Film: San Andreas (2015)

Kann ein Film dieses Genres überhaupt gut sein?
Katastrophenfilm mit Dwayne Johnson von Brad Peyton. 114 Min.
Inhalt: Nach einem unfassbar überdimensional gewaltigen Erdebeben in Californien versucht ein Rettungshubschrauber-Pilot mit seiner Ex-Frau die gemeinsame Tochter zu finden.
Dass der Film plottechnisch (wie beinahe jeder Katastrophenfilm) eine Katastrophe ist, war mir durchaus bewusst. Ich hatte aber gehofft, dass zumindest die Performance von Johnson und die Spezialeffekte daraus eine nette Abendunterhaltung machen. Doch leider war dem nicht so. Johnson hat einfach nur enttäuscht und das CGI war mieser als so manches Youtube-Video.
Fazit: Zeitverschwendung.

Veröffentlicht unter Filme | Verschlagwortet mit , , , , | 3 Kommentare

Mein Liebster Blog

Spät aber doch komme ich endlich dazu, mich bei Motion Picture Maniacs zu bedanken, Meine Kritiken als Liebsten Blog nominiert zu haben und stelle mich gerne den Fragen – macht ja auch Spaß 🙂

1.Wie ist dein Blog zu seinem Namen gekommen?
– Der Name ist wohl selbsterklärend. Ich lese gerne, schaue gerne, spiele gerne und mache mir sehr gerne Gedanken zu all den Dingen, die ich konsumiert habe. Ich hasse passive Konsumation, bei der man später nicht mehr weiß, was passiert ist. Nein, ich will aktiv sein und dieser Blog hilft mir dabei, über Inhalte zu reflektieren.

2.Welche Klischees-Szenen findest du in Filmen am dümmsten (z. B. in Horrorfilmen rennt das dumme Mädel weg und stolpert; Bomben sind mit einer Schaltzeituhr versehen; jedes Schloss lässt sich mit einer Büroklammer öffnen etc.)
– Wenn der Mann sein Leben gibt, obwohl es einen klaren Ausweg gäbe.

3.Welches Filmgenre guckst du am liebsten mit deinen Eltern? Welche siehst du am liebsten mit Freunden?
– Wenn ich mit meiner Mutter etwas schaue, dann ist das entweder ein deutscher Krimi oder Richard Gere muss mitspielen. Mit den Freunden ist es meistens Sci-Fi, Action, Fantasy oder Animation.

4.Welche Art von Filmen guckst du lieber im Kino als zu Hause?
– Bildgewaltige Filme! Star Wars etwa möchte ich schon im Kino sehen, aber für James Bond reicht auch der kleine Bildschirm, für eine Komödie sowieso.

5.Wie oft gehst du ins Kino?
– Leider viel zu selten.

6.Welches ist dein Lieblingsfilmzitat?
– „Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen.“

7.Film Fight Club: In der aktuellen Situation, welcher von Jacks Körperteilen/Gefühlen bist du gerade (z. B.: “Ich bin Jacks entflammtes Gefühl der Ablehnung.”)?
– ?

8.Welches Gefühl erzeugt bei dir der Film, den du dir am häufigsten geschaut hast?
– Ekstase!

9.Von welchem Film würdest du jedem abraten, außer vielleicht Menschen, die du nicht magst?
– The Human Centipede

10.Welcher ist dein Lieblingsbösewicht im Film und warum?
– Charaktere wie Nero und Khan aus Star Trek oder Darth Vader aus Star Wars sind meine Lieblinge, da man bei ihnen die Motivation hinter den Aktionen kennt und versteht. Palpetine oder Joker etwa finde ich nicht so interessant, weil sie einfach nur böse um des Bösen Willen sind, aber es keinen interessanten Hintergrund gibt.

11.Welche Art von Blogposts schreibst du am liebsten?
– Am liebsten philosophiere ich in meinen Gedankensprüngen, doch leider komme ich zu selten dazu, die zu schreiben.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Spiel: Die Schwarze Eiche – Trilogie (Das Schwarze Auge RPG, Ulisses Spiele)

Tolles Soloabenteuer in Aventurien von Sebastian Thurau.
„Die Schwarze Eiche“ ist ein Trilogie von Soloabenteuern, die sich mit den politischen Wirren in Andergast befasst. Die ersten beiden Abenteuer hatte ich schon vor Jahren gespielt, habe ich jetzt aber noch einmal gespielt, um die ganze Story in einem Fluss zu erleben, was ich übrigens jedem empfehlen würde.
Zunächst musste ich einen eigenen Charakter erstellen, denn vorgefertigte Archetypen sind für mich einfach langweilig. Wer aber sich nicht die Mühe machen will, einen Charakter selbst zu basteln, kann sich einen von zwei beigelegten Charakteren auswählen. Ich hatte noch in vager Erinnerung, dass viele Lebenspunkte sowie ordentliche Kampffertigkeiten wichtig wären. Das hat sich dann als korrekt herausgestellt.
Teil 1: Die Schwarze Eiche ist ein cooles, spannendes Abenteuer, in welchem wir versuchen, aus einer Burg zu entkommen. Die düstere Atmosphäre zieht sich dann durch die gesamte Trilogie. Man muss aber sagen, dass dieses Abenteuer nicht gut lektoriert worden ist, denn zusätzlich zu den Errata, die man im Internet runterladen kann, gibt es einige verwirrende Stellen (ein unlogisch formuliertes Rätsel und ein seltsamer Buchstabe etwa), was jedoch alles mit etwas Hausverstand gemeistert werden kann. Bis man dann am Ende ankommt. Denn da wird es schon sehr schwer, sodass es einiger Anläufe benötigt, das lebend zu überstehen. Für meinen Geschmack unnötig schwer und eigentlich nur frustrierend. Es würde mich nicht wundern, wenn sich viele da einfach durchschummeln.
Teil 2: Im Griff der Schwarzen Eiche fällt im Gegensatz zum tollen ersten Band ziemlich enttäuschend aus. Gleich zu Beginn wird man mit einer unnötig schwierigen und frustrierenden Aufgabe konfrontiert, die dazu führt, dass man das Abenteuer öfters starten muss. Zum Glück sind die restlichen Aufgaben einfacher.
Während man in Teil 1 eine Burg erforscht hat, steht hier einem eine ganze Stadt zur Verfügung. Der Mechanismus mit der Karte ist sehr gut und auch jener zum Vergehen der Zeit. Aber das allein reicht nicht. Lange Zeit weiß man nicht, was man tun soll, hat keine Spur mehr und so ruht man sich einfach x-mal hintereinander aus, bis der Moment kommt, wann der König Zeit hat. Und das ist doch sehr langweilig und frustrierend. Auch das Gespräch vor dem König ist äußert schwierig. Da ist es nämlich wichtig, genügend Moralwerte gesammelt zu haben. Die Gelegenheiten, während des Abenteuers Moralpunkte zu erhalten, stehen jedoch in keinem Verhältnis zur Anzahl der Moralpunkte, die man hier nun benötigt.
Teil 3: Rückkehr zur Schwarzen Eiche ist ein großartiger Abschluss der Trilogie. Das Abenteuer geht flüssig dahin, die Proben sind allesamt gut balanciert, der Endkampf schwer, aber nicht zu schwer. Man merkt, dass dieses Abenteuer ausführlicher getestet worden ist als die beiden Vorgänger. Einige Druckfehler haben sich in Bezug auf die Karte eingeschlichen, die aber mit etwas Hausverstand allein korrigiert werden können.
Nach einer Burg in Teil 1 und einer Stadt in Teil 2 steht uns hier nun eine ganze Region zur Verfügung. Die Atmosphäre ist wie immer düster, die Story spannend. Einzig die Auflösung des großen Plans am Ende ist etwas seltsam, aber da drücken wir ein Auge zu. Wo wir hingegen kein Auge zudrücken, ist beim Bilderrätsel, das zum Glück nicht spielentscheidend ist. Es ist nicht einfach und es steckt viel Blätterarbeit dahinter.
Fazit: Die Trilogie bietet ein spannendes Abenteuer für Solohelden. Auch wenn der Plot selbst etwas abstrus wirkt, ist die düstere Atmosphäre gut eingefangen und garantiert Spielpaß.

Veröffentlicht unter Gesellschaftsspiele | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , | 1 Kommentar

Buch: Bohn, Robert – Die Piraten

Macht euch bereit, die Wahrheit zu erfahren.
In einer Zeit, in der das Piratenwesen so romantisiert dargestellt wird wie kaum irgendwann, ist es umso nötiger, sich dem Thema einmal nüchtern und sachlich zu nähern. So viele Brettspiele haben dieses Thema, aber auch einige Computerspiele; in zahlreichen Filmen wird nach einem Piratenschatz gesucht; Die Fluch der Karabik – Reihe und die Serie Black Sails tragen ihr weiteres dazu bei.
Dass ich ein eher falsches Bild der Piraten hatte, war mir durchaus bewusst, dass der Unterscheid zwischen meiner Vorstellung und der Realität dann doch so eklatant ausfällt, hat mich überrascht.
Zunächst sei angemerkt, dass Bohn sich hier nur kurz mit den Anfängen des Piratenwesens in der Antike beschäftigt und hauptsächlich das „Goldene Zeitalter der Piraterie“ vom 16.-18. Jahrhundert behandelt. Was nachher kommt und moderne Piraterie wird komplett ausgeklammert.
Warum wird jemand Pirat? Was genau sind Bukaniere? Wen haben Piraten überhaupt angegriffen? Warum sind vergrabene Schätze ein Unsinn? Gab es denn weibliche Piraten? Fragen über Fragen, auf die das Buch interessante Antworten gibt.
Fazit: Sehr empfehlenswert, bzw. würde ich allgemein jedem empfehlen, sich mit Piraten einmal nüchtern zu befassen.

Veröffentlicht unter Bücher | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | 1 Kommentar

Serie: Star Wars Rebels – Staffel 1

Wohl etwas enttäuschend für Fans von The Clone Wars.
Man muss vorweg sagen, dass Rebels eine 8+ Altersfreigabe hat, während The Clone Wars 13+. Das ändert schon einiges. Aber es scheint auch so, als hätte die Serie weniger Budget gehabt.
Persönlich finde ich die Serie deswegen schlecht, weil die Charaktere extrem eindimensional sind und die Story uninteressant, träge ist. Dazu kommt noch die Tatsache, dass fast jede Folge auf dem gleichen Wüstenplaneten spielt. Es ist also auch optisch sehr eintönig, einfach immer ein langweiliger Hintergrund. Vermutlich hatten die nicht mehr Geld, die Landschaft zu gestalten.
Es scheint aber so, als hätten die Produzenten die Mängel der Serie erkannt, denn in den letzten zwei Folgen kommt endlich Spannung auf und uns begegnen einige altbekannte Charaktere. Ich habe also Hoffnung, dass die zweite Staffel näher an die Qualität von The Clone Wars ranrückt.
Fazit: Nur für echte Star Wars – Fans oder Volksschulkinder.

Veröffentlicht unter Serien | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | 1 Kommentar

Spiel: Brains – Japanischer Garten (Pegasus Spiele)

Von Reiner Knizia (Solospiel).
Toller Rätselspaß.
Material: 50 Vorgaben, 7 Plättchen.
In diesem Spiel gilt es die 7 Plättchen, auf denen Wege, Brücken und Pagoden abgebildet sind, korrekt anzulegen. Die Rätsel bestehen nun darin, eine bestimmte Anzahl an Plättchen nach den Vorgaben hinzulegen. Es ist schon sehr knifflig rauszufinden, welche Plättchen man benötigt, an welche Position sie gehören und wie man sie drehen muss.
Fazit: Großer Rätselspaß!

Veröffentlicht unter Gesellschaftsspiele | Verschlagwortet mit , , , , | 1 Kommentar

Spiel: Die unüblichen Verdächtigen (Heidelberger Spieleverlag)

Von Paolo Mori (ca. 10-30 Min; 3-10 Spieler).
Dieses Spiel gehört verboten.
Ich habe lange darüber nachgedacht und ich finde dieses Spiel nicht in Ordnung. Es hätte Platz in einem Integrations-Sensibilisierungstraining, aber nicht bei einem Spieleabend. Denn wenn man bei einem Spiel darüber diskutiert, ob ein Mensch mit brauner Hautfarbe einen Weihnachtsbaum aufstellt oder nicht, dann ist irgendetwas falsch gelaufen.
Dieses Spiel unterstützt die Idee, dass man vom Äußeren darauf schließen kann, was diese Person denkt, macht oder fühlt. Warum soll ein Mann mit Anzug kein Vegetarier sein?
In diesem Spiel müssen die Mitspieler erraten, welche der ausliegenden Personen der aktive Spieler meint. Dazu werden ihm vorgefertigte Fragen gestellt, die dazu auffordern, Vorurteile und Stereotype zu nennen. Das ganze klingt im ersten Moment nett, ist aber bei näherer Betrachtung doch recht unpassend.
Fazit: Nicht mit mir!

Veröffentlicht unter Gesellschaftsspiele | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Spiel: Mysterium (Asmodee)

Von Oleksandr Nevskiy und Oleg Sidorenko (ca. 45 Min.; 2-7 Spieler).
Langes und unnötig kompliziertes Dixit.
Die Gruppe wird aufgeteilt in „Meister“ (der Geist) und „Spieler“ (die Spiritisten). Und da haben wir schon das erste Problem: der Meister wird meistens nur da sitzen und sich langweilen. Wenn er dann am Zug ist, arbeitet er für sich alleine, was mitunter sehr lange dauern kann, während die Spieler da sitzen und sich unterhalten.
Auf dem Tisch liegen mehrere Bilder von Personen, Orten und Gegenständen. Der Meister gibt jedem Spieler Bildkarten, anhand derer die Spieler rausfinden sollten, welcher Charakter in welchem Raum welchen Gegenstand hat und schlussendlich, wer der Mörder ist.
Der Grundmechanismus des Spiels ist eigentlich echt super. Bildkarten, deren Format und Qualität identisch mit Dixit ist – Karten können zwischen diesen beiden Spielen hin- und hergetauscht werden – sollen verwendet werden, um mithilfe von Assoziationen eine Person zu erraten. Wenn da nicht diese lästige. komplizierte Rundenaufteilung und Punktevergabe wäre. Ach, und die Sanduhr nicht vergessen! Denn ohne die würde das Spiel ewig dauern.
Hier eine von mir vorgeschlagene Regelvariante, um das Spiel spannender zu machen und den Meister zu eliminieren:
– Alle Charakterbilder liegen auf.
– Der aktive Spieler zieht vom Charakterstapel des Meisters geheim einen Charakter und den muss er beschreiben.
– Der aktive Spieler legt soviele Bildkarten wie er möchte aus.
– Die anderen Spieler erraten, welcher Charakter gemeint ist.
– Wer korrekt liegt, bekommt einen Punkt.
– Nächster Spieler ist aktiver Spieler.

Fazit: Ein tolle Grundidee, die unnötig aufgeblasen wurde.

Veröffentlicht unter Gesellschaftsspiele | Verschlagwortet mit , , , , , | 1 Kommentar

Spiel: Codenames (Heidelberger Spieleverlag)

Von Vlaada Chvátil (ca. 15 Min.; 2-8 Spieler).
Tolles Ratespiel.
Ein Spieler versucht seinen Mitspielern die Positionen der Geheimagenten mitzuteilen. Doch da dies im Geheimen geschehen soll, muss man Codewörter verwenden. Wenn der Agent sich unter dem Wort „Golf“ versteckt, könnte ich „Sport“ als Codewort sagen. Sollte kein anderer Sport ausliegen, wird mein Mitspieler hoffentlich dieses Wort erraten. Wenn ich aber für jeden Agenten nur ein Wort sage, dauert das zu lange. Ich sollte also Wörter suchen, mit denen der Mitspieler mehrere Positionen gleichzeitig erraten kann. So könnte ich, wenn sich je ein Agent unter „Tanz“ und „Golf“ versteckt, das Wort „Ball“ sagen.
Fazit: Ein tolles Spiel für großen Wortschatz

Veröffentlicht unter Gesellschaftsspiele | Verschlagwortet mit , , , | 1 Kommentar

Spiel: Tadsch Mahal (alea)

Von Reiner Knizia (ca. 75-100 Min.; 3-5 Spieler).
Typisch Knizia und dennoch untypisch
Die Spieler versuchen in Indien zur Zeit der Moguln den meisten Einfluss zu gewinnen. Dazu wird in zwölf Runden um zwölf Provinzen gekämpft, also jede Runde eine andere Provinz. Es gibt sechs verschiedene Einflusskategorien, die man gewinnen kann. Dies macht man durch ausspielen von Karten und Mehrheitengewinn.
Der Mechanismus des Wann-lege-ich-welche-Karte-aus und Wann-ziehe-ich-mich-zurück ist sehr spannend und aufgrund der Kombinationen mit anderen Provinzen, die einem mehr Punkte bringen, auch ziemlich rechenintensiv. Alles in Allem typisch Knizia.
Doch ist es auch etwas untypisch Knizia, da ich doch das Gefühl habe, dass das Spiel nicht perfekt balanciert ist. Die vier Sonderkarten sind von ihrer Stärke her sehr unterschiedlich und auch die Einflusskategorie „Elefant“ ist stärker als die anderen. Wenn dies alle Spieler wissen, ist es kein Problem mehr, doch das führt dazu, dass es halt keine Strategievielfalt gibt.
Dennoch finde ich das Spiel wegen des einzigartigen Mechanismus‘ und des unüblichen Themas sehr interessant. Nur wenn alle Spieler das Spiel schon ein- zweimal gespielt haben, wird es spannend.
Fazit: Durchaus probierenswert.

Veröffentlicht unter Gesellschaftsspiele | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar