Spiel: Oh My Goods! – Du meine Güter! + Erweiterungen 1 und 2 (Lookout Games)

Ein spannendes kleines Engine-Building-Spiel.
Von Alexander Pfister (ca. 30 Min.; 2-4 Spieler)
In diesem Kartenspiel geht es darum Gebäude zu errichten, die spezielle Funktionen haben und sich dann idealerweise gut kombinieren lassen. Gebäude verwandeln Ressourcen in Güter, die dann in anderen Gebäuden weiterverarbeitet werden können. Je wertvoller ein Gut, desto mehr Geld bekomme ich dafür und desto bessere Gebäude und Gehilfen kann ich mir kaufen. Es gilt also ständig seine Produktionsketten im Auge zu behalten, was sehr spannend ist und einige befriedigende Momente bescheren kann, wenn die Dinge so funktionieren, wie man es gerne hätte.
Dazu kommen noch die Elemente des Sonnenauf- und Sonnenunterganges. Wie man es bei Pfisters Kartenspielen schon kennt – Port Royal und Gier – werden solange Karten aufgedeckt, bis etwas eintrifft, dass keine weiteren mehr gezogen werden. In diesem Fall wäre das eine vollständige Sonne. Es werden also mehrere Karten bis zum Sonnenaufgang aufgedeckt, dann gilt es anhand dieser Entscheidungen zu treffen: Was produzieren? Was bauen? Anschließend werden noch weitere Karten bis zum Sonnenuntergang aufgedeckt, die dann gemeinsam mit den vorherigen Karten für die Aktionen verwendet werden können, für welche sich die Spieler entschieden haben. Bei der Entscheidungsphase kann man also riskieren und hoffen, dass entscheidende Karten beim Sonnenuntergang dabei sind, oder man geht auf Nummer sicher und verzichtet eventuell auf entscheidende Punkte.
Das Spiel bietet eine gute Balance zwischen Glück und Strategie, denn beides ist wichtig, um hier zu gewinnen. Es ist aber auch in vielerlei Hinsicht ein Solitär-Spiel und erinnert an Dominion, wo auch jeder seine Karten vor sich hin spielt und die Mitspieler kaum beachtet. Das ist jedoch gar nicht schlimm, denn Downtime gibt es kaum und man hat mit seinen eigenen Karten eh genug zu tun.
Erweiterung 1: Longsdale in Aufruhr
Diese Erweiterung bringt einen Plot ins Spiel sowie konkrete Ziele. Man baut Gebäude also nicht mehr nur, um einfach irgendwie Siegpunkte zu bekommen, sondern um bestimmte Dinge zu erfüllen. Das Basisspiel selbst ist schon sehr lustig, doch jetzt kommt ein klarer Fokus dazu sowie ein Rundenzähler. Die Erweiterung mach aus Dominion Thunderstone, da man eben nicht mehr einfach nur irgendwelche Kartenketten aufbaut, sondern diese auf ein bestimmtes Ziel hin orientiert.
Das Basisspiel alleine gefällt mir schon sehr gut, aber ohne Erweiterung würde ich es wohl nicht mehr spielen. Doch leider endet der Plot in einem Cliffhanger.
Erweiterung 2: Flucht nach Canyon Brook
Diese Erweiterung greift den Plot dort auf, wo er im ersten Teil unterbrochen wurde. Und das ist es auch schon. Wem die Geschichte in der ersten Erweiterung gefallen hat und weitermachen möchte, der sollte hier zugreifen. Mechanisch aber gibt es nichts Neues, außer die Assistenten-Karten, auf denen diesmal der Fokus liegt. Ohne Erweiterung 1, auch wegen einiger Karten, kann diese hier nicht gespielt werden.
Fazit: Mir hat das Basisspiel gut gefallen, aber nicht zu Begeisterungsrufen veranlasst. Mit den Erweiterungen hingegen ist das hier wirklich super und kann absolut empfohlen werden.

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