Serie: Sense8 – Staffel 1

Wenn die Wachowskis sich nicht auf 2 Stunden beschränken müssen, um eine Story zu erzählen, sondern 12 Stunden Zeit haben, dann erwartet uns etwas epochales.
8 Personen rund um den Globus – verschiedene Geschlechter, sexuelle Orientierungen, Kulturen, Jobs – sind mental miteinander verbunden. Sie können sich entweder einfach nur sehen und ein Gespräch führen oder gegenseitig die Körper übernehmen, um bestimmte Aufgaben zu erledigen. Zum Glück hat jeder der 8 eine andere besondere Fähigkeit (Kampfsport-Spezialist, Fahrer, Hacker, Chemiker…), weshalb es keine Situation gibt, die nicht gemeistert werden kann.
Die Serie hat zwar einen Hauptplot, aber der wird nur spärlich voran getrieben. Hauptsächlich geht es um die 8 sehr interessanten Charaktere und ihre individuellen Geschichten. Sie lernen mit jeder Folge ihre mentale Verbindung zu verbessern und die letzte Folge ist der Höhepunkt, wo dann alle zusammenarbeiten müssen.
Sense8 lebt von den Charakteren und es braucht etwa 3 Folgen, um sie gut genug kennenglernt zu haben, damit man ihre individuellen Geschichten, die unterschiedlicher kaum sein können, weiter verfolgen zu wollen.
Fazit: Ich freue mich sehr auf Staffel 2.

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Film: Pound of Flesh (2015)

Wer glaubt, dass ich einen Film mit Jean‑Claude Van Damme nicht schauen würde, der kennt mich schlecht.
Action-Drama mit Jean‑Claude Van Damme von Ernie Barbarash. 104 Min.
Inhalt: Ein Mann versucht in Manila eine gute Tat zu tun und endet mit einer Niere weniger. Weil er es aber nicht akzeptiert, eine Niere weniger zu haben, beginnt er am nächsten Tag einen Rachefeldzug.
Hier versteckt sich ein netter Actionfilm mit einem etwas übertriebenen Drama. Einzig die Kamera ruiniert einen unterhaltsamen Abend. Es wurde eine sehr seltsame Technik verwendet, die viele Szenen surrealistisch und billig wirken lässt, als wäre der Fokus falsch eingestellt und irgendeine falsche Software bei der Nachbearbeitung verwendet worden. Auch Van Dammes Spagat kann da leider nichts retten.
Fazit: Wer kein Problem mit visuellem Müll hat, schafft es vielleicht, die Action zu genießen.

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Film: Irrational Man (2015)

Für all jene, die Verbrechen und Strafe von Fjodor Dostojewski besser verstehen wollen.
Drama mit Joaquin Phoenix und Emma Stone von Woody Allen. 95 Min.
Inhalt: Ein gelangweilter, unmotivierter und zynischer Philosophie-Professor überhört ein Gespräch in einem Cafe und entwickelt dabei seine Gedanken zu einem gerechten – und natürlich perfekten – Mord.
Ein großartiger Film mit dem fantastischen Joaquin Phoenix. Woody Allen präsentiert alle Jahre wieder ein kleines Meisterwerk, witzig und tiefsinnig.
Wenn man so andere Kritiken zu diesem Film liest, fällt auf, dass niemand das Werk von Dostojewski gelesen hat und die meisten in diesem Film einen misslungenen Krimi sehen. Dass solche Leute die Qualität dieses Film nicht erkennen, ist verständlich.
Fazit: Absolut empfehlenswert.

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Brettspiel-Adventkalender 2015 – Tag 24 + Schlussgedanken

Frohe Weihnachten!

Heute war es also soweit, das letzte Türchen des Adventkalenders wurde geöffnet und dahinter befand sich eine interessante Erweiterung für das großartige Funkenschlag von 2F-Spiele. Es führt zusammen mit neuen Plättchen auch zwei neue Mechanismen ein, die jedoch nur auf der Deutschland-Karte gespielt werden können. Auf dem ersten Blick wirkt das sehr interessant, aber auch etwas umständlich. Es muss ausprobiert werden.

Der Brettspiel-Adventkalender von frostedgames.de hat uns also 24 Mini-Erweiterungen beschert, manche Enttäuschungen, aber auch manche Überraschungen. Also machen wir uns nun ein paar Schlussgedanken darüber:
– Ich habe nur eine dieser Erweiterungen bereits ausprobiert, nämlich den Catan-Weihnachtsmann. Er wurde während des gesamten Spiels nie eingesetzt, weil die dafür nötigen Ressourcen immer eine bessere Verwendung fanden. Sinnlos also? Eine Chance werde ich ihm noch geben.
– Am besten gefällt mir die Erweiterung für Targi, nicht nur, weil es eines meiner Lieblingsspiele ist, aber auch, weil diese Plättchen dem Spiel eine neue strategische Tiefe geben.
– Am enttäuschendsten war die Erweiterung für Wizzard, da diese als einzige dem Spiel nichts bringt außer weihnachtlichen Flair.
– Am meisten geärgert habe ich mich über die Carcassonne-Erweiterung, weil diese für die Winter-Edition ist, was niemand will.
– Die Colt-Express- und Dice-Master-Karte finde ich unnötig, beinahe schon frech. Solche Karten verschenkt man bei Conventions! Die hätten sich hier durchaus mehr einfallen lassen können.
– 50% der Erweiterungen kann ich konkret selbst oder in meinem Freundeskreis verwenden, die anderen 50% liegen vorerst in einer Schachtel bei mir rum.
– Werde ich nächstes Jahr diesen Adventkalender wieder kaufen? Naja, ich werde erst schauen, wieviel mir diese Erweiterungen wirklich bringen, dann werde ich entscheiden.

Ich hoffe, die letzten 24 Tage waren halbwegs interessant für euch und ihr werdet meinem Blog weiter folgen!

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Brettspiel-Adventkalender 2015 – Tag 23

Heute gibt es eine Erweiterung, die niemand spielen kann: Carcassonne Winter-Edition von Hans im Glück. Eigentlich handelt es sich hier lediglich um die bereits bekannte Kornkreis-Erweiterung, nur halt als Winter-Edition. Aber leider kenne ich niemanden und weiß von niemandem, der dieses Spiel hat. Wer also bitteschön soll diese Erweiterung verwenden? Schade, hätte mir eigentlich eine Mini-Erweiterung für das normale Carcassonne oder für eine Variante wie Südsee oder Goldrausch gewünscht. Aber die Winter-Edition?! Nun gut, ein Fenster fehlt noch im Adventkalender.

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Brettspiel-Adventkalender 2015 – Tag 22

Heute gibt es wieder eine Erweiterung für ein Spiel, das ich selbst noch nicht gespielt habe, aber von dem ich viel Positives gehört habe: Isle of Skye von Lookout Spiele. Hierfür gibt es zwei neue Wertungsplättchen, die durchaus neue Strategien erlauben. Schaut sehr interessant aus.

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Brettspiel-Adventkalender 2015 – Tag 21

Heute stand ich erneut ratlos vor dem Adventkalender, denn dieses Material hat mir gar nichts gesagt. Es stellte sich dann heraus, dass es zu El Gaucho des Argentum Verlags gehört. Aus verschiedenen Kreisen habe ich gehört, dass dies das beste Spiel dieses Verlags sein soll, also muss ich es unbedingt mal ausprobieren.
Die Erweiterung selbst bringt Futtersäcke, die das höchste Rind einer Herde aufwerten. Sicher eine nette Zusatzoption, wenn man mal nicht weiß, was man mit seinen Würfeln machen soll.

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Brettspiel-Adventkalender 2015 – Tag 20

Heute reisen wir nach Frankreich, um Die Burgen von Burgund von Alea zu besuchen. Eine großartige Erweiterung für ein großartiges Spiel. Wir haben nämlich fünf farbneutrale, funktionslose Klöster erhalten, die dazu dienen, Gebiete abzuschließen, wenn entsprechende Plättchen fehlen. Finde ich eine super Idee!

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Gedankensprung: Rückblick / Ausblick – Brettspieljahr ’15 & ’16

Rückblick 2015:
Quantität ohne Qualität.
2015 hat wie prognostiziert den Rekord von 2014 an Neuerscheinungen locker geschlagen. Allein in Essen kamen über 1.000 Spiele raus und zusammen mit den restlichen Conventions des Jahres kommen wir auf fast 2.000 neue Spiele für 2015. Das ist ein Wahnsinn! Wer soll das alles spielen? Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Brettspiel-Blase platzt und einige Verlage dann hart abstürzen werden.
Ich kenne genug Leute, die lange Zeit versucht haben, jede Neuerscheinung aufzutreiben und auszuprobieren. Doch jetzt haben alle aufgegeben, denn sie kommen einfach nicht mehr nach. Und so werden die Verlage irgendwann auf ihren Spielen sitzen bleiben.
Vor allem in diesem Jahr, wo die Quantität in keinem Verhältnis zur Qualität steht. Denn jetzt am Jahresende stehe ich da und von diesen 2.000 Spielen gibt es nur 2, die mich interessieren, nämlich Blood Rage und New York 1901. Sonst hat dieses Jahr kein Spiel – und ich informiere mich intensiv – mein Interesse geweckt. Natürlich spiele ich schon viel und lasse ich mich auch gern positiv überraschen, wie etwa von Brains (Pegasus), Cacao (Abacus) oder Codenames (Heidelberger Spieleverlag). Aber die meisten Spiele 2015 haben mich eher enttäuscht, mein Interesse nicht geweckt. Und ich bin nicht der Einzige, wenn ich mich so umhöre. Dazu kommt noch, dass fast alle guten Spiele, die ich dieses Jahr neu kennengelernt habe, eigentlich aus 2014 stammen.
Zwei Spiele müssen aber schon extra genannt werden, die beiden Giganten von 2015: Pandemic Legacy und T.I.M.E Stories. Diesen beiden werde ich sicher nicht die Qualität absprechen, denn es sind zwei großartige Konzepte, Mechanismen. Aber sie entsprechen leider nicht meinem Geschmack, denn ich habe kein Interesse mehrere Abende mehrere Stunden an einem Spiel zu sitzen. Aber das ist reine Geschmackssache.

Ausblick 2016:
Ich habe keine Ahnung, was da an Erscheinungen geplant ist. Ich hoffe nur, dass es nicht wieder so viele sein werden.

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Gedankensprung: Rückblick / Ausblick – Kinojahr ’15 & ’16

Rückblick 2015:
Das Kinojahr 2015 scheint auf dem ersten Blick ein großartiges Jahr gewesen zu sein. Fast & Furious 7, Jurassic World und Star Wars 7 haben alle Rekorde gebrochen; außerdem gabe es keine grottenschlechten Filme wie Transformers oder Turtles.
Wenn man diesen Vorhang aber zur Seite schiebt, wird man erkennen, dass die meisten Filme einfach nur solide waren. Eine erprobte Formel sorgte dafür, dass die Filme nicht schlecht, aber auch nicht innovativ großartig waren.
Ich gebe zu, Star Wars 7 habe ich noch nicht gesehen und ich bin mir nicht sicher, wie schnell ich dazu kommen werde, aber abgesehen davon, haben für mich dieses Jahr nur zwei Filme brilliert: Mad Max – Fury Road und Inside Out – Alles steht Kopf.
In meinen Augen haben dieses Jahr einige wenige Filme alles andere in den Schatten gestellt. Der Rest wie Avengers 2 – Age of Ultron, Fantastic Four, Antman oder Mission Impossible 5 – Rogue Nation waren keine Katastrophe, sie waren gut, ja, solide Kost, aber nicht mehr. Auch Fast & Furious 7 und Jurassic World waren gute Filme, aber die Besucherzahlen vermitteln ein falsches Bild ihrer Qualität.
Versteht mich bitte nicht falsch. Leser meines Blogs wissen, dass ich all diese Filme genossen habe, als gut befunden habe und durchaus wieder schauen werde (die meisten jedenfalls). Aber diese als Basis zu nehmen, um zu sagen, dass 2015 ein großartiges Kinojahr war, ist mir zu gewagt.
Dazu kommt noch, dass all diese Filme zu einem Genre gehören, nämlich Action / Science-Fiction. Wo aber bleiben die anderen Genres? Komödie oder Animation etwa? Frauenfilme oder Dramen?
Vacation? Minions? Soll es das gewesen sein? Der letzte Teil der Hunger Games Trilogie kam auch irgendwie nur ganz klammheimlich ins Kino und danach hat man davon nichts mehr gehört. Ebenso James Bond – Spectre oder Hotel Transylvania 2. Ist das ein gutes Zeichen? Naja, Me and Earl and the Dying Girl habe ich (noch) nicht gesehen, aber der rettet zumindest das Drama-Genre wie Inside Out – Alles steht Kopf das Animations-Genre rettet.

Fazit: 2015 war ein solides Jahr, wo die Studios auf altbewährte Formeln und viel Nostalgie gesetzt haben. Für mich reicht das aber nicht, 2015 als „großartig“ zu betiteln.

Ausblick 2016:
Was 2015 nicht hatte, wird 2016 bringen: Innovation. Ob die Rechnung aufgeht, werden wir in einem Jahr wissen. Die Trailer von Star Trek Beyond, Fantastic Beasts and Where to Find Them, Warcraft und BFG – Big Friendly Giant zeigen schon mal, dass etwas neues ausprobiert wird. In dieselbe Kerbe schlagen Captain America – Civil War und Batman v Superman, wo neue Heldenkonstellationen präsentiert werden. Und mit Star Wars: Rogue One schlägt auch dieses Universum neue Wege ein.
Mit Kung Fu Panda 3 und Indipendence Day 2 versucht man auf der sicheren Seite zu bleiben, aber ob die bei all diesen anderen Filmen nicht untergehen, bleibt abzuwarten.
Aber auch 2016 fehlt die Genre-Vielfalt, was für mich als Action / Science-Fiction – Fan nicht wirklich ein Problem sein sollte. Ich freue mich jedenfalls.

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