Spiel: Kuhfstein (Schmidt Spiele)

Nettes Plättchenlegespiel.
Von Rita Modl (ca. 45 Min.; 2-4 Spieler)
In diesem Spiel baut jeder Spieler eine eigene Landschaft vor sich auf. Dazu nimmt man der Reihe nach Plättchen aus der Auslage und platziert diese vor sich. Statt Plättchen kann man aber auch Wertungskarten nehmen, welche man dann ausspielt, wenn man das entsprechende Muster erfüllt hat. Zur Wertung muss man dann seine Kühe auf diesen Plättchen platzieren. Plättchen mit Kühen dürfen kein zweites Mal gewertet werden, man kann aber einen Zug darauf verwenden, die Kühe von der Landschaft zurück in den Vorrat zu holen. Es gilt also seine Landschaft derart zu bauen, dass man die gleichen Plättchen mehrmals werten kann, was aber gutes Timing erfordert, damit die Kühe effektiv platziert werden und man nicht ständig blockiert wird.
Insgesamt ist das Spiel ein angenehmes Familienspiel. Das Erstellen von Landschaftsmustern mit Plättchen ist zwar schon öfters, teilweise auch besser und spannender, gemacht worden, aber die Kühe bringen ein interessantes taktisches Element. Kritisiert müssen hingegen die Geheimaufträge werden, denn diese sind sehr glückslastig und gefühlt stark unbalanciert. Ich lasse diese beim Spielen mit den Kindern weg.
Als reines Familienspiel funktioniert Kuhfstein super, aber für meine Vielspielerrunde ist es zu simpel und zu geradlinig.
Fazit: Empfehlenswert.

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Serie: Trom – Tödliche Klippen (Staffel 1)

Spannender Krimi mit tollen Landschaftsbildern.
Trom ist eine dänische Krimiserie, die auf den Färöern spielt und dort auch gedreht wurde. Neben dem spannenden und emotionalen Kriminalfall kann hier also auch die wunderschöne Landschaft dieser Nordatlantik-Inseln genossen werden.
Konkret folgt die Serie einem Journalisten, der nach jahrelanger Abwesenheit in die Heimat zurückkehrt und den Mord an seiner Tochter aufklären muss, dabei aber auch seine eigene Vergangenheit aufarbeitet und Korruption in der Fischindustrie aufdeckt.
Insgesamt reiht sich diese Serie qualitativ problemlos zwischen Shetland und Rocco Schiavone ein, das Rezept eines Krimis inmitten wunderschöner Landschaft geht hier wieder voll auf.
Der behandelte Kriminalfall wird am Ende gelöst, man hat also einen runden Abschluss, aber in der letzten Minute wird noch ein Cliffhanger eröffnet und ich freue mich schon auf die zweite Staffel. Diese wird jedoch wegen einem Streit um die Rechte in Dänemark noch nicht gedreht, aber hoffentlich doch irgendwann.
Fazit: Empfehlenswert.

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Film: Fast X – Fast & Furious 10 (2023)

Eh tolle Unterhaltung, aber halt ein offenes Ende.
Action mit Vin Diesel von Louis Leterrier. 141 Min.
Inhalt: Dominic Toretto ahnt nicht, dass seine lang zurückliegenden Taten tiefe Spuren bei dem mittlerweile mächtigen Dante hinterlassen haben. Von seiner Rachsucht angetrieben, hat er sich zehn Jahre vorbereitet und verfolgt nun gnadenlos ein einziges Ziel. Er will Doms Welt einreißen und alles, was er liebt, mit in den Abgrund ziehen. Da Dom nicht jeden aus der großen Familie beschützen kann, wird er vor die schwierigste Wahl seines Lebens gestellt und muss entscheiden, wen er retten kann.
Man muss hier nicht lang um den heißen Brei herumreden, Fast & Furious ist und bleibt Fast & Furious. Wer sich bisher von den Filmen gut unterhalten fühlte, wird das hier wieder, wer nicht, der nicht. Was man aber schon noch extra betonen sollte, ist Jason Momoa als Bösewicht. Er spielt hier eine für ihn ganz untypische Rolle und man merkt, dass es ihm einfach Spaß macht. Wer also noch unsicher ist, ob er Fast X schauen sollte, dem sei der Film allein deswegen empfohlen.
Andererseits muss aber auch erwähnt werde, dass Fast X ein offenes Ende hat und die Fortsetzung nächstes Jahr in die Kinos kommt. Eventuell sollte man mit dem Schauen von dem hier warten und nächstes Jahr dann ein Double Feature organisieren.
Fazit: Brumm, Brumm, Bruuuuuuummmmmmmm

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Spiel: Drachenhüter (Kosmos)

Nette Idee zu umständlich umgesetzt.
Von Michael Menzel (ca. 20 Min.; 2-4 Spieler)
Die Kernidee dieses Spiels ist ein durchaus cleverer Kartenmechanismus. In der Tischmitte liegen zwei Kartenstapel, welche die linke und rechte Seite eines magischen Buchs repräsentieren. Links steht eine Zahl, die angibt, wie viele Drachen aus der Hand gespielt werden dürfen, rechts ist die Farbe, die gespielt werden darf. Wenn ein Spieler an der Reihe ist, darf er rechts oder links nachziehen, wodurch sich diese Werte zufällig verändern. Wer von den Spielern dann so viele Drache in der Farbe hat, darf diese dann aus der Hand ausspielen und die Belohnung kassieren. An sich eh eine coole Idee mit einem spannenden Push-Your-Luck-Faktor.
Das Problem ist aber, dass es verschiedene Arten von Belohnungen gibt, was ein weiterer Glücksfaktor ist, diesmal aber frustrierend, speziell das Amulett, welches auch haptisch absolut unangenehm ist. Dazu kommt noch die Tatsache, dass man bestimmte Farben irgendwann nicht mehr legen darf, was einfach nervig ist. Ich bin mir nicht sicher, ob diese Begrenzung das Spiel tatsächlich taktisch bereichert oder ob es einfach den Anschein erwecken soll, clever zu sein. Die optionale Regel, dass durch Abgabe eines Edelsteins auch die gesperrten Farben bedient werden dürfen, sollte immer gespielt werden.
Wie ihr seht, habe ich bisher nur in sehr abstrakten Begriffen gesprochen, denn das Thema „Drachen“ ist im Grunde nicht vorhanden. Es sind zwar nette Bilder, aber nichts von dem, was wir machen, hat irgendeinen thematischen Hintergrund.
Insgesamt funktioniert das Spiel, hat mir, meiner Spielrunde und auch meiner Familie jedoch keinen Spaß bereitet. Meiner Meinung nach hätte man hier einige Dinge weglassen können und das Spiel noch weiter auf die Kernmechanik reduzieren können.
Fazit: Kann gespielt werden.

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Serie: Scott Pilgrim hebt ab (Miniserie; abgeschlossen)

Großer Spaß!
In dieser animierten Serie, die auf einem Comic basiert, welches bereits einmal erfolgreich verfilmt worden ist, trifft ein Musiker auf die Frau seiner Träume und muss dann gegen ihre Ex-Freunde kämpfen. Während aber der Film damals die Comics direkt adaptiert hat, geht die Serie in eine andere Richtung, es wird eine alternative Version der Geschehnisse erzählt. Jedoch nicht im Sinne von Paralleluniversum oder „was wäre wenn?“, sondern tatsächlich als Fortsetzung des Comics, bzw. des Films, mit einer lustigen Auflösung am Ende.
Auch wenn die Serie für sich allein viel Spaß macht und gute Unterhaltung bietet, sollte man die Comics, bzw. den Film kennen, um den Twist in der Mitte zu verstehen und wertzuschätzen.
Fazit: Empfehlenswert.

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Film: A Haunting in Venice (2023)

Aus den Fehlern gelernt und einen tollen Film geliefert.
Krimi mit und von Kenneth Branagh. 103 Min.
Inhalt: Nachdem die Welt sich langsam vom Zweiten Weltkrieg erholt, setzt sich auch der belgische Meisterdetektiv Hercule Poirot in der Lagunenstadt Venedig zur Ruhe. Eines Tages stimmt er widerwillig ein, an einer Séance in einem heruntergekommenen, verwunschenen Palazzo teilzunehmen. Daran, dass es in dem Gebäude spuken soll, glaubt der Detektiv natürlich nicht. Doch als einer der Gäste ermordet wird, gerät er in eine unheimliche Welt voller Schatten und Geheimnisse.
Der Regisseur scheint aus den Fehlern beim letzten Film Tod auf dem Nil gelernt zu haben, denn dieser hier schließt qualitativ nun wieder an den ersten Teil Mord im Orient-Express an. Ein spannender Fall mit interessanten Charakteren vor einem faszinierenden Hintergrund mit einer tollen Auflösung. Mich persönlich hat der Film einfach sehr gut unterhalten und ich hoffe, dass noch ein vierter folgen wird.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Spiel: Nunatak – Tempel aus Eis (Kosmos)

Tolles Familienspiel mit zähem Ende.
Von Kane Klenko (ca. 30-45 Min.; 2-4 Spieler)
An sich ist das hier ein richtig tolles Familienspiel, das mir und meinen Kindern großen Spaß gemacht hat, denn es ist im Grunde sehr simpel: Eisblock stellen, Punkte kassieren, Pyramide bauen. Ein sehr knappes Rennen, spannend bis zum Errichten der Spitze. Aber dann kommt die Schlusswertung und die ist in meinen Augen komplett sinnlos. Die macht nämlich aus einem gemütlichen Familienspiel ein taktisches Expertenspiel.
Das Spiel findet seinen natürlich Abschluss mit dem Anbringen der Spitze, sollte da also auch zu Ende sein und nicht erst nach einer zusätzlichen mathematischen Meisterleistung.
In der Auslage neben dem Spielfeld liegen immer vier Karten offen aus. Wenn ein Spieler an der Reihe ist, wählt er davon eine Karte und kann auf dem entsprechenden Feld einen Eisblock anbringen. Diese Mechanik schränkt ein beim Legen der Eisblöcke, kreiert interessante Dilemmata und ist durchaus spannend. Nun ist es aber so, dass diese Karten am Ende für die Schlusswertung herangezogen werden und jede Sorte dabei eine eigene Art von Punkteverteilung aufweist. Es ist also neben dem Pyramidenbau nötig, ein cleveres Set Collection zu betreiben. In meiner erfahrenen Spielgruppe mit anderen Vielspielern funktioniert das auch super. Zuhause aber mit meinen Kindern war die Schlusswertung von diesem „Familienspiel“ eine Katastrophe. Daher überlege ich mir eben, ob ich in Zukunft zuhause diese Schlusswertung nicht einfach weglasse, weil es ja auch ohne dieser super funktioniert.
Wie gesagt finde ich das Spiel großartig, gefällt mir sehr gut und macht viel Spaß, aber die Schlusswertung hätte ich in der Spielregel als Variante für Vielspieler separiert.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Serie: Roald-Dahl-Anthologie by Wes Anderson (Miniserie – 4 Folgen – fertig)

Film ist halt doch eine Kunst.
Nachdem Netflix die Rechte zu den Werken von Roald Dahl erworben hatte, haben sie Wes Anderson, bekanntermaßen ein großer Fan jenes Autors, die Chance gegeben, vier von dessen Kurzgeschichen zu verfilmen. Die vier unterschiedlich langen Kurzfilme haben gemeinsam eine Laufzeit von insgesamt ca. 90 Minuten, können also auch wie ein Film an einem Abend geschaut werden.
Man muss als Zuschauer Wes Anderson und dessen Stil mögen, der hier noch pointierter und kreativer ist. Man muss sich aber auch bewusst sein, dass die vier Kurzgeschichten für ein modernes Publikum adaptiert wurden. Roald Dahl wurde in jüngster Zeit wegen seiner Darstellung von Frauen und farbigen Personen, sowie für seine Verwendung von diskriminierenden Begriffen kritisiert. Der Verlag Puffin Books hatte die Werke erst kürzlich diesbezüglich bearbeitet und was wir heute kaufen können, sind „saubere“ Bücher. Es gab natürlich große Aufregung, als dies publik wurde und auch Wes Anderson selbst hat sich dagegen ausgesprochen, auf diese Weise am Werk eines bereits verstorbenen Autors herumzubasteln.
Der Regisseur hat für seine Verfilmung hier zu den Originalen gegriffen und die Problemstellen auf eigene Art gelöst, sie nicht gestrichen, sondern anders gerahmt, den Fokus und die Perspektiven verschoben. In dem Sinne ist diese Anthologie ein schönes Beispiel dafür, wie man ältere, problematische Stoffe für ein zeitgenössisches Publikum aufbereiten kann.
Fazit: Empfehlenswert.

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Film: Spider-Man – Across the Spider-Verse (2023)

Tolle Fortsetzung, aber leider mit offenem Ende.
Action / Science-Fiction mit Shameik Moore von Joaquim Dos Santos, Justin K. Thompson und Kemp Powers. 140 Min.
Inhalt: Miles Morales feiert gerade seine Wiedervereinigung mit Gwen Stacy, als er sich erneut in ein Abenteuer ins Multiversum stürzen muss. Zusammen mit anderen Spider-Menschen liegt es an Miles und Gwen, die Paralleluniversen vor einem neuen Gegner zu schützen, der noch bösartiger und mächtiger als alles ist, was ihnen vorher begegnet ist. Doch in der Frage, wie sie die Bedrohung gemeinsam aufhalten sollen, geraten sie gehörig aneinander.
Eigentlich ist dieser Film eine richtig tolle Fortsetzung, stellt Fans des ersten Teils also vollends zufrieden. Aber wenn man den ersten Teil nicht gesehen hat, braucht man den hier erst gar nicht einzuschalten. Action, Plot, Humor, einfach alles passt und macht Spaß, bietet großartige Unterhaltung. Wenn das Ende nicht ein Cliffhanger mit den Worten „Fortsetzung folgt“ wäre. Aber okay, dann freuen wir uns auf nächstes Jahr und hoffen, dass es genauso toll weitergeht.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Pause

Leider gehen sich diese Woche keine neuen Beiträge aus, also macht dieser Blog einmal Pause.
Ihr könnt aber gerne runterscrollen und die letzten Kritiken lesen. Viel Spaß dabei!

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