Film: Tod auf dem Nil (2022)

Außen opulent, innen hohl.
Krimi mit und von Kenneth Branagh. 128 Min.
Inhalt: Der belgische Privatdetektiv Hercule Poirot macht Urlaub in Ägypten und unternimmt eine Kreuzfahrt auf dem Nil. Als eine junge und reiche Frau ermordet wird, übernimmt Poirot die Ermittlungen. Er muss den Täter an Bord finden. Die Hauptverdächtige, Jacqueline de Bellefort, der das Opfer ihren Verlobten Simon weggeschnappt hat, hat allerdings ein Alibi. Neben Jacqueline kommen mehrere andere Mitglieder der Reisegruppe infrage.
Was optisch großartig und inhaltlich durchaus spannend beginnt, entpuppt sich dann leider als Blindgänger. Vor allem nach dem großartigen Film Mord im Orient-Express hätte man halt doch mehr erwartet. Wie gesagt, optisch ist der Film fantastisch, also allein aus ästhetischen Gründen ist er voll zu empfehlen.
Das Problem ist einfach, dass sämtliche Nebencharaktere blass und eindimensional bleiben. Die Idee wäre, dass jeder ein Motiv hat und der Detektiv sollte rausfinden, wer es am Ende wirklich war und wie er es vollbracht hat. Aber weil die Nebencharaktere eben nur schnell wie am Fließband präsentiert werden, ohne Tiefe und Emotion, ist auch der Zuschauer wenig involviert und wird nicht dazu verleitet, mitzurätseln. Was halt dazu führt, dass die Auflösung am Ende dann auch nicht so spektakulär ist.
Das zweite Problem ist Hercule Poirot selbst. Eigentlich sollte es ja darum gehen, dass er die Morde hätte verhindern können und daher mit sich selbst hadert. Doch mehr als eine Andeutung in diese Richtung gibt es nicht, auch er bleibt eher farblos.
Allein wegen der Kulissen, Kostüme und des wunderbar eingefangenen Zeitgeistes haben ich den Film schon gern geschaut, aber er hat für mich rasch an Spannung verloren, war wenig mitreißend.
Fazit: Kann geschaut werden.

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