Serie: Kohlrabenschwarz – Staffel 1

Spannende Mystery-Serie aus dem bayerischen Hinterland.
Wenn ich letztens die deutsche Serie Der Greif mit Stranger Things verglichen habe, kann man Kohlrabenschwarz hier mit Supernatural vergleichen. Kriminalfälle, die mit alten Mythen und Märchen zu tun haben, müssen gelöst werden. Dabei kommt es zu zahlreichen brenzligen Situationen und nicht selten gibt es auch Horrorelemente.
Mein erster Eindruck war, dass die Fälle ständig eine Gratwanderung zwischen düsterer Realität und Fantasy sind, ohne je eine konkrete Antwort in eine der beiden Richtungen zu geben, was einst ja auch das Rezept von Akte X gewesen war. Das hat mich gereizt und deshalb habe ich eingeschalten. Doch bereits in Folge zwei wird klar, dass es eindeutig Fantasy ist. Das hat mich zunächst gestört, doch wenn man sich dann darauf einlässt, erwartet einen eine kreative und spannende Serie, mit teilweise gut platzierten Witzen. Leider endet die erste Staffel in einem Cliffhanger und ich hoffe doch sehr, dass nächstes Jahr eine Fortsetzung folgt.
Fazit: Empfehlenswert.

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Film: Nobody (2021)

Toller Actionfilm für John Wick Fans.
Action / Thriller mit Bob Odenkirk von Ilja Wiktorowitsch Naischuller. 92 Min.
Inhalt: Als zwei Räuber bei dem durchschnittlichen Hutch Mansell und seiner Familie einbrechen, gelingt es ihm nicht, seine Familie zu verteidigen. Alle halten ihn für einen Feigling. Doch der Vorfall bringt seine Vergangenheit ans Licht, von der niemand etwas ahnt. Er gerät ins Visier eines Drogenbarons und muss seine Familie schließlich in einem Wirbel aus Pistolenschüssen und quietschenden Reifen retten.
Nobody präsentiert sich selbst als 0-8-15-Actionfilm und wäre beinahe in der Masse verschwunden, wenn ich nicht just im richtigen Moment auf der Suche nach einem Film in den Neuheiten der diversen Streamin-Plattformen geblättert hätte. Der Film selbst ist mir dabei aber nicht besonders ins Auge gesprungen, sondern ich erinnerte mich vage daran, einmal eine Empfehlung für ihn erhalten zu haben. Also griff ich danach, schaute ihn an und bereute es nicht.
Der Film lebt von der tollen Action und wird vom grandiosen Odenkirk getragen, der den langweiligen Nobody mit der dunklen Vergangenheit sehr gut darstellt. Der Plot selbst ist auch spannend und kurzweilig, unterhaltsam.
Fazit: Empfehlenswert.

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Spiel: MicroMacro – Crime City (Pegasus Spiele)

Tolles Spiel, das leider nicht für Kinder passt.
Von Johannes Sich (ca. 15-45 Min.; 1-4 Spieler)
Als ich das Spiel in Händen hielt, dachte ich sofort, dass ich das großartig mit meinen Kindern spielen könnte. Aber falsch gedacht! Optisch und mechanisch ist MicroMacro ideal für die Kleinen, aber inhaltlich ist das leider überhaupt nicht der Fall.
Wir haben also ein großformatiges Wimmelbild vor uns, auf dem wir bestimmte Details suchen. Eine Karte gibt uns ein Rätsel auf, dessen Lösung wir suchen. Haben wir die Antwort auf dem Stadtplan gefunden, vergleichen wir diese mit dem Lösungsheft. Soweit funktioniert das Spiel auch super und macht großen Spaß. Wenn da die Rätsel nicht allesamt mit Mord und Totschlag zu tun hätten. Ein paar wenige Rätsel konnte ich mit meinen Kindern spielen und daher weiß ich, dass das großartig funktioniert. Leider sind die meisten Rätsel für Große, obwohl gerade die Kleinen bei so einem Spiel lange beschäftigt wären und Spaß hätten.
Fazit: Empfehlenswert.

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Buch: Borgolte, Michael – Die Welten des Mittelalters. Globalgeschichte eines Jahrtausends

Massiv, imposant, komplett.
In diesem eintausend Seiten starken Werk wird die Geschichte der gesamten Welt akribisch und umfassend dargestellt, von 500 u.Z. bis 1500, von Europa über Afrika nach Asien, aber auch die Amerikas und die Welten des Pazifik. Da es dem Autor aber hauptsächlich darum geht, die mittelalterliche Globalisierung darzustellen, Beziehungsnetze und Kommunikationsräume, liegt der Schwerpunkt auf dem trikontinentalen Bereich Eufrasien, zwischen Schwarzafrika und Arktik. Einer Ereignisgeschichte der Teilgebeite folgt eine Religionsgeschichte und schließlich die Beschreibung des Fernhandels.
Das Problem mit diesem Buch ist, dass es zu detailverliebt ist, ein endloser Schwall an Daten und Namen. Daher ist das Buch eigentlich nur geeignet für Personen mit einem fundierten geschichtlichen Vorwissen, um sich mithilfe ihrer mentalen Landkarte nicht zu verlieren. Grundsätzlich enthält das Werk aber ein vorbildliches Register, wodurch sich einzelne Personen, Orte und Aspekte leicht wieder auffinden lassen.
Fazit: Kann gelesen werden, wenn man sich wirklich für das Thema interessiert.

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Serie: Der Greif – Staffel 1

Positive Überraschung.
Mittlerweile haben Produktionen aus Deutschland, die von Netflix oder Amazon finanziert werden, eine derart hohe Qualität, dass sie den internationalen Vergleich nicht scheuen müssen. Dennoch war ich etwas skeptisch, denn immerhin handelt es sich hier um die Verfilmung eines Buchs von Wolfgang Hohlbein und Fanatsy ist doch ein ganz anderes Kaliber als zeitgenössische Geschichten zu erzählen. Nichtsdestotrotz wurde die Aufgabe mit Bravour gelöst.
Die Serie wurde zeitlich etwas später angesiedelt als das Buch, nämlich in den 90ern, weil eben die Charaktere in der Serie auch älter sind als im Buch. Das trifft sich einerseits gut, um auf der aktuellen Nostalgiewelle zu reiten, andererseits wurde es zum Glück nicht krampfhaft in die Gegenwart versetzt, also aktualisiert, sondern man blieb dem Original so weit wie möglich treu. Es gibt durchaus Momente, bei denen man merkt, dass das halt eine Hohlbein-Geschichte ist, eine deutsche Geschichte, aber das stört überhaupt nicht, ist im Gegenteil ein charmantes Element der Serie.
Insgesamt gibt es viele Änderungen zum Buch, die aber weniger mit dem Plot zu tun haben, sondern lediglich damit, eben eine komplette Staffel zu füllen und die Geschichte modernen Sehgewohnheiten anzupassen. Wer würde schon eine Fantasyserie schauen, die komplett aus der Perspektive eines 13jährigen erzählt wird? Indem der Plot auf drei Jugendliche (Young Adults) aufgeteilt wird, gibt es viel mehr Erzählmöglichkeiten, Charaktertiefe und Hintergrunddetails. Oder mit den Worten von Wolfgang Hohlbein selbst: „Die Annäherung ist schon besser, als ich befürchtet habe. Das hat mir schon richtig gut gefallen. Sie haben sich so weit angenähert, wie es geht.“ (Interview auf kino.de vom 02.06.2023)
Ich selbst habe das Buch nie gelesen, nur die Serie jetzt geschaut und vielleicht hat sie mir deshalb so gut gefallen: ein spannender Plot, eine hohe Produktionsqualität und viel 90er-Nostalgie. Der Vergleich mit Stranger Things ist durchaus gerechtfertig, es ist schließlich eine sehr ähnliche Geschichte – Parallelwelt und ein Charakter mit besonderen Kräften – nur mit weniger Horror.
Fazit: Empfehlenswert.

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Film: The Roundup – No Way Out (2023)

Coole Action aus Südkorea.
Action / Thriller mit Ma Dong-seok von Lee Sang-yong. 105 Min.
Inhalt: Ein Polizist fliegt nach Vietnam, um einen Verbrecher zurück nach Hause zu transportieren. Dort stößt er jedoch auf eine Reihe von Verbrechen gegen koreanische Touristen, die immer blutiger werden und größere Kreise ziehen.
Mittlerweile ist man die hohe Produktionsqualität südkoreanischer Filme eh schon gewohnt und The Roundup – No Way Out ist da keine Ausnahme. Gute Schauspieler, tolle Action und ein spannender Plot garantieren abendfüllende Unterhaltung.
Fazit: Empfehlenswert.

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Spiel: Cascadia (Kosmos)

Tolles Legespiel.
Von Randy Flynn (ca. 30-45 Min.; 1-4 Spieler)
Cascadia beschäftigt sich mit den Lebensräumen und der Tierwelt Nordwestamerikas. Wir bauen abwechselnd unser eigenes Gebiet auf und bevölkern es mit Wildtieren. Wir wählen in jedem Zug ein neues Lebensraumplättchen aus, das mit einem Wildtiermarker gepaart ist. Dann legen wir dieses Plättchen neben unsere anderen und platzieren den Wildtiermarker auf einen geeigneten Lebensraum. Wir müssen das Beste aus dem machen, was uns zur Verfügung steht, um die verschiedenen Punktekarten zu erfüllen und den Sieg davonzutragen.
Das Spiel ist nicht nur schön anzuschauen, sondern bietet aufgrund der diversen Punktewertungen ein interessantes Puzzle mit spannenden Dilemmata. Weil es eben so viele Wertungskarten gibt und in jedem Spiel andere verwendet werden, ist jede Partie anders, was einen hohen Wiederspielwert garantiert.
Die einfachen und intuitiven Regeln machen aus Cascadia ein tolles Familienspiel, das aber auch bei jedem gemütlichen Spieleabend Platz findet.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Buch: Tchaikovsky, Adrian – Die Erben der Zeit

Gelungene Fortsetzung von Die Kinder der Zeit.
Inhalt: Vor vielen Jahrtausenden ist die Menschheit in die Tiefen des Alls aufgebrochen, um neue Welten zu besiedeln. Als die ersten Terraformer bei dem Planeten Nod eintreffen, müssen sie feststellen, dass der Planet nicht so leblos ist, wie sie dachten. Inmitten der Lebensformen auf Nod finden sie aber noch etwas ganz anderes, viel Älteres – und es hat seit Äonen auf neue Wirtskörper gewartet.
Nachdem ich ja das erste Buch dermaßen toll gefunden habe, musste ich dann natürlich sofort zur Fortsetzung greifen. Ich hätte das Buch aber beinahe wieder aus der Hand gelegt, denn ich dachte, es wäre eine Kopie vom ersten Band, nur halt mit einer anderen Tierart. Zum Glück bin ich dran geblieben, denn tatsächlich haben wir hier eine andere Art von Geschichte.
Während wir also im ersten Band den Spinnen zugeschaut haben, wie sie von primitiven Anfängen eine Zivilisationsgeschichte durchlaufen haben und schließlich ins Weltall aufbrachen, hatten die Oktopoden hier von Anfang an einen Startvorschsprung, nämlich die Überreste menschlicher Technologie, aber auch eine brutale Gefahr, nämlich eine außerirdische Lebensform. Und dann kommt auch noch ein Raumschiff der Spinnen ins Sonnensystem der Oktopoden und die Kommunikationsschwierigkeiten sind ihr kleinstes Problem.
Wie bereits der erste Band, ist auch dieser hier absolut faszinierend zu lesen. Die spezielle Biologie, Sichtweise und Kommunikation werden gründlich und nachvollziehbar beschrieben und bieten in diesem Sinne eine einzigartige Lektüre.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Serie: Fubar – Staffel 1

Schwarzenegger is back!
In dieser Serie geht ein CIA-Agent kurz vor seiner Pension noch auf eine letzte Mission, wobei er eine böse Überraschung erlebt, als er seine Nachfolgerin kennenlernt.
Diese Actionkomödie lebt von Arnold Schwarzenegger. Man muss ihn mögen, mit ihm aufgewachsen sein, um dieser Serie irgendetwas abgewinnen zu können. Denn für sich alleine genommen ist Fubar einfach nur schlecht. Mit jeder Episode sinkt die Qualität und die Witze werden immer dümmer. Doch statt dem Allen ein Ende zu setzen, haben wir zum Abschluss einen Cliffhanger ohne Garantie auf Fortsetzung.
Wie gesagt lebt die Serie von Schwarzenegger und weil sie eben von ihm lebt, muss man sie auf Englisch schauen, denn die meisten Witze basieren auf Sprache und Aussprache. Wenn er etwa deutsche Schimpfwörter verwendet oder die anderen Schauspieler seine Sprechweise imitieren, dann sind das witzige Momente, die aber nur im Original funktionieren und in der Übersetzung verloren gehen.
Das ist aber auch schon alles, was diese Serie hervorhebt. Wer Schwarzenegger nicht mag, ihn nicht schätzt, oder ein jüngeres Publikum, das ohne ihn aufgewachsen ist, sollte einen Bogen um diese Serie machen.
Fazit: Nur für Schwarzenegger-Fans.

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Film: Dungeons & Dragons – Ehre unter Dieben (2023)

Tolle Unterhaltung.
Fantasy / Abenteuer mit Chris Pine von John Francis Daley und Jonathan Goldstein. 134 Min.
Inhalt: Ein liebenswerter Dieb und eine Gruppe ungleicher Abenteurer unternehmen einen riskanten Raubzug, um eine verlorene Reliquie zurückzuerlangen. Als sie sich auf dem Weg mit den falschen Leuten anlegen, droht ihre Mission jedoch zu scheitern. Auch der Mann, der die begehrte Reliquie nach einem Raub in seinem Besitz hat, ist gefährlich: Er macht mit einem mächtigen roten Zauberer gemeinsame Sache und schmiedet düstere Pläne für die Zukunft.
Humor, Action, Spannung, Effekte, Schauspieler – einfach alles passt in diesem Film. Außerdem ist der Film großartig in die Welt von Dungeons & Dragons eingebettet. Fans des Rollenspiels werden die Welt sofort wiedererkennen, viele beliebte Details entdecken und den Ausflug in ihr Hobby genießen.
Doch auch wer sich nie mit diesem Spiel beschäftigt hat, wird vom Film prächtig unterhalten werden, solange er sich auch nur ein bisschen für Fantasy interessiert. Man darf sich halt kein monumentales Epos erwarten. Es ist eine kleine Geschichte, die schön erzählt wird.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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