Spiel: Morty Sorty Magic Shop (Schmidt Spiele)

Regalmanagement.
Von Markus Slawitscheck (ca. 30 Min.; 2-4 Spieler)
Spiele-Hit Familie 2026 (Österreichischer Spielepreis)
Das taktische Legespiel Morty Sorty Magic Shop enttäuscht trotz seines magischen Themas. Als Lehrlinge in einem Zauberladen versuchen die Spielenden, ihr eigenes Regaltableau möglichst gewinnbringend mit Zutatenplättchen wie Allraunen oder Gewitterwolken zu füllen. Das Spielprinzip basiert auf dem Ziehen von fünf Plättchen aus einem Stoffbeutel, die anschließend geworfen werden, um zufällig ihre Vorder- oder Rückseite zu bestimmen. Reihum wählt man ein Gefäß aus und muss dieses in einer der drei Regalreihen platzieren, wobei die aufgedruckten Zahlen von links nach rechts zwingend in aufsteigender Reihenfolge liegen müssen. Zudem schränken die Deckelfarben die Platzierung stark ein, da schwarze Deckel nur unten und goldene Deckel flexibel einsortiert werden dürfen. Wer nicht passend legen kann, muss passen und erhält als Trostpreis ein Kätzchen für minimale Bonuspunkte.
Was theoretisch nach einem kurzweiligen Puzzlespaß klingt, erweist sich in der Praxis als frustrierend glückslastige Fleißarbeit. Die thematische Einbindung der Zaubertränke wirkt komplett aufgesetzt, da man letztlich nur dröge Zahlenkolonnen sortiert. Durch den hohen Zufallsfaktor beim Ziehen und Werfen der Plättchen wird jede strategische Planung im Keim erstickt, während gleichzeitig jegliche direkte Interaktion zwischen den Spielenden fehlt. Am Tisch puzzelt lediglich jede Person stumm vor sich hin, was den Spielablauf trotz der kurzen Spieldauer zäh und uninspiriert wirken lässt.
Fazit: Nicht zu empfehlen.

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