Starke Eingewöhnungsphase, aber dann richtig toll.
Ich bin durchaus ein Fan von Animation und Zeichentrick, wenn es gut ausschaut und inhaltlich passt. Daher habe ich auch damals freudig auf die Nachricht reagiert, dass eine Star Trek Animationsserie kommen würde. In meinem Hinterkopf habe ich mir nämlich etwas wie Star Wars: The Clone Wars oder zumindest wie Star Wars Rebels vorgestellt. Doch NEIN! Die Schöpfer von Rick and Morty wurden angeheuert. Als ich dies vernahm, schwante mir Übles. Dennoch wollte ich der Serie eine Chance geben, weil ich einfach allem eine Chance gebe, wo Sci-Fi drauf steht. Doch dann kam die erste Szene der ersten Episode und ich hätte am liebsten sofort wieder abgedreht. Was ich aber zum Glück nicht getan habe, weil ich zu diesem Zeitpunkt gerade eine Schüssel Heidelbeeren mit Vanillejoghurt in Händen hielt und keine Lust hatte mich zu bewegen. Nun, diese erste Szene war ein Ausrutscher, keine Vorschau auf die kommende Qualität. Tatsächlich habe ich mich bald an den Zeichenstil gewöhnt, meiner Meinung nach viel besser als Rick and Morty, wenn auch im Kern ähnlich. Wichtiger aber ist der Humor. Die überdrehten Gags im Sinne von Rick and Morty gibt es nur sehr selten, bei den paar Szenen muss man sich halt durchkämpfen, aber Großteils ist es eher auf dem Niveau von The Orville, was mir persönlich ja gut gefällt. Die Serie besteht ganz klassisch aus Einzelepisoden, jede Folge erzählt also eine eigene Geschichte und deren Qualität reicht teilweise durchaus an jene der früheren Star Trek Serien oder von The Orville heran.
Der Hauptgrund aber, weshalb ich voll des Lobes bin, sind die Charaktere. Kein einziger Charakter aus Star Trek Discovery oder Star Trek Picard war für mich irgendwie interessant. Im Gegensatz dazu würde ich gerne jedem einzelnen Charakter hier auf der U.S.S. Cerritos weiter folgen und entsprechend freue ich mich schon auf die zweite Staffel.
Fazit: Empfehlenswert.
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