewinnbringend zu spielen und Kombinationen zu bilden machen den Charme dieses Spiels aus. Es ist im Grunde ein Sammelkartenspiel wie Rommé, dessen Illustrationen wie Origami aussehen.
Ich verstehe durchaus, dass vielen Spielern dieses Spiel sehr gefällt, ein beliebter Filler bei Spieleabenden. Doch mir sagt das Spiel leider überhaupt nicht zu, weil es für mich eindeutig einen zu große Glücksfaktor enthält, der die meisten Entscheidungen obsolet macht. Außerdem – und das ist eindeutig mein persönliches Problem – komme ich mit den Funktionen der Karten überhaupt nicht zurecht. Ich sitze teilweise da und bin nur verwirrt und/oder frustriert.
Fazit: Kann probiert werden.

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Serie: Star Trek Lower Decks – Staffel 5 (abgeschlossen)

Eine großartige Serie geht zu Ende.
Für mich eindeutig eine der besten neuen Star Trek Serien. Sie macht mir einfach Spaß und vermittelt gleichzeitig das klassische Star Trek Feeling. Wie so oft gilt auch hier der Standardsatz: Wem die Serie bisher gefallen hat, dem wird auch diese Staffel gefallen, wem nicht, der wird hier nicht umgestimmt werden.
Diese abschließende Staffel bietet alles, weshalb man Lower Decks ins Herz geschlossen hat und wenn man denkt, es geht nicht besser, kommt die finale Doppelepisode. Ich bin absolut beeindruckt davon, dass sie es am Ende geschafft haben, der gesamten Serie noch ein Sahnehäubchen oben drauf zu setzen und uns dann ein emotional befriedigenes Finale bieten.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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