Spiel: Noria (Pegasus Spiele)

Innovatives Strategiespiel, das leider nicht bis zum Ende durchdacht ist.
Von Sophia Wagner (ca. 70-120 Min.; 2-4 Spieler)
Beginnen wir beim Regelheft, denn das ist eine regelrechte Katastrophe. Auch dieses hätte „innovativ“ sein sollen, ist jedoch nur unübersichtlich. Die Grundidee, wie auch dann beim Spiel selbst, finde ich super, die Ausführung jedoch nicht. Das Regelhaft beginnt nämlich damit, wie man das Spiel gewinnt, zeigt dann, was man dafür machen muss und erklärt anschließend, wie das alles funktioniert. Wir sind jedoch an unzähligen Stellen hängen geblieben und haben nicht verstanden, wie das jetzt gemeint ist.
Kommen wir zum Spiel selbst. Wir wollen in einer futuristischen fliegenden Stadt bei den vier Bauprojekten mitmachen, um dadurch den meisten Einfluss zu gewinnen. Dazu müssen wir bestimmte Rohstoffe oder Waren bezahlen, die wir vorher auf Inseln sammeln, bzw. in unseren Fabriken produzieren müssen. Das klingt nach einer recht geradlinigen Kette und ist es auch. Zu geradlinig. Denn zu Beginn des Spiels interessiert man sich nur für die Inseln, bis die leer, bzw. voll sind und danach geht es nur noch darum Einfluss zu kaufen.
Den Kern des Spiels bildet das tolle innovative Element, nämlich ein dreigliedriges Rad. Jeder Spieler hat eines davon. Die drei Scheiben haben Öffnungen, in welche man Marker reinlegen kann. Jeder Runde werden die drei Scheiben weitergedreht und nur jene Aktionen sind möglich, deren Marker sich gerade in den aktiven Bereich bewegt haben. Da jeder Spieler individuell Marker holen und verteilen kann, ist jedes Rad anders und jeder Spieler hat jede Runde andere Aktionen zur Verfügung. Dieses Element gefällt mir sehr gut, bietet es doch große Freiheiten und die Möglichkeit zur Individualisierung. Doch geht dieses Element im gesamten Spiel unter, weil man am Anfang Inselaktionen und anschließend Einflussaktionen benötigt, der Spielverlauf einem also diese vorgegaukelte Freiheit wieder nimmt. Dazu kommt noch, dass dieses Rad schlecht konstruiert ist und in unserer Runde bei jedem Spieler in jedem Zug auseinandergefallen ist.
Speziell die Schlussphase, in welcher man nur noch Einfluss kauft, ist sehr langweilig. Aber auch die Anfangsphase mit den Inseln ist im Grunde nicht so spannend, wie man zunächst denkt.
Fazit: Nicht zu empfehlen. Aber ein anderes Spiel mit diesem Rad, jedoch besser konstruiert, würde ich sofort wieder spielen.

Auf Amazon zu kaufen:
Noria
Wenn Ihr das Spiel über diesen Link kauft, unterstützt Ihr diesen Blog. Vielen Dank dafür!
Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Gesellschaftsspiele abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.