Buch: Weir, Andy – Der Marsianer

Was für ein tolles Buch! Einfach nur fantastisch.
Inhalt: In nicht allzu ferner Zukunft landen Astronauten auf dem Mars. Als sie jedoch von einem Sandsturm erfasst werden, müssen sie notevakuieren und lassen dabei den todgeglaubten Mark Watney zurück. Doch der ist nicht Tod, dafür aber nun gestrandet auf dem Mars und muss irgendwie vier Jahre lang überleben, bis die nächste Marsmission landet und ihn aufklauben kann. Zum Glück ist er Ingenieur und Botaniker in einer Person, ein futuristischer MacGyver. Er wird übrigens ein Space-Pirat.
Das Buch lebt von der Wissenschaft. Watney beschreibt nämlich in seinem Tagebuch ganz genau, was er jeden Tag gemacht hat, um sein Überleben zu garantieren. Und diese Einträge sprotzen nur so von wissenschaftlichen Erklärungen, die jedoch dank der tollen und witzigen Sprache gut verständlich sind. Sogar NASA-Experten haben erklärt, dass das Buch realistisch und zu über 80% wissenschaftlich korrekt sei. Der größte Fehler im Buch – und den hat der Autor selbst zugegeben – ist der Sandsturm zu Beginn, der so auf dem Mars nicht möglich ist. Diese künstlerische Freiheit neben der Tatsache, dass ausgerechnet der Austronaut von der ganzen Crew zurückgeblieben ist, der als einziger sämtliche Kompetenzen besitzt, um zu überleben, sei aber gestattet, da sie nötig sind, um uns überhaupt dieses faszinierende Buch zu liefern.
Wer sich also nicht für Erklärungen interessiert, wie Kartoffel angepflanzt werden können oder wie Solarpanele funktionieren – warum sollte das einen nicht interessieren?! – der hat hier wohl das falsche Buch.
Wenn ich aber über dieses Buch spreche, muss ich auch über den Film sprechen, der nun in den Kinos startet. Ich halte dieses Buch für unverfilmbar, da ich keine Lust habe, zwei Stunden Matt Damon zuzuschauen, wie er in die Kamera spricht und Dinge erklärt. Außerdem habe ich bereits im Trailer bemerkt, dass sein Tonfall bei gewissen Wörtern gar nicht dem entspricht, wie ich es mir beim Lesen vorgestellt habe. Zusätzlich sagt er im Trailer zwei Sätze, die so im Buch nicht vorkommen und die eigentlich gar nicht zum Buch und seinen Charakter passen. Daher schwant mir Übles. Weiters ist der Trailer sehr actionlastig und somit werden sicher viele Leute enttäuscht sein. Wenn der Film nämlich wie der Trailer ist, werden die Fans des Buches enttäuscht sein. Ist der Film jedoch wie das Buch, werden die Fans des Trailers enttäuscht sein.
Aber genug vom Film, alles was zählt, ist das Buch. Das aufgrund seiner tollen und witzigen Sprache auch all jene verstehen können, die keinen wissenschaftlichen Hintergrund haben, sondern sich lediglich dafür interessieren.
Fazit: Fantastisch.

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6 Antworten zu Buch: Weir, Andy – Der Marsianer

  1. Habe den Film heute gesehen und fand ihn sehr gut! Ich denke es wurde mehr in die Rettungsgeschichte reingepackt, aber es gibt schon noch genug Szenen wo er Dinge erklärt oder macht. Habe die 140 Minuten nicht bereut!

    • wsnhelios schreibt:

      Hast du das Buch gelesen? Ich habe nur gehört, dass Matt Damon im Film am Ende mit einer Kopie des Iron Man – Handschuhs im All rumfliegt, was er ja im Buch ganz dezidiert wegen Undurchführbarkeit ausgeschlossen hat. Aber wenn das der einzige grobe Schnitzer im Film ist, werde ich ihn mir anschauen. Naja, ich werde ihn mir so oder so anschauen, wenn wir ehrlich sein wollen.

  2. Nein leider nicht. Und ja er macht einen auf Iron Man, aber es wird ein paar mal vorher drauf hingewiesen, dass das möglicherweise nicht geht. Finde ich gut, dass man versucht das Buch nicht 1:1 zu kopieren. Geht ja nicht immer gut aus!
    Film ist aber einen Blick wert! Wenn ich mal Lesezeit habe werde ich das Buch sicher mal lesen.

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