Gedankensprung: Wenn der Einsatz von KI inakzeptabel ist

Am Morgen beim Frühstück gönne ich mir eigentlich fast immer eine Dokumentation, meistens eine Folge der fantastischen Serie Mit offenen Karten, manchmal andere, die mir ins Auge stechen. Und so habe ich letztens die Dokumentation Venedigs goldenes Zeitalter geschaut und war schockiert.
Gleich in den ersten fünf Sekunden erscheint die Markierung „Dieses Programm enthält von Künstlicher Intelligenz erzeugte Sequenzen“. Wirklich? Muss das sein? Eine Ko-Produktion zwischen ZDF und Arte, ein aus öffenlicher Hand finanzierter wissenschaftlicher Beitrag, wird mit KI-Sequenzen befüllt? Wer, wenn nicht die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten, hätte die Pflicht, Menschen zu bezahlen, kreative Menschen zu fördern, talentierten Menschen eine Plattform zu bieten?
Ich habe mir dann die Doku angeschaut und muss sagen, ich bin entsetzt, denn die KI-Sequenzen sind erstens unnötig, geben dem Film keinerlei Mehrwert und zweitens sind sie auch unsauber, als wären sie nur schnell gemacht worden, ohne das Endprodukt nochmal zu kontrollieren und zu revidieren. Ich finde es absurd, dass man nicht im Stande war, für diese Sequenzen einen Zeichner zu finden, den zu bezahlen und ihm Erfahrungspunkte für sein Portfolio zu geben.
Es gibt schon Situationen, in denen ich den Einsatz von KI verstehe, aber nicht in so einem Kontext. Absolut inakzeptabel, zumal die Dokumentation ohne diese KI-Sequenzen genauso funktionieren würde.

Hier auf Arte: Venedigs goldenes Zeitalter
Hier auf YouTube: Venedigs goldenes Zeitalter

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