Spiel: Machi Koro (Kosmos)

Von Masao Suganuma (ca. 30 Min.; 2-4 Spieler).
Siedler von Catan mit Karten. Naja, so einfach ist das nun auch wieder nicht, aber es trifft die Essenz des Spieles ganz gut. Also, was müssen wir machen? Unser kleines Dorf soll eine große, blühende Stadt werden. Dazu bauen wir Gebäude, die uns Geld bringen, mit dem wir neue Gebäude bauen, die uns noch mehr Geld bringen, bis der erste alle vier „Monumente“ errichtet hat.
Die Gebäude sind Karten, die jeder in einer Reihe vor sich auslegt. Jedes Gebäude nun hat eine Zahl. Jeder Spieler muss zu Beginn seines Zuges würfeln und alle Gebäude, die die gewürfelte Zahl haben, werden aktiv. Daher also der Sieder von Catan – Vergleich. Denn „aktiv werden“ bedeutete nichts anderes, als dass ich Ressourcen Geld bekomme, mit dem ich dann etwas baue.
Das Spiel ist flott und spannend, gefällt mir sehr gut. Erweiterungen kann es hier wie für Dominion endlos geben.
Fazit: Wer Siedler von Catan– oder Dominion-Fan ist, wird hiermit eine große Freude haben. Aber auch andere werden damit sicher Spaß haben.

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Spiel: Drecksau (Kosmos)

Von Frank Bebenroth (ca. 10 Min.; 2-4 Spieler).
Witziges und schnelles Schweinespiel. Es geht darum, seine drei Schweine als erstes schmutzig werden zu lassen. Aber Achtung, die anderen Mitspieler scheuen nicht davor zurück, deine Schweine zu putzen, wenn sie dreckig sind oder möglicherweise beginnt es sogar zu regnen. Aber keine Sorge, man kann ja ein Haus bauen, das das Schwein schützt. Doch was, wenn ein Blitz einschlägt?
Das Spiel ist witzig und schnell, die perfekte Kombination.
Fazit: Absolut empfehlenswert!

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Serie: Constantine – Staffel 1

Auf den Spuren von Supernatural.
Constantine ist ein cooler (!) Exorzist, der durch Amerika reist – aber egal wohin, sein Haus ist immer fünf Minuten von dort entfernt – um die Auswüchse der Hölle zu bekämpfen.
Die Serie ist nicht schlecht: die Einzelfolgen spannend, eine hohe Produktionsqualität und ein Hauptcharakter mit locker-witzigen Sprüchen – was will man mehr? Aber es stimmt schon, dass die Serie sehr an Supernatural erinnert. Tatsächlich könnte man statt Constantine einen der beiden Brüder hier reinstellen – mit denselben Zeilen – und niemand würde merken, dass es eine andere Serie ist. Hätte Supernatural in den letzten Jahren nicht so stark nachgelassen, würde ich Constantine eventuell verdammen und ignorieren. Da ich aber aufgehört habe, Supernatural zu schauen, habe ich hier nun eine willkommene Alternative gefunden.
Leider aber steht noch nicht fest, ob es eine Zweite Staffel geben wird oder nicht. Dies wird erst im Mai entschieden. Falls es keine geben sollte, wäre dies sehr problematisch, weil die ganze Staffel auf etwas hingebaut hat, das dann nicht kam. Dazu kam noch ein schockierender Satz in der letzten Minute der letzten Folge.
Fazit: Falls sich jemand für die Serie interessiert, empfehle ich ihm, bis Mai zu warten und nur anzufangen, falls es eine zweite Staffel geben wird. Falls jemand aber keine Probleme mit offenen Enden hat und sich eh nur für Einzelfolgen interessiert, dann soll er zugreifen.

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Film: The Water Diviner – Das Versprechen eines Lebens (2014)

Ja, es gab auch einen Ersten Weltkrieg. Und ja, die Türkei hat da auch mitgekämpft. Schön zu sehen, dass das nicht vergessen wurde. Und dabei nicht umsonst der erfolgreichste australische Film 2014 entstand.
Historiendrama von und mit Russell Crowe. 111 Min.
Inhalt: 1915 nahmen türkische Truppen am Ende der Schlacht von Gallipoli die von australischen Soldaten aufgegebene Stellung ein. Der australische Farmer Joshua Connor trauert mit seiner Frau um ihre drei Söhne, die allesamt in dieser Schlacht gefallen sind. Als die Frau aus Depression Selbstmord begeht, verlässt Connor Australien, um die Gräber seiner Söhne zu finden.
Zum Hintergrund des Films: Der Drehbuchautor Andrew Anastasios wollte unbedingt die Schlacht von Gallipoli aufarbeiten, aber nicht in typischer heldenhafter Kampf-Manier, sondern aus einer neuen Perspektive. Bei seiner Recherche stieß er auf eine Fußnote, in welcher stand, dass ein Vater aus Astralien in die Türkei gereist war, um die Gräber seiner Söhne zu finden. Darauf basierend verfasste er dann das Drehbuch.
Es ist ein schöner Film, der sich nicht mit dem Krieg selbst auseinandersetzt, sondern mit dem, was danach folgt. Wir sehen nicht nur Connor und seinen persönlichen Kampf, sondern auch die Türkei und die Auswirkungen, die der Krieg auf dieses Land hatte.
Fazit: Ein wunderbarer Film, den ich jedem wärmstens empfehlen würde.

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Film: Sin City 2 – A Dame to Kill For (2014)

Erfolgloser Versuch, am genialen Original anzuknüpfen.
Action-Thriller mit Jessica Alba, Eva Green und Joseph Gordon-Levitt von Robert Rodriguez und Frank Miller. 102 Min.
Inhalt: Episodenartig werden verschiedene Abenteuer der unterschiedlichsten Charaktere in Sin City gezeigt. Wie gewohnt sind die Charaktere schräg und die Abenteuer blutrünstig.
Der Film ist langweilig. Zu keinem Zeitpunkt erlebt man einen „Wow!“- oder „Iihh!“-Effekt, wie im ersten Teil, nie kommt Spannung auf. Die Story plätschert vor sich hin und hofft, dass die Filmtechnik allein ausreicht. Und auch die Technik weist nicht dieselbe Qualität auf, wie im ersten Teil. Dazu kommen noch die Charaktere, die in ihrer Ausarbeitung mit jenen des Originals nicht mithalten können. Die Schauspieler sind durchaus gut, aber das reicht nicht, wenn der Charakter uninteressant geschrieben ist.
Fazit: Ich weiß wirklich nicht, wem dieser Film gefallen könnte.

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Film: The Prince – Only God Forgives (2014)

Schlecht gemachte Kopie von Taken – 48 Stunden in New Orleans.
Action-Thriller mit Bruce Willis, Jason Patric und John Cusack von Brian A. Miller. 93 Min.
Inhalt: Ein Vater mit speziellem Training erfährt, dass seine Tochter im Drogensumpf von New Orleans entführt wurde und macht sich auf, sie zu finden. Dabei hinterlässt er eine Blutspur in einer Reihe von langweiligen Kämpfen.
Der Plot ist solide, aber halt nicht mehr als die Xte Kopie derselben Story. Dazu kommen schlechte Schauspieler und langweilige Kämpfe. Was Willis und Cusack in diesem Film verloren haben, verstehe ich nicht. Brauchen die so dringend Geld oder machen die nur jemandem einen Gefallen? Denn die stehen nur rum, langweilen sich und spielen lustlos ihre Zeilen.
Fazit: Finger weg von diesem S***!!

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Update: Oscars 2015 – Teil 3

So, die Oscar-Verleihung ist vorbei – sie war sehr langweilig – und so ist es Zeit, meine Prognosen zu kontrollieren: (Siehe Resume am Ende)

1 Bester Film – Birdman. Warum?! Was haben nur alle mit diesem dummen Film? Boyhood hätte es werden sollen, keine Diskussion.
2 Beste Regie – Alejandro González Iñárritu – Birdman. Natürlich, wenn er schon den besten Film hat.
3 Bester Hauptdarsteller – Eddie Redmayne – Die Entdeckung der Unendlichkeit. Ich habe den Film nicht gesehen, kann also nicht mehr dazu sagen.
4 Beste Hauptdarstellerin – Julianne Moore – Still Alice. Richtig!
5 Bester Nebendarsteller – J. K. Simmons – Whiplash. Richtig!
6 Beste Nebendarstellerin – Patricia Arquette – Boyhood. Gute Wahl! Und gute Rede.
7 Bestes Originaldrehbuch – Birdman. Richtig!
8 Bestes adaptiertes Drehbuch – The Imitation Game. Naja, kann man akzeptieren.
9 Bester Animationsfilm – Baymax. Ja, großartiger Film.
10 Bester fremdsprachiger Film – Ida (Polen)
11 Bester animierter Kurzfilm – Liebe geht durch den Magen
12 Bester Kurzfilm – The Phone Call
13 Bestes Szenenbild – Grand Budapest Hotel. Richtig!
14 Beste Kamera – Birdman. Richtig!
15 Bestes Kostümdesign – Grand Budapest Hotel. Ja, die waren super.
16 Bester Dokumentarfilm – Citizenfour
17 Bester Dokumentar-Kurzfilm – Crisis Hotline: Veterans Press 1
18 Bester Schnitt – Whiplash. Wirklich?
19 Bestes Make-up und beste Frisuren – Grand Budapest Hotel. Ich hatte auf die Guardians of the Galaxy gehofft, aber okay, kann man akzeptieren.
20 Beste Filmmusik – Grand Budapest Hotel. Ja, sehr schön.
21 Bester Filmsong – „Glory“ aus Selma. Habe ich nicht gesehen.
22 Bester Ton – Whiplash. Wirklich?
23 Bester Tonschnitt – American Sniper. Habe ich nicht gesehen.
24 Beste visuelle Effekte – Interstellar. Richtig!

Von 24 Oscars habe ich 6 richtig getippt. Dieser verdammte Birdman… Wenigstens hat Grand Budapest Hotel 4 Oscars geholt. Zu einem anderen Zeitpunkt werde ich mich über Sinn und Unsinn solcher Preise auslassen.

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Buch: Arens, Werner und Braun, Hans-Martin – Die Indianer Nordamerikas

Ein weiteres großartiges Buch aus der Beck-Wissen-Reihe.
Das Thema „Die Indianer Nordamerikas“ fasziniert mich schon seit langem und als Laie ist es sehr schwierig, gute Informationen darüber zu finden. Daher bin ich diesem Buch sehr dankbar. Wie viele andere Bücher aus dieser Serie ist es sehr einfach und doch wissenschaftlich geschrieben. Vor allem aber gibt es einen sehr guten Überblick über die Situation der Indianer vor und nach Columbus.
Das faszinierendste am Buch aber sind all die Dinge, die ich über die Indianer gar nicht wusste, etwa dass es im Mississippi-Delta eine frühe Hochkultur gegeben hat, die sogar eine Pyramide gebaut hat (Cahokia). Neben den mir zahlreichen unbekannten Dingen erklärt das Buch aber auch sehr gut Dinge, die ich bereits wusste, in ihrer gesamten Dimension aber noch nicht erfasst hatte, etwas das unterschiedliche Konzept von Privateigentum zwischen Indianern und Europäern.
Fazit: Sehr zu empfehlen, vor allem auch für jene, die sich fragen, wie es den Indianern heute geht.

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Spiel: On the Underground (JKLM Games)

Von Sebastian Bleasdale (ca. 60 Min.; 2-5 Spieler).
Wer schafft es, den faulen Touristen mit seinen U-Bahn-Linien am effizientesten ans Ziel zu bringen?
Wir befinden uns in London und wollen die verschiedenen Stationen mit unseren Linien verbinden. Denn der Tourist möchte von Punkt A nach Punkt B und sollte dabei so viele Linien von mir wie möglich verwenden, damit ich davon profitiere. Viel gilt es in dem Spiel zu beachten, vor allem aber den eigenen Vorrat an U-Bahn-Stäbchen, denn bald kommt die böse Überraschung und man fragt sich, wo man falsch gebaut hat.
Das Spiel ist spannend, aber nicht zu kompliziert. In der ersten Partie weiß man, wie so oft, noch nicht, auf was man achten sollte. Und vor allem gegen Ende des Spiels liegen so viele Linien aus, dass man leicht die Übersicht darüber verliert, wie der Tourist nun eigentlich fahren wird. Konzentration ist also von Anfang bis zum Ende gefragt, denn der letzte Weg kann über Sieg und Niederlage bestimmten.
Fazit: Ein tolles und spannendes Spiel, das ich nur jedem empfehlen kann.

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Serie: Sanctuary – Komplette Serie (Staffel 1-4, fertig)

Eine Monsterserie aus der anderen Perspektive. Sehr interessant.
Während in den meisten Serien wie Akte X oder Supernatural Monster gejagt werden, diese immer böse sind, ist es hier genau umgekehrt. Monster, oder „Abnormale“, wie es politisch korrekt heißt, sind unschuldige Opfer und das Sanctuary-Netzwerk hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese zu schützen. Diese Prämisse bildet die Basis für zahlreiche frische Ideen und deshalb ist die Serie absolut sehenswert.
Zunächst muss man sich an die Computereffekte gewöhnen, denn diese sind schon ziemlich mies, aber die ignoriert man sehr bald, da man sich mit den Charakteren und der Story angefreundet hat.
Die Charaktere nun sind ein weiteres Dilemma: Hier wurden einige Fehler gemacht. Okay, eine Person wollte nach der ersten Staffel nicht weitermachen und wurde ersetzt, das kann passieren. Aber was sie mit dem Charakter von Will Zimmerman gemacht haben, war schon schade. In der ersten Staffel wurde er noch als dieser tolle Psychologe präsentiert, ein moderner Sherlock Holmes, aber ab der zweiten Staffel wurde das komplett verworfen, damit der zu einem pistolenschwingenden Kämpfer wird. Das ist nicht nur schade, sondern auch unlogisch.
Von diesen beiden Punkten abgesehen, sind die ersten zweieinhalb Staffeln sehr spannend und interessant. Ab der Mitte der dritten Staffel wird es nur noch schlecht und in der vierten Staffel merkt man dann sehr gut, dass kaum ein Schauspieler noch richtig motiviert ist.
Der größte Fehler der Serie war meiner Meinung nach, dass sie den Hohlerde-Plot nicht weiter ausgebaut haben, stattdessen kam es zu dieser komischen Invasion. Man hätte da so viel tolles draus machen können, aber nein…
Was aber vielleicht einige noch interessieren könnte: Was Warehouse 13 für Star Trek ist, ist Sanctuary für Stargate. Damit meine ich, dass einige SG-Schauspieler die Serie besucht haben.
Fazit: Wer sich für solche Themen interessiert, hat hier eine gute Serie vor sich, spannend und witzig. Wenn man aber in der Mitte der dritten Staffel aufhört zu schauen, hat man nichts verpasst.

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