Buch: Corvus, Robert – Feuer der Leere

Ein Buch ohne Plot. Kann auch interessant sein, aber nicht in diesem Fall.
Inhalt: Die Menschheit lebt nicht mehr planetengebunden, sondern zieht auf riesigen Schiffen als Nomaden durchs Universum, immer in Konflikt mit einer brutalen außerirdischen Rasse.
An sich finde ich die Prämisse des Buches wirklich toll, also die Beschreibung des Lebens auf so großen Raumschiffen und die Dinge, die sie in den verschiedenen Systemen tun müssen, um die Vorräte aufzufüllen. Nur wirkt das Ganze recht episodenhaft, ohne einen übergreifenden Plot, außer halt den Kampf mit dem Feind, was aber einfach zu wenig ist. Zu Beginn fällt das gar nicht auf, weil die Hauptcharaktere eigentlich recht sympathisch und die Beschreibungen sehr interessant sind. Man merkt sehr gut, dass der Autor viel recherchiert hat. Es wirkt aber auch so, als hätte der Autor sich verschiedene Szenen einfallen lassen und dann irgendwie aneinandergereiht. Es wird am Ende ein Geheimnis gelüftet, das sich aber erst sehr spät angebahnt und auch nie zur Spannung des Buches beigetragen hat. Ja, in dem Sinne ist es schon ein gelungener Schluss, dass man eben gerne einen zweiten Band hätte, der da weitermacht. Für mich persönlich reicht das leider nicht.
Das Buch fühlt sich so an, als hätte jemand einige Monate im Leben einer Gruppe von Menschen nacherzählt. Man lernt sie kennen, begleitet sie ein Stück des Weges und verabschiedet sich wieder. Es gibt keinen Impuls am Anfang, der irgendeine Spannung, geschweige denn einen Plot initiiert. Danach gibt es ein paar Abenteuer, die für die Charaktere anscheinend Routine sind und am Ende weiß man nicht, was man mit diesem Schluss machen soll.
Daneben gibt es noch den seltsamen Rotraum und ein lebendes Schiff. Ich vermute, dass der Autor die Mysterien um diese beiden Elemente als Spannungsbogen verwenden wollte, doch für mich persönlich waren sie einfach uninteressant. Sie waren aus meiner Sicht zu fantastisch für diesen realistisch recherchierten Plot.
Fazit: Der Roman ist zu lang geraten für das, was er bietet, weshalb ich ihn nicht empfehlen kann.

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