Film: Young Ones (2014)

Unnötiger und schlecht gemachter Aufguss eines in den letzten Jahren zu oft verfilmten Themas.
Sci-Fi-Western-Drama mit Nicholas Hoult von Jake Paltrow. 100 Min.
Inhalt: In einer postapokalyptischen Zukunft ist Wasser Mangelware und eine Familie versucht verzweifelt, ihre Ranch zu erhalten.
Das Thema ist alt und die Schauspieler mies. Einzig die Roboter und die Landschaftsaufnahmen retten den Film, aber das reicht nicht aus. Denn zu alle dem kommt noch ein sehr langweilige Plot.
Fazit: Macht einen Bogen da drum herum.

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Film: Fury – Herz aus Stahl (2014)

Wenn „David Ayer“ draufsteht, muss ich nicht mehr weiterlesen, sondern greife blind zu. Und auch diesmal hat er nicht enttäuscht.
Kriegsfilm mit Brad Pitt und Shia LaBeouf von David Ayer. 134 Min.
Inhalt: Der Film folgt den Einsätzen einer amerikanischen Panzereinheit im Zweiten Weltkrieg.
Der Film zeigt nicht nur die Grauen des Krieges, sondern schafft es auch, dass der Zuschauer diese fühlt. Die großartigen schauspielerischen Leistungen (LaBeouf ist phänomenal und auch Logan Lerman legte seinen Percy Jackson Balast ab und zeigte beeindruckend, was er drauf hat), die Bilder und Effekte tragen einiges dazu bei.
Das Leben in einem Panzer wird sehr gut dargestellt und die Dynamik, die zwischen dessen „Bewohnern“ entsteht, intensiv thematisiert. Das Highlight aber war sicher die Szene, in welcher die Panzer gegeneinander kämpfen.
Fazit: Für mich seit Der Soldat James Ryan der beste Kriegsfilm.

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Film: Life’s a Breeze (2013)

Herrlich lustiges Irland.
Komödie mit Kelly Thornton von Lance Daly. 83 Min.
Inhalt: Als die Kinder einer Großmutter ihr Haus als Überraschung renovieren wollen, werfen sie alle alten Dinge raus. Leider auch die Matratze mit all ihren Ersparnissen: 1 Million Euro. Daraufhin beginnt eine komplizierte Suche nach einer alten Matratze. Als das dann auch noch im Radio verkündet wird, macht sich ganz Irland auf, die Millionen-Matratze zu suchen.
Zu dem Film gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Die Suche nach Matratze ist witzig und der Kampf der Großmutter um Anerkennung stimmt nachdenklich, zeigt es doch ein wahres Problem unserer heutigen Gesellschaft auf. Die Balance zwischen diesen beiden Elementen macht den Film so großartig.
Fazit: Wer gerne lacht und kein Interesse an dem Hollywood-Quatsch hat, muss hier zugreifen.

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Film: Gone Girl (2014)

Was für ein genial-krasser Film.
Drama mit Ben Affleck und Rosamund Pike von David Fincher. 145 Min.
Inhalt: Eine Frau verschwindet und als die Polizei der Sache nachgeht, stellt sich die Frage, was ihr Mann damit zu tun hat.
Der Film ist nichts für schwache Nerven und zeigt wunderbar, wie einfach Zuschauer manipuliert werden können. Denn nichts ist, wie es scheint. Mehr zu sagen, ist schwierig, da der Film vom Mysterium lebt.
Der Film manipuliert nicht nur uns Zuschauer, sondern behandelt auch das Thema, wie sehr Medien, Nachrichten unser aller Leben, unsere Meinungen beeinflussen. Wunderbar gemacht.
Dazu kommen aber auch noch die großartigen schauspielerischen Leistungen. Vor allem Rosamund Pike hätte sich den Oscar dafür verdient.
Fazit: Absolut sehenswert, aber nicht für jeden.

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Update: Oscars 2015 – Teil 2

Leider ist es mir dieses Wochenende nicht möglich, mehr Zeit dem Blog zu widmen, aber um eure Vorfreude auf nächste Woche zu schüren, hier einige der Dinge, die euch erwarten werden: „Film: Gone Girl“, „Serie: Sanctuary“ und „Spiel: On the Underground“. Mindestens ein Buch ist auch dabei.

Da aber die Oscars vor der Tür stehen, möchte ich es mir nicht nehmen lassen, kurz meine Tipps abzugeben. Die letzten beiden Jahren war ich mit meinen Prognosen sehr erfolgreich, also schauen wir mal, wie es dieses Jahr sein wird. Vorweg sei aber gesagt, dass ich es nicht geschafft habe, sämtliche Filme zu sehen, aber einen Großteil habe ich geschafft und über den Rest habe ich mich informiert.

1 Bester Film – Boyhood
2 Beste Regie – Richard Linklater – Boyhood
3 Bester Hauptdarsteller – Michael Keaton – Birdman
4 Beste Hauptdarstellerin – Ich hätte gern Rosamund Pike – Gone Girl, aber es wird wohl Julianne Moore – Still Alice
5 Bester Nebendarsteller – J. K. Simmons – Whiplash
6 Beste Nebendarstellerin – Meryl Streep – Into the Woods
7 Bestes Originaldrehbuch – Birdman
8 Bestes adaptiertes Drehbuch – Die Entdeckung der Unendlichkeit
9 Bester Animationsfilm – Die Legende der Prinzessin Kaguya
10 Bester fremdsprachiger Film – ?
11 Bester animierter Kurzfilm – ?
12 Bester Kurzfilm – ?
13 Bestes Szenenbild – Grand Budapest Hotel
14 Beste Kamera – Birdman
15 Bestes Kostümdesign – Into the Woods
16 Bester Dokumentarfilm – ?
17 Bester Dokumentar-Kurzfilm – ?
18 Bester Schnitt – Boyhood
19 Bestes Make-up und beste Frisuren – Guardians of the Galaxy
20 Beste Filmmusik – Interstellar – Hans Zimmer
21 Bester Filmsong – „Everything Is Awesome“ aus The LEGO Movie – Shawn Patterson
22 Bester Ton – Interstellar
23 Bester Tonschnitt – Birdman
24 Beste visuelle Effekte – Interstellar

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Buch: Köhlmeier, Michael – Die Abenteuer des Joel Spazierer

Ich bin, für meine Verhältnisse, sehr lange an dem Buch gesessen, aber schlau wurde ich daraus nicht. Was habe ich da gelesen?
Joel ist jemand, der aufgewachsen ist, ohne Moral kennengelernt zu haben und sein Leben auch dementsprechend führt. Er stiehlt, lügt, mordet, wie er es eben für seinen Vorteil braucht, denkt aber nie weiter darüber nach. Er macht, was er muss/will und lebt weiter.
Zu Beginn des Buches dachte ich, es geht vor allem darum, alle Facetten des Lügens zu behandeln. In der Tat erklärt Joel am Anfang auch, was er wie macht, um damit durchzukommen. Doch diese interessanten psychologischen Aspekte gehen irgendwann verloren und es ist nur noch die Geschichte eines Mannes ohne Moral, der einfach lebt um des Lebens Willen. Wie ein Tier macht er das, was er jetzt zum Überleben braucht und mehr interessiert ihn nicht.
Das Buch ist auch gleichzeitg ein missglückter Versuch, anhand dieser Person die Geschichte des Kalten Krieges aus der Persepektive der Menschen Mitteleuropas zu erzählen. So flieht er aus Ungarn nach Österreich, kommt mit den radikalen Kommunisten Italiens in Kontakt und reist am Ende in die DDR, von wo er wiederum am Ende nach Wien zurückkommt. Auch wenn das sehr interessant klingt, sind die historischen Momente so konfus und sporadisch eingeflochten, dass man als Leser kein gutes Bild davon erhält.
Ja, der Protagonist, der ständig seinen Namen ändert und ein Meiser der Manipulation ist, erlebt immer wieder spannende Abenteuer und trifft interessante, da historische Personen. Doch seine anfänglich noch faszinierenden philosophischen Gedanken über sein Leben, seine Fähigkeiten verschwinden mit der Zeit und übrig bleibt nichts.
Ich bin mir durchaus bewusst, dass „große“ Kritiker von „großen“ Zeitungen geschrieben haben, wie toll dieses Buch sei, doch ich kann damit nichts anfangen.
Fazit: Ich gebe offen zu, ich verstehe nicht, was der Sinn hinter diesem Buch ist. Es hat mir nicht gefallen, ich finde es langweilig und missglückt. Aber vielleicht sind andere ja anderer Meinung.

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Buch: Steele, Allen – Coyote 08 (Hex)

Ein spannendes Sci-Fi-Abenteuer.
Hierbei handelt es sich um den achten Band der Coyote-Serie, ist aber ein unabhängiges Buch. Daher habe ich es auch gelesen, denn ich kenne (noch) nichts aus dem Coyote-Universum. Hex ist ein Buch über Abenteuer und Entdeckung im Weltall. Sehr spannend und faszinierend geschrieben.
Eine unbekannte Rasse lädt die Menschen ein, sie besuchen zu kommen und gibt ihnen dafür die nötigen Koordinaten. Dann beginnt eine Reise voller Abenteuer und atemberaubender Entdeckungen.
Hex behandelt das Konzept einer Dyson-Sphäre, ein sehr interessantes Thema und Steele schafft es, dieses Potenzial voll auszunutzen, sei es unter technischen, philosophischen oder politischen Aspekten. Das Buch ist von Anfang bis zum Ende spannend, man will es gar nicht mehr weglegen. Und daher werde ich mich demnächst auch ans erste Buch der Coyote-Serie wagen.
Fazit: Ein absolutes Muss für alle Sci-Fi-Fans.
Update am 05.09.2015: Im Nachinein betrachtet, nachdem ich nun die ersten sieben Bücher gelesen habe, würde ich empfehlen, Hex zwischen Band 06 und 07 zu lesen. Es wurde zwar als Band 08 verfasst, passt zeitlich aber früher, was wichtig ist, um die verschiedenen Hintergrund-Details besser zu verstehen.

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Film: Jupiter Ascending (2015)

Ein optisches Meisterwerk. Mehr aber auch nicht.
Sci-Fi-Action mit Channing Tatum, Mila Kunis und Sean Bean von Andrew „Andy“ Wachowski und Lana Wachowski. 127 Min.
Inhalt: Jupiter – ja, das ist ein Frauenname – erfährt eines Tages, dass sie die eigentliche Königin der Erde ist. Damit beginnt ein unglaubliches Weltraum-Abenteuer, denn es gibt genug Leute, denen das nicht gefällt und daher etwas dagegen unternehmen möchten.
Der Film lebt von seinen grandiosen Effekten und den intensiven Actionszenen. Aber das ist leider nicht genug. Die paar witzigen Momente reichen auch nicht aus. Es fehlt den Charakteren an Tiefe und allgemein gibt es keinen spannenden Plot.
Die Hintergrundgeschichte ist sehr interessant, das erfundene Universum sehr spannend. Aber leider schafft es der Plot nicht, diese Qualitäten besser aufzunehmen. Im Gegenteil passiert genau vier mal (4x!) das gleiche: der supertolle gutaussehende Krieger rettet die hilflose Schönheit im letzten Moment. Wobei der letzte Moment immer knapper wird.
Schade! Und dabei gäbe es hier so viel Potenzial. Vor allem das durchaus philosophische Thema – die Wachowskis sind ja gern in diesen Sphären unterwegs – über den Wert von Zeit und Unsterblichkeit hätte ausgebaut gehört.
Eine Kritik von vielen Seiten ist auch, dass die Actionszenen zu lang sind. Das ist pure Geschmackssache. Hier sind sie sehr gut gemacht, toll anzuschauen und daher für mich auch kein Problem. Wenn sie nur nicht so repetitiv wären. Vier mal das gleiche wird halt langweilig.
Ein Vergleich mit den Guardians of the Galaxy drängt sich natürlich auf, ist aber schwer. Beide Filme sind technische und optische Meisterwerke, wobei mir in der Hinsicht Jupiter Ascending besser gefällt. Beide Filme haben einige witzige Momente, wobei ich es vor allem bei GotG es teilweise schon etwas zu übertrieben fand. Das Universum ist bei beiden faszinierend. GotG ist natürlich Marvel und hat daher einen großen Vorteil. Ich behaupte ja immer noch, dass GotG kein Superheldenfilm ist und ohne den Namen „Marvel“ bei weitem nicht so erfolgreich gewesen wäre. Aber dann kommen die beiden wesentlichen Punkte: Plot und Charaktertiefe. Da kann beides Mal JA nicht mit GotG mithalten.
Fazit: Ein durchaus sehenswerter Film, der aber wohl nicht in die Annalen der Sci-Fi-Filmgeschichte eingehen wird.

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Film: The Imitation Game (2014)

Ein guter Film, der aber nicht weiß, was er eigentlich behandelt.
Historiendrama mit Benedict Cumberbatch von Morten Tyldum. 114 Min.
Inhalt: Der britische Mathematiker Alan Turing möchte die verschlüsselten Nachrichten der deutsch Enigma während des zweiten Weltkriegs entschlüsseln.
Der Film ist nicht schlecht und schafft es, ein eher trockenes Thema, die Erfindung des ersten Computers, spannend darzustellen. Benedict Cumberbatch spielt genau gleich, wie er immer spielt, weshalb es schwer ist, zu sagen, inwiefern in der Darstellung Turings reale Charakterrecherche steckt oder man Cumberbatch einfach hat machen lassen, was er wollte. Dazu kommt noch das Ende, als es plötzlich um Homosexualität geht. Eine moralische Anprangerung der damaligen Art und Weise, wie mit Homosexuellen umgegangen wurde, ist gut und recht, aber dann bitte nicht so in den letzten zwei Minuten hingeklatscht. Entweder ganz weglassen oder besser einarbeiten, aber nicht so.
Fazit: Ein Muss für Benedict Cumberbatch Fans oder historisch Interessierte.

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Film: Revenge of the Green Dragons (2014)

Eine wahre Begebenheit als Beispiel für das Leben illegaler Einwanderer in New York.
Action-Drama mit Justin Chon von Wai-Keung Lau und Andrew Loo. 94 Min.
Inhalt: Zwei chinesische Kinder kommen nach New York, geraten in eine kriminelle Bande und machen dort Karriere.
Der Film schafft es sehr gut, den Flair der 80er Jahre einzufangen und dabei das Schicksal illegaler chinesischer Einwanderer zu thematisieren. Die schauspielerische Leistung ist zwar nicht so gut, was aber durch den spannenden Plot mit einigen überraschenden Wendungen und dem gesamten Stil wettgemacht wird.
Fazit: Ein guter Film, den ich durchaus empfehlen würde.

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