Tolles Miniaturen Deck Building Spiel.
Von Andrea Colletti, Diego Fonseca und Marco Montanaro (ca. 90 Min.; 1-4 Spieler)
In diesem Spiel schlüpfen wir in die Rolle von Magier, welche die zerstörte Akademie wieder aufbauen wollen, sich dabei aber in die Quere kommen, denn nur einer kann den meisten Ruhm einheimsen und der neue Obermagier werden.
Jeder Magier hat dabei Zauberspruchkarten in der Hand, die er jede Runde ausspielen kann, um Räume zu reparieren, jemanden anzugreifen oder andere Dinge zu machen. Man kann auch aus dem Markt immer wieder neue Karten holen, um sie seinem Deck zuzufügen, also um die Varianz an Zaubersprüchen zu erweitern. Konkret planen die Spieler gleichzeitig, in welcher Reihenfolge sie ihre Handkarten ausspielen wollen, indem diese verdeckt aufs Spielertableau gelegt werden. Danach werden diese reihum eine nach der anderen offenbart und ausgespielt.
Das ist im Prinzip das gesamte Spiel. Am Anfang jeder Runde planen und dann machen, was auf den Karten steht. Was mechanisch sehr simpel klingt, offenbart eine große taktische Tiefe, da die Zaubersprüche immer noch genug Freiraum lassen, um spontane Entscheidungen zu treffen und auf die Aktionen der Mitspieler zu reagieren. Das gefällt mir sehr gut und ist gut durchdacht.
Auch optisch ist das Spiel großartig. Die Miniaturen sind toll gemacht, die Bilder auf den Karten sind wunderbar und die Akademieplättchen sehen auch sehr schön aus.
Was ich aber kritisieren muss, sind einige Zaubersprüche, die einfach zu stark sind. Und damit verbunden ist einfach ein unangenehmer Glücksfaktor, wer denn nun zufällig diese Karten bekommt. Wenn man bis zum Ende taktiert und bis zur letzten Runde knapp beisammen liegt, aber dann eine Karte ausgespielt wird, welche die Balance bricht, dann ist das einfach total unbefriedigend. Ich weiß, es gibt Spieler, denen es gefällt, wenn zwischendurch solche unberechenbaren Momente auftauchen und die Glück als Teil des Spiels sehen, aber für meinen Geschmack passt das hier einfach nicht.
Fazit: Empfehlenswert.
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