Buch: Tordjman, Nathalie – Das große Buch der Bäume

Super! Alles was man über Bäume wissen möchte.
Dieses flache, handliche Sachbuch erklärt uns alles, was für Bäume relevant ist. Unterlegt mit den fantastischen Illustrationen von Isabelle Simler und Julien Norwood. Das Buch ist einfach schön und lädt zum Schmökern ein. Hinsetzen, blättern und staunen.
In vier übersichtlichen und ausführlichen Kapiteln wird uns erklärt, was ein Baum ist, wie er wächst, wie er entsteht und was er alles kann. Im letzten Abschnitt „Wundervolle Bäume“ lernen wir dann die unterschiedlichen Bäume mit ihren Namen und wichtigsten Details kennen. Allein deshalb bin ich schon voll begeistert.
Immer wieder gibt es im Buch kleine Quiz, deren Lösungen sich ganz am Ende finden. Eine tolle Idee, die gut beim Mitdenken hilft. Ebenfalls auf der letzten Seite über den Lösungen befindet sich ein alphabetisches Index, wo man im Buch welchen Baum findet, was natürlich ideal ist, wenn man nicht schmökern möchte, sondern gezielt eine Information sucht.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Das große Buch der Bäume
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Serie: Foundation – Staffel 1

Wer hat sich das nur ausgedacht?
Um zu erklären, was das hier für eine Serie ist, wird es wohl am besten sein, dass ich das entsprechende Pitch-Meeting so darstelle, wie ich es mir in meiner Fantasie vorstelle.

Studioboss: „Wir brauchen eine mega Sci-Fi-Serie für unsere Streamingplattform.“
„Okay.“
„Gibt es irgendein Buch, dass voll bekannt ist, aber noch nicht verfilmt wurde?“
Foundation von Isaac Asimov.“
„Asimov ist toll. Der zieht sicher. Gut! Macht daraus ein Game of Thrones im Weltall.“
„Aber Game of Thrones und Foundation haben nichts gemeinsam.“
„Dann schreibt das einfach um. Macht doch eh jeder immer, wenn sie ein Buch verfilmen.“
„Okay.“
„Und nehmt so viel Geld, wie ihr braucht, damit das richtig geil ausschaut und tolle Action vorkommt.“
„Aber in Foundation gibt es keine Action.“
„Dann erfindet einfach ein paar Szenen. Es wird doch wohl mal jemand irgendwo rumschießen oder Weltraumpiraten angreifen.“
„Okay.“
„Ach, und der Hauptcharakter muss eine junge schwarze Frau sein.“
„Aber Foundation hat keinen Hauptchrakter.“
„Wie bitte?“
Foundation ist eine Reihe von Kurzgeschichten mit jeweils anderen Charakteren, die einfach zeitlich hintereinander spielen.“
„Nein, das geht nicht! Wir können nicht ständig Schauspieler wechseln. Schreibt das um, damit ein Hauptcharakter durchgehend dabei bleibt.“
„Okay. Aber was ist mit den Fans.“
„Wer das Buch nicht gelesen hat, dem wird das nicht weiter interessieren. Macht es einfach toll genug, damit die dran bleiben. Geile Bilder reichen. Und wer das Buch gelesen hat und sich dann beschwert, der wird eh von den meisten ignoriert.“

Und so haben wir hier eine Serie, die so weit von der Vorlage entfernt ist, wie selten zuvor, aber dabei echt gut ausschaut. Ich jedenfalls kann mich nicht dazu aufraffen, das hier nach den paar Anfangsepisoden weiterzuschauen.
Fazit: Wer das Buch nicht gelesen hat, dem könnte die Serie vielleicht sogar gefallen.

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Film: Honest Thief (2020)

Mäh.
Action / Thriller mit Liam Neeson von Mark Williams. 98 Min.
Inhalt: Ein Bankräuber möchte sich der Polizei stellen, um ein ehrliches Leben mit seiner Freundin zu führen. Er gibt das gestohlene Geld zurück. Jedoch haben zwei Agenten des FBI einen anderen Plan für den Mann. Nach einer tödlichen Auseinandersetzung begibt er sich auf die Flucht.
Der Plot ist wenig spannend, absolut vorhersehbar, teilweise unlogisch, mit eindimensionalen Charakteren und billiger Action. Seichte Unterhaltung, wenn man sich langweilt und absolut etwas schauen möchte.
Fazit: Okay.

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Spiel: The Decades (Jumbo)

Nettes Jahreszahlen-Trivia-Spiel.
Von Team Jumbo (ca. 45 Min.; 2-8 Spieler)
In diesem Spiel geht es ums Jahreszahlen raten, begrenzt auf den Zeitraum 1980-2019. Die Spieler teilen sich in zwei Teams und spielen gegeneinander. Mehrere Fragen werden dann vorgelesen und die Teams müssen auf ihren Tableaus die korrekten Antworten markieren. Anschließend werden die Antworten kontrolliert, Punkte verteilt und nach mehreren Runden der Sieger gekürt.
Die Zielgruppe hierfür ist klar: Trivia-Fans mit einem Faible für Jahreszahlen. Die werden hier dann auch sicher gut unterhalten werden.
Mein Problem mit dem Spiel ist jedoch die Punkteverteiltung. Es ist ganz klar, dass man mehr Punkte kriegt, je näher man am korrekten Datum liegt und das Maximum, wenn man exakt richtig liegt. Mich stören jedoch vehement die Minuspunkte, wenn man im falschen Jahrzehnt liegt. Es ist schon okay Minuspunkte zu erhalten, wenn man extrem daneben liegt, aber nicht so viele! Und außerdem kriegt man diese Minuspunkte auch schon, wenn man knapp daneben liegt, aber eben im falschen Jahrzehnt. Wenn die korrekte Antwort 1999 wäre und ich 1991 sage, bin ich daneben, kriege aber keine Minuspunkte. Wenn ich jedoch 2003 sage, bin ich näher dran, aber kriege trotzdem Minuspunkte, weil ich im falschen Jahrzehnt bin.
Als Hausregel würde ich die Minuspunkte einfach weglassen oder zumindest auf einen einzelnen Punkt reduzieren, denn eigentlich macht das Spiel eh Spaß und wird bei der Zielgruppe sicher gut ankommen. Wenn man jedoch ständig mit diesen unausgewogenen Minuspunkten konfrontiert wird, wird es schnell frustig.
Fazit: Empfehlenswert.

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Buch: Muir, Tamsyn – Ich bin Harrow (The Ninth, Band 2)

Puh, schwere Kost.
Inhalt: Es herrscht Krieg im Imperium – ein Krieg, von dem die meisten Planeten bislang verschont wurden. Zu verdanken haben sie dies dem aufopfernden Dienst der neun Nekromanten, die dem Imperator im Kampf gegen die Angriffe eines todbringenden Feindes helfen. Harrow Nonagesimus, die Erbin des Neunten Hauses, ist nun eine von ihnen – doch der Dienst, der von ihr verlangt wird, ist so ganz anders als erwartet. Und sie weiß nicht, ob sie ihn überleben wird.
Das Problem mit diesem Buch ist, dass es absichtlich so entworfen und strukturiert wurde, um seine Leser zu verwirren; Die Erzählung möchte, dass wir wirklich miterleben, wie die Dinge aus Harrows Perspektive gesehen werden. Die Geschichte wechselt ständig die Zeitachsen, und um die Sache noch schlimmer zu machen, verhielten sich fast alle Charaktere anders als im Vorgängerband Ich bin Gideon. Außerdem jongliert die Erzählung auch ununterbrochen zwischen der zweiten und dritten Person.
Der Anfang des Buches ist wie ein Schlag ins Gesicht, so ungewohnt, so heftig, so anders. Das Universum ist immer noch faszinierend, doch der Plot ist extrem verwirrend und das ganz bewusst. Die Zeitsprünge und Perspektivwechsel kommen irgendwann zusammen und ergeben dann auch Sinn, führen zu einem ordentlichen Abschluss, aber bis dahin ist es ein brutaler Ritt.
Wer ein Fan des Vorgängerbandes ist und wieder in dieses Universum eintauchen möchte, all der Verwirrung zum Trotz, die ja eh am Ende Sinn ergibt, der sollte hier zugreifen. Wer aber bereits mit dem ersten Teil nicht recht glücklich wurde, sollte hier einen Bogen drum herum machen.
Fazit: Nur für Fans der Reihe.

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Serie: Squid Game – Staffel 1 (abgeschlossen)

Sehr gut!
Diese südkoreanische Serie erzählt mit der gewohnt hohen Netflix-Produktionsqualität eine spannende Geschichte mit interessanten Charakteren, die in sich geschlossen ist. Zweite Staffel ist auch gar nicht geplant, nach dem Riesenerfolg wird aber doch darüber diskutiert.
Es geht hier um eine Gruppe von Menschen, die allesamt hochverschuldet sind, am untersten Ende der sozialen Pyramide angekommen sind und keine Hoffnung mehr haben. Diese werden eingeladen, an einer Reihe von Kinderspielen teilzunehmen, deren Verlierer jedoch getötet werden. Die Sieger am Ende erhalten hingegen mehr Geld, als sie sich je erträumt hätten.
Diese Serie ist nichts für schwache Nerven, aber insgesamt sehr gut gemacht, in allen Aspekten absolut gelungen.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Film: Free Guy (2021)

Großartig!
Action / Abenteuer mit Ryan Reynolds von Shawn Levy. 115 Min.
Inhalt: Als Bankangestellter in einem Videospiel entwickelt Guy (Ryan Reynolds) ein Bewusstsein. Kann er die Welt retten, bevor die Entwickler sie abschalten?
Der Film weiß in allen Belangen zu überzeugen: Plot, Optik und Schauspieler. Ich hatte zu Beginn einen 0-8-15 Plot erwartet, in welchem eine KI zufällig durch einen Bug ein Bewusstsein entwickelt und dann halt sein Ding durchzieht. Aber nein! Es ist wirklich eine gut durchdachte, spannende Handlung, mit einem tollen Showdown am Ende. Viel Humor und coole Action garantieren beste Unterhaltung.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Gedankensprung: Anime-Update Sommer ’21

Puh, jetzt hatte ich eigentlich gesagt ich möchte weniger schauen und dann sind es doch wieder acht Serien geworden. Aber immerhin weniger als im Frühling.

Es ist diesmal jedenfalls sehr schwer, ein Top-Anime der Season zu küren. Am liebsten würde ich sogar darauf verzichten, denn leider konnte mich diesmal keine Serie derart überzeugen, dass ich sie absolut und energisch empfehlen würde. Wenn ich mich aber festlegen muss, hat mir diesmal die zweite Staffel von Kobayashi-san Chi no Maid Dragon S am besten gefallen. Drachen versuchen einfach ein gemütliches Leben in der Welt der Menschen zu führen. Süß, lustig und emotional mit einem schönen Ende. Dritte Staffel ist nicht nötig, würde mich aber freuen.
In der Fangemeinde sehr beliebt war Tensei shitara Slime Datta Ken 2nd Season Part 2. Auch mir hat es durchaus gut gefallen, doch der Plot ging kaum voran und es wurde sehr viel geredet, was teilweise sehr mühsam war. Hoffentlich wird die nächste Staffel besser, denn Potenzial steckt hier noch sehr viel drin.
Fumetsu no Anata e ist direkt vom Frühling weitergelaufen und war weiterhin eine emotionale Achterbahnfahrt, bis zur letzten Minute. Diese erste Staffel hier endete mit 20 Episoden, was eine untypische Zahl ist, und die 2. Staffel kommt im Herbst 2022. Ich habe also ein Jahr Zeit, um mich psychisch darauf vorzubereiten.
Genjitsu Shugi Yuusha no Oukoku Saikenki ist die Geschichte eines „Realist Hero“: Ein junger Mann wird in eine Fantasywelt transportiert, wo er den Thron besteigt und ein Königreich auf „realistische“ Weise wieder aufbauen muss, wobei er sein Wissen aus der modernen Welt verwendet. Der Zeichenstil ist recht simpel, aber okay, der Plot teilweise überhastet, aber insgesamt durchaus spannend. Geht nächstes Jahr weiter und ich werde wieder dabei sein.
Boku no Hero Academia 5th Season ging ebenfalls direkt vom Frühling weiter. Die erste Hälfte war recht langweilig mit ein paar netten Kämpfen und alle hatten gehofft, dass es jetzt in der zweiten Hälfte richtig losgeht. Doch der Rest der fünften Staffel diente nur als Vorbereitung auf das große Ereignis in der nächsten Staffel, weshalb also nicht viel mehr passierte, als verschiedene Dinge zu etablieren. Nun, die Rechnung ist aufgegangen, denn auch wenn es diesmal so extrem langweilig war, besteht bei mir jedenfalls große Vorfreude auf die nächste Staffel.
Shiroi Suna no Aquatope ist eine schöne gefühlvolle Serie über zwei Mädchen, die sich damit abfinden müssen, dass ihre großen Lebensträume geplatzt sind. Es ist teilweise ein bisschen zu strapaziert melancholisch, aber dafür mit einem guten Abschluss. Oder? Nein! Die Serie geht im Herbst direkt weiter. Doch warum nur? Es gibt doch schon ein perfektes Ende. Der Trailer zum zweiten Teil lässt jedenfalls vermuten, dass die bisherige Botschaft komplett zum Fenster rausgeworfen wird. Nun, ich höre jedenfalls hier auf und werde da nicht weiterschauen.
Night Head 2041 ist eine dystopische Sci-Fi-Serie. In einer Welt, in welcher der Glaube an Phantasiewesen, Religion und Übernatürlichem verboten ist und vehement verfolgt wird, versuchen einige Personen mit paranormalen Fähigkeiten gegen das System anzukämpfen. Normalerweise mag ich eigentlich keine computergenerierte Animation, aber hier schaut die doch recht gut aus, weshalb ich also dennoch dran hängen geblieben bin. Außerdem ist der Plot etwas zäh, hat aber zu Beginn genügend Spannung, um einen zu fesseln. Als dann aber nach zwei Drittel der Serie die Auflösung kommt und alles erklärt wird, ist die Luft komplett raus. Die letzten Episoden sind dann nur noch künstlich in die Länge gestreckte Abwicklung des „Auftrags“.
Tsuki ga Michibiku Isekai Douchuu, auch bekannt als „Ugly Face Isekai“, erzählt die Geschichte eines Jungen, der in eine andere Welt teleportiert wird. Weil die Göttin dort aber extrem von seinem hässlichen Gesicht angeekelt ist, schickt sie ihn in die schlimmste Ecke der Welt. Die ersten Episoden sind wirklich sehr witzig, weshalb ich die Serie ja auch geschaut habe, doch Plot gibt es eigentlich keinen. Leider ist der Spaß bald vergangen und spannend ist es auch nicht. Dazu kommt noch eine überhastete Erzählweise, als hätte man versucht so viel Stoff der Vorlage wie möglich in eine Episode zu quetschen. Nächstes Jahr kommt die zweite Staffel, die ich sicher nicht schauen werde.

Neben diesen Serien habe ich auch noch auf ältere zurückgegriffen, um meinen Anime-Almanach zu vervollständigen. Ganz konkret habe ich das fantastische Great Pretender geschaut, ein Meisterwerk! Animation einfach großartig, super spannender Plot, phänomenaler Soundtrack, sehr gut ausgearbeitete Charaktere, perfekt abgeschlossen mit einer Staffel. Absolut zu empfehlen!
Ebenfalls habe ich auch endlich die zweite Staffel von Re:Zero kara Hajimeru Isekai Seikatsu abgeschlossen. Puh, der langweilige Sanctuary-Plot hat sich noch eine Weile hingezogen und ich hätte die Serie am liebsten noch einmal gedroppt, doch bin zum Glück dran geblieben, denn es kommen dann wirklich sehr viele Antworten und Erklärungen, was dazu führt, dass diese Welt nun endlich ein spannender interessanter Ort wird. Auch der Showdown am Ende ist sehr gut gemacht und macht Lust auf die dritte Staffel.
Beastars, JoJo, Odd Taxi und World Trigger stehen weiterhein auf meiner Watchlist, ebenso die dritte Staffel von Log Horizon. Außerdem wartet ja auch noch Gintama auf mich.

Edens Zero, Black Clover, Boruto und One Piece lese ich ja, habe die Serien also nicht geschaut.

Ausblick auf den Sommer 2021:
Oh Gott, im Herbst kommt so viel, was interessant wäre. Keine Ahnung, wie ich das alles schaffen soll. Ganze 7 (!) Mecha-Animes stehen in den Startlöchern. Hier aber die Liste der Titel, die mich konkret interessieren: Mushoku Tensei: Isekai Ittara Honki Dasu 2nd Season, Sekai Saikou no Ansatsusha, Isekai Kizoku ni Tensei suru, Saihate no Paladin, Isekai Shokudou 2, Sakugan, Tsuki to Laika to Nosferatu, Lupin III: Part 6, Tesla Note, Megaton-kyuu Musashi und Deep Insanity: The Lost Child.

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Buch: Muir, Tamsyn – Ich bin Gideon (The Ninth, Band 1)

“Lesbian necromancers explore a haunted gothic palace in space!“ — Charles Stross über Ich bin Gideon.
Inhalt: Gideon Nav reicht es. Sie hat genug von dem düsteren Planeten voller verknöcherter Nonnen, starrer Regeln und schwarzer Klamotten, auf dem sie aufgewachsen ist. Genug von einem Leben als Dienerin des Neunten Hauses. Vor allem aber hat sie genug von Harrowhark Nonagesimus, der Erbin eben jenes Hauses, die Gideon mit ihrer herrischen Art das Leben schwer macht. Also packt Gideon ihr Schwert und ihre Pornohefte ein, um endlich von diesem gottverlassenen Planeten zu verschwinden. Doch sie wird erwischt. Die Strafe für ihren Fluchtversuch ist unangenehm: Sie soll Harrowhark als Schwertmeisterin an den kaiserlichen Hof begleiten, wo diese, gemeinsam mit den Erben der anderen royalen Häuser, an einem Wettkampf auf Leben und Tod teilnimmt. Wenn sie den Untergang des Neunten Hauses und ihres Planeten verhindern wollen, müssen die beiden wohl oder übel zusammenarbeiten. Und das, obwohl sie einander auf den Tod nicht ausstehen können – oder?
Die Autorin erschafft ein völlig eigenes, kreatives, düsteres Universum mit einem wunderbaren Schreibstil. Der Plot ist durchaus spannend und kulminiert in einem ordentlichen Abschluss. Eine Fortsetzung wäre nicht mehr nötig, kann aber gerne kommen.
Mein Problem mit dem Buch sind die zahlreichen langatmigen Phasen, die teilweise wirklich sehr viele Seiten umfassen und extrem mühsam zu lesen sind, auch das Finale ist dann noch elendig gedehnt. Wenn man sich da aber durchkämpft oder drüber hinweg springt, hat man ein interessantes, ganz spezielles Buch vor sich, das einem eben gefällt oder nicht. Wenn man dieses Buch in die Hand nimmt, weil man sich ein pures Sci-Fi-Buch erwartet, wird man eher enttäuscht werden, es ist vielmehr Horror-Steam-Punk, das in ferner Zukunft im tiefen Weltall spielt.
Fazit: Wer kreative Welten mag und gerne mal über den Tellerrand blickt, sollte dem hier eine Chance geben.

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Serie: Star Wars Visions – Staffel 1

Großartig! Anime trifft auf Star Wars.
Dies hier ist eine sehr gut gemachte Anthologie-Serie im Stil von Animatrix. Visions besteht aus neun Folgen, die allesamt von verschiedenen japanischen Anime-Studios produziert worden sind, jede Episode hat also einen komplett anderen Stil und erzählt eine eigene Geschichte, jeweils in 10-20 Minuten.
Mir persönlich hat es sehr gut gefallen und anscheinend nicht nur mir, denn Gerüchten zufolge wird bereits über eine zweite Staffel diskutiert, weil es bei Fans und Kritikern so gut angekommen ist.
Es sei noch dazu gesagt, dass diese Serie nicht Kanon ist, also keinerlei Einfluss auf die restlichen Star Wars Filme und Serien hat. Es ist einfach nur cool anzuschauen.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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