Brettspiel-Adventkalender 2015 – Tag 6

Nachdem nun endlich das leidige Thema der nicht vorhandenen Regeln abgeschlossen ist, können wir uns nun täglich ganz gemütlich den einzelnen Erweiterungen widmen. Heute gibt es Loony Quest von Asmodee, ein weiteres Spiel, von dem ich noch nie etwas gehört habe.
Vom optischen Eindruck des Spiels behaupte ich mal, dass diese weihnachtliche Erweiterung mit Wichteln sehr gut dazu passt und nicht wie etwa der Catan-Weihnachtsmann ein eindeutiges Fremdobjekt ist. Also schon einmal positiv.
Die Erweiterung bringt zwei Dinge:
1) Einen neuen Spielermarker. Wenn ich es recht verstanden habe, kann jetzt ein Spieler mehr mitspielen. Aus Erfahrung weiß ich jedoch, dass solche „+1-Spieler-Erweiterungen“ den Spielfluss eher stören als helfen.
2) Skier! Diese finde ich sehr interessant, da damit der Spieler mit den wenigsten Punkten zügig mit dem nächsten Spieler aufschließen kann. Die Skier erlauben auch, einige Runden keine Punkte zu sammeln und andere Dinge zu machen, um dann mit ihnen rasch aufzuschließen. Gefällt mir vom ersten Eindruck.

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Buch: Ansprenger, Franz – Geschichte Afrikas

Leider ist nicht alles Gold, was aus der Beck-Wissen-Reihe kommt.
Der Autor ist ein emeritierter Professor, mit Betonung auf emeritiert, denn das markt man auf jeder Seite. Dieses Buch wirkt so, als hätte der alte Professor einem Studenten alles erzählt, was er über die Geschichte Afrikas weiß und ist dabei mehr seinen Gedanken und Assoziationen gefolgt als einem roten Faden. Aber nicht nur das. Der alte Professor ist sich bei sehr vielen Begriffen und Themen durchaus bewusst, dass sie heutzutage nicht mehr politisch korrekt und heikel sind, weiß aber nicht, wie er das adäquat formulieren kann, was zu einigen äußert unangenehmen Sätzen führt – wenn er etwa über die Hautfarbe der Menschen der Sahel-Zone philosophiert. Der Student hat dann alles abgetippt und keine Gedanken daran verschwendet, das irgendwie zu systematisieren, außer halt tolle Titel für die verschiedenen Zeitabschnitte zu finden. Der Lektor schließlich hat sich wohl nur auf Rechtschreibung und Grammatik konzentriert.
Das Buch hat aber auch seine guten Seiten. Denn wenn man sich als Leser da hindurch kämpft, wird man eine ganz neue Perspektive für Afrika und seine Geschichte erlangen. Eben dieser Aspekt relativiert die groben Mängel dieses Buches.
Fazit: Grundsätzlich würde ich jedem empfehlen, sich einmal mit der Geschichte Afrikas auseinanderzusetzen. Ich denke aber, dass es andere Bücher gibt, die das einfacher vermitteln.

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Film: Hitman – Agent 47 (2015)

Der zweite Versuch dieses Computerspiel zu verfilmen ist leider auch schief gegangen.
Actionfilm mit Zachary Quinto von Aleksander Bach. 108 Min.
Inhalt: Viele Menschen suchen einen Mann, der Supersoldaten erschaffen kann. Dabei töten sie sich alle gegenseitig.
Was soll man über so einen Film sagen? Die Story ist lahm und unlogisch, die Schauspieler mies, die Effekte mittelmäßig.
Fazit: Zeitverschwendung.

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Brettspiel-Adventkalender 2015 – Tag 5

Nachdem ich mich die letzten Tage so darüber geärgert habe, dass dem Spielmaterial keine Regeln beiliegen, habe ich nun von Frosted Games persönlich eine Erklärung erhalten: „Wie es sich für einen Adventskalender gehört, steht auch hier der Überraschungseffekt im Vordergrund. Um diesen zu erhalten, werden die Regeln zu den Erweiterungen täglich passend zum geöffneten Türchen auf der Internetseite http://www.frostedgames.de veröffentlicht. Wer kennt das nicht aus seiner Kindheit, es gibt immer ein paar Ungeduldige die unbedingt schon einmal ein Blick vorab werfen müssen. So auch hier. Bereits vor dem 1. Dezember wurde der Adventskalender vollständig geöffnet und im Internet veröffentlicht. Da bleibt dann wenigstens noch das Spekulieren über den tatsächlichen Einsatz der Erweiterungen!
Aber das ist nicht der einzige Grund dafür, dass die Regeln ausschließlich auf der Internetseite veröffentlicht werden. Zum einen war dies ausschlaggebend für den Preis des Adventskalenders und zum anderen ist es üblich, bei kleinen Erweiterungen zu Brettspielen die Regeln als Download zur Verfügung zu stellen. Sie werden merken, das oftmals das Spielmaterial auch selbsterklärend ist, so dass man getrost auf einen Ausdruck verzichten kann.“

Außerdem wurde ich auch noch auf ein wichtiges Detail hingewiesen: „Das die Regeln als Download bereitgestellt werden, ist außen auf dem Adventskalender deutlich vermerkt.“ – Wobei ich persönlich unter „deutlich“ etwas anderes verstehe, aber gut, meine Wut hat sich gelindert und nun kann ich mich den wichtigen Dingen widmen, den Erweiterungen.

Ich nutze jetzt auch die Gelegenheit, über die Erweiterungen der letzten Tage zu sprechen:

Tag 1 – Catan-Weihnachtsmann: Der Weihnachtsmann kostet Wolle, um ihn zu versetzen. Er kann den Räuber vertreiben und Geschenke verteilen. Ab einer bestimmten Anzahl Geschenke kann man diese gegen einen beliebigen Rohstoff eintauschen.
Persönlich finde ich diesen Mechanismus sehr gut, denn wie oft ärgert man sich über den Räuber, der einem das Feld blockiert? Auch der beliebige Rohstoff kann sehr nützlich sein. Dass dieser Mechanismus aber von einem Weihnachtsmann getragen wird und nicht von einem thematisch passenderen Charaker finde ich sehr schade. Aufgrund dessen bin ich mir nicht sicher, obwohl ich den Mechanismus toll finde, ob ich dieses Szenario oft einbauen werde.

Tag 2 – Arler Erde: 3 neue Plättchen erweitern das Spiel. Die Torfbrandziegelei ist ein neues gelbes Gebäude, das Torfkraftwerk das vierte große Gebäude und der Vierspänner ein neues Fuhrwerk.
Ich kenne dieses Spiel leider nicht, aber mehr Material ist immer gut.

Tag 3 – Colt Express: Einfach ein weiterer Bahnhof. Dieser ist am Nordpol und Wichtel stehlen Geld.
Naja, diese Karte passt weder thematisch zum Spiel, noch bringt sie etwas Neues. Einmal ausprobieren werde ich sie sicher, aber ich bezweifle, dass sie ein fixer Bestandteil wird.

Tag 4 – Las Vegas: Ein neues Casino bringt mehr Optionen für die Würfel. Das ist grundsätzlich eine gute Idee, muss aber erst in der Praxis getestet werden.

Tag 5 – Bohnanza: Ein Bohnenmarkt mit Viertelbohnentalern bringt mehr Optionen.
Bohnanza ist leider ein Spiel, in welchem kein zusätzliches Material Platz hat. Die Aufbewahrungsproblematik ist also schon mal ein Kritikpunkt. Vor allem aber sehe ich anhand der Regeln alleine nicht, wie dieses Ding funktionieren soll. Wie also bereits bei Las Vegas muss es erst getestet werden, um mehr darüber sagen zu können

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Brettspiel-Adventkalender 2015 – Tag 4

So, mein Geduldsfaden ist nun endgültig gerissen. Nachdem sich auch heute das gleiche frustrierende Spiel wie die letzten Tage wiederholt hat – weder Markierung, zu welchem Spiel das Material gehört, noch eine Regel – habe ich Frosted Games eine Beschwerde-Mail geschrieben. In dieser habe ich ausgeführt, dass Spielregeln „integraler Teil eines Spiels und einer Erweiterung“ sind, dass man ohne diese also nur ein halbes Produkt vor sich hat. Diese wegzulassen „grenzt beinahe schon an Betrug“. Ich habe sie also aufgefordert „mir sämtliche Regeln für die 24 Erweiterungen im Adventskalender – adäquat bearbeitet und zugeschnitten – per Post zuzusenden. Denn ich sehe nicht ein, warum ich täglich auf Ihre Homepage gehen, eine Datei runterladen, diese ausdrucken und ausschneiden soll“. Also schauen wir mal, was passiert.

Die heutige Erweiterung gehört übrigens zu Las Vegas und ich weiß auch schon, welchem Freund ich sie schenken werde.

Wie gehabt kann ich leider nicht darüber nachdenken, ob die Erweiterung Sinn macht oder nicht, da ich keine Regeln habe.

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Brettspiel-Adventkalender 2015 – Tag 3

Heute gehe ich mal der Frage nach, ob der Adventkalender ein Binnen-s braucht oder nicht (ebenso der Adventkranz übrigens). Nun, dafür sollte man sich vor Augen führen, dass Deutsch eine plurizentrische Sprache ist, das bedeutet, dass es nicht ein Zentrum gibt, das die korrekte Schreibweise zitiert, sondern es verschiedene Regionen gibt, in denen es verschiedene Varietäten gibt, die allesamt korrekt sind. Da wäre etwa das berühmte Marille-Aprikose Beispiel. In Österreich sagen sie Marille, in Deutschland Aprikose, aber beide Wörter sind korrekt, beide Wörter gehören zur offiziellen Deutschen Sprache. Nur weil in Norddeutschland noch nie jemand was von der Marille gehört hat, bedeutet das nicht, dass es ein falsches Wort ist. Und ebenso verhält es sich mit dem Binnen-s im Adventkalender. In Österreich brauchen die das nicht, aber in Deutschland liest man überall Adventskalender. Somit sind beide Schreibweisen korrekt und offiziell anerkannt.

Kommen wir aber nun zum Fensterchen von Tag 3:
Genauso enttäuschenderweise wie gestern hat auch das Material von heute keine Markierung, zu welchem Spiel es gehört, geschweige denn beiliegende Regeln. Ja, ich habe sofort erkannt, dass die Karte von heute zu Colt Express gehört, aber nur, weil ich das Spiel kenne. Wie bereits bei den ersten beiden Tagen muss man auf die Homepage von Frosted Games gehen, um das Material einordnen und anwenden zu können.
Falls diese Frechheit morgen auch wieder sein sollte, wird Frosted Games eine sehr böse Email von mir erhalten.

Ich würde eigentlich sehr gerne über die Sinnhaftigkeit oder Sinnlosigkeit der einzelnen Erweiterungen sprechen, aber da ich keine Regeln habe, ist mir das leider nicht möglich. Ich bin sehr verärgert über diese Tatsache, werde aber dem Adventkalender aber noch eine Chance lassen, meine Stimmung zu heben.

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Brettspiel-Adventkalender 2015 – Tag 2

Nachdem ich gestern vom Catan-Weihnachstmann doch sehr enttäuscht war, meinte ich, dass es eigentlich nicht schlimmer kommen könnte. Naja, viel besser ist es heute aber auch nicht geworden.
Nicht nur, dass bei den heutigen Plättchen ebenfalls die Regeln fehlen, nein, hier steht nicht einmal zu welchem Spiel die Erweiterung eigentlich gehört! Aber im Gegensatz zu gestern gibt zu zum Glück eine Information (inkl. Regeln) auf der Homepage von Frosted Games: Die Erweiterung gehört als zum Spiel Arler Erde, von dem ich noch nie etwas gehört habe. Es stammt vom Verlag Feuerland, der eigentlich für qualitativ hochwertige Spiele steht. Die Neugierde ist also geweckt, dieses Spiel auszuprobieren.
Ich hoffe aber, dass ich jetzt nicht jeden Tag diese Homepage besuchen muss, um die Dinge aus dem Adventkalender nutzen zu können…

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Brettspiel-Adventkalender 2015 – Tag 1

Da ich, wie so manch anderer Spielefan auch, mich nicht davon abhalten konnte, den Brettspiel-Adventkalender 2015 zu kaufen, steht der nun hier in meinem Regal und jeden Tag bis Weihnachten wird ein Fensterchen geöffnet. Damit das aber nicht heimlich im dunklen Kämmerchen geschieht, teile ich hier nun täglich (hoffentlich) mit euch, was ich denn gefunden habe.

Tag 1: Die Siedler von Catan

Meine Befürchtungen haben sich bewahrheitet, als ich dieses kleine Päckchen in Händen hielt. Es ist tatsächlich ein Catan-Weihnachtsmann-Szenario. Warum nur immer dieser Weihnachtsmann!? Zu allem Überdruss liegt auch kein Papier dabei, auf welchem beschrieben steht, wie man diesen Weihnachtsmann in das Spiel integriert. Eine rasche Suche im Internet hat diesbezüglich auch nicht weiter geholfen.
Ich hoffe doch, dass nur das erste Fensterchen so enttäuschend ist. Denn es kann nur noch besser werden. Schauen wir also, was morgen kommt.

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Buch: Anderson, Kevin J. – Sonnenstürme (Saga der Sieben Sonnen 3)

Und weiter geht es im epochalen, aber leider etwas weniger furiosen, Kampf um die Milchstraße.
Inhalt: Der Kampf zwischen den Alien-Rassen wird immer gewaltiger und die Menschen werden dazwischen aufgerieben wie Insekten, die man übersieht. Um die Stimmung in der Allianz zu heben müssen Erfolge her und dafür trifft die Führung eine folgenschwere Entscheidung. Außerdem erscheinen nun auch noch die letzten Alien-Rassen auf dem Kriegsschauplatz.
Die Geschichte bleibt immer noch genauso spannend und interessant wie im zweiten Teil, aber im Allgemeinen ist das Buch etwas langweiliger, was an zwei Punkten liegt: 1) Zwei neue Charaktere werden eingeführt, die sehr uninteressant sind, aber zumindet den Hauptplot vorantragen; 2) Ein neuer Handlungsstrang wurde eröffnet, den ich als extrem unnötig und vor allem uninteressant erachte. Diese zwei Punkte mögen reine Geschmackssache sein, haben aber den Lesespaß ein klein wenig gemindert. Nichtsdestotrotz habe ich das Buch bis zum Ende verschlungen, weil der Hauptplot, die verschiedenen Alien-Rassen und die wichtigsten Charaktere einfach sehr interessant sind.
Fazit: Absolut lesenwert. Ich freue mich schon auf den nächsten Band.

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Film: Learning to Drive – Fahrstunden fürs Leben (2015)

Billiger Esoterik-Schmarrn.
Drama-Komödie mit Ben Kingsley von Isabel Coixet. 105 Min.
Inhalt: Eine Frau wird von ihrem Mann für eine Jüngere verlassen. Um selbstständiger zu werden und ihre Tochter auf dem Land weiterhin besuchen zu können, beschließt sie Fahrstunden zu nehmen. Sie ahnt nicht, dass sie dabei mehr lernt, als nur zu fahren.
Ich finde die Prämisse des Films eigentlich sehr faszinierend, war dann aber von der Umsetzung sehr enttäuscht. Dass Ben Kingsley einen Inder spielt, kann man ja noch akzeptieren, denn in Indien gibt es – wie wir alle wissen – keine Schauspieler und keine Filmindustrie. Auch lernen wir von Hollywood, dass jeder Inder entweder ein Genie ist oder so weise wie Buddha selbst. Hier haben wir einen weisen Fahrlehrer, der uns die billigsten Internet-Weisheiten entgegenwirft.
Außerdem ist der Film absolut vorhersehbar. Man hätte den stereotypen Fantasie-Inder etwas runterschrauben sollen, auf einige Billig-Weisheiten verzichten sollen und dafür die Dialoge zwischen den beiden Protagonisten ausbauen sollen. Ein Aufeinandertreffen der Kulturen, wobei beide voneinander lernen, wäre viel interessanter gewesen.
Fazit: Knapp vorbei ist auch daneben.

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