Film: Terminator Genisys (2015)

Gar nicht sooo schlecht.
Sci-Fi-Actionfilm mit Arnold Schwarzenegger von Alan Taylor. 126 Min.
Inhalt: Chaotische Zeitreisen, viel Action – Bumm, Bumm, Kawumm.
Zugegeben, ich lag krank mit Fieber im Bett, als ich diesen Film gesehen habe, aber dennoch emfpinde ich ihn nicht als die Katastrophe, von der alle sprechen. Ja, der Plot ist absolut chaotisch und unlogisch, die Schauspieler schlecht – Schwarzenegger hat verlernt, wie man einen Terminator spielt – und die Dialoge einfach nur mies.
Aber der Hauptgrund, weshalb ich den Film gesehen habe, war die Action und die ist solide. Wenn man vom Film nicht mehr als gute Action erwartet, wird man, wie ich, nicht enttäuscht werden. Und der Anfang ist sogar super, als sie in die 80er reisen und man mit Nostalgie-Häppchen aus dem ersten Teil bedient wird.
Fazit: Ideal für jene Momente im Leben, in denen man einen Film sehen will aber keinen Plot haben möchte.

Spoiler! Ich versuche jetzt mal den Plot zu rekonstruieren: Terminator und Soldat reisen in die 80er. Terminator will Sarah Connor töten, Soldat sie retten. Aber da ist schon ein Terminator, der Sarah bereits beschützt, seit sie 8 Jahre alt ist, als ein anderer Terminator sie schon einmal hatte töten wollen. Wann die dahin geschickt worden sind und von wem, wird nie erklärt. Dann beschließen guter Terminator, Sarah Connor und Soldat ins Jahr 2017 zu reisen und Skynet eine Stunde vor seinem Start zu zerstören. Warum geben die sich nur so wenig Zeit? Warum nicht viel früher das ganze bereits im Keim ersticken? Dort entdecken sie, dass ein neuartiger Terminator aus der Zukunft kommt, um Skynet zu bauen. Moment, Skynet baut sich selbst? Es wird sein eigener Vater? Es wird erwähnt, dass sie ohne diesen Terminator Skynet nicht hätten bauen können, aber wie ist dann Skynet ursprünglich gebaut worden?
Okay, ich höre auf, habe schließlich noch andere Dinge zu erledigen.

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Film: Tomorrowland (2015)

Ganz toller Film.
Sci-Fi-Abenteuerfilm mit George Clooney und Britt Robertson von Brad Bird. 130 Min.
Inhalt: Casey Newton, ein hochbegabtes und neugieriges Mädchen, erhält eine seltsame Anstecknadel. Wenn sie diese berührt, erblickt sie eine fantastische Welt, die mit unglaublicher Technologie gefüllt ist. Nun beginnt eine abenteuerliche Reise, diese Welt zu finden und zu retten.
Ich war schon immer ein Fan von Abenteuerfilmen, denn die schaffen es am besten, jemanden dazu zu verleiten, zu staunen und zu träumen. Speziell als Jugendfilme finde ich die besonders schön und davon gibt es leider viel zu wenig. Daher bin ich sehr froh, dass es Tomorrowland jetzt gibt: Ein tolles Abenteuer für Kinder und Jugendliche, aber auch für Erwachsene.
Die Story passt, die Schauspieler sind großartig, die Effekte super. Mehr erwarte ich nicht.
Fazit: Absolut sehenswert.

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Film: Pitch Perfect 2 (2015)

Solide Fortsetzung nach Standardmuster.
Komödie mit Anna Kendrick von Elizabeth Banks. 115 Min.
Inhalt: Die Mädls haben einen neuen Gegner. Der ist größer, besser und international. Sie verlieren. Es kommt zu einer Sinnkrise. Sie müssen wieder zueinanderfinden, ihre Ursprünge entdecken. Im Finale kommt es zu einem erneuten Aufeinandertreffen mit dem Gegner.
Der Film hat im Grunde das Standardmuster der meisten Fortsetzungen kopiert, was ja nicht falsch ist. Diese Vorlage garantiert nun mal einen soliden, wenn auch nicht überragenden Film. Wichtiger ist das Drum-Herum um diesen seichten Plot. Die Chemie zwischen den Mädls passt, die Gesangseinlagen sind wieder großartig, einige gelungene Witze finden sich auch hie und da, also eigentlich ein tolles Paket. Das einzig negative sind die zahlreichen Handlungsstränge, die immer wieder aufgegriffen werden. Da für keinen genug Zeit ist und es wirklich viele davon gibt, wirkte der Film teilweise unglücklich zusammengeschustert.
Fazit: Wer den ersten Film mochte, wird auch hier seine Freude haben. Wer den ersten noch nicht kennt, sollte eher den schauen und nicht diesen.

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Spiel: Carcassonne – Star Wars (Hans im Glück)

Von Klaus-Jürgen Wrede (ca. 35 Min.; 2-5 Spieler).
Ein Spiel der Kategorie „unnötig“.
Wenn jemand das Spiel in die Hand nimmt, weil er Star Wars Flair erwartet, wird er enttäuscht werden, denn es ist ein klassisches Carcassonne-Spiel, nur halt im Weltall. Doch auch Carcassonne-Fans werden enttäuscht werden, denn hier wurde eine Kampfregel eingeführt und dem Spiel wurden Würfel beigelegt. Würfelkämpfe in Carcassonne? Also bitte, wer hatte denn diese Schnappsidee?
Sollte es Carcasonne-Fans geben, die das Kämpfen in diesem Spiel vermisst haben, dann werden sie jetzt sicher glücklich werden. Ich bezweifle aber, dass es viele davon gibt.
Fazit: Dass ein Verlag so ein Spiel produziert, ist wirtschaftstechnisch absolut nachvollziehbar.

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Spiel: Orkensturm (Ulisses Spiele)

Von Andrea Chiarvesio (ca. 90 Min.; 3-8 Spieler).
„Schuster, bleib bei deinen Leisten“, ist hier wohl angebracht.
Nur weil jemand die Kapazitäten hat, ein Spiel zu entwickeln, heißt das nicht, dass er das auch unbedingt tun muss. Wie eben hier.
Zunächst sei erwähnt, dass der Titel gar nichts mit dem Spiel zu tun hat, denn es gibt keine Orks! Das Spiel handelt von Intrigen in einer Stadt. Hä? Nun gut, es ist ein DSA-Spiel und ist nun mal zeitlich im „Orkensturm“ angesiedelt. DSA-Fans werden das also ohne Diskussion akzeptieren, aber der Rest? Ich etwa finde die Namensgebung lächerlich irreführend.
Wenn das Spiel also für DSA-Fans gedacht ist, wird der Charme Aventuriens ausgestrahlt? Leider Nein. Ob das Spiel in Gareth, im mittelalterlichen Tokyo oder im antiken Athen angesiedelt ist, macht überhaupt keinen Unterschied.
Dafür ist das Regelwerk DSA-typisch: lang, unübersichtlich und unnötig kompliziert.
Orkensturm ist, wenn man es einmal verstanden hat, ein komplexes Strategiespiel. Aufgrund des draufgeklatschten Themas bleibt es jedoch nicht mehr als eine abstrakte Farben-Verschiebung. Dazu kommt noch der immense Glücksfaktor bei den unbalancierten Karten.
Fazit: Sorry, aber dieses Spiel kann ich absolut nicht empfehlen.

Nachtrag: Wie spielt man Orkensturm eigentlich?
In der Stadt gibt es zwei Gruppen, die um die Vorherrschaft streiten. Als Spieler entscheiden wir uns, welche Gruppe wir unterstützen wollen. Diese Entscheidung kann sich im Laufe des Spiels immer wieder ändern. Wir haben also ein Semikooperatives Spiel. Eine der beiden Gruppen unterstützen wir, indem wir mit den Karten verschiedene Einflussmarker bewegen.

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Spiel: Fliegende Teppiche (Adlung)

Von Lorenz Kutschke (ca. 20-40 Min.; 2-4 Spieler).
Ich werfe Karten…
Auf dem Tisch liegen verschiedene Karten wild verstreut herum. Jeder Spieler hat eine Teppich-Karte und wirft diese auf den Tisch. Alle Karten, auf denen der Teppich liegt, gehören dem Spieler. Damit es im Spiel auch eine Strategie gibt, gilt es Kombinationen zu sammeln, um Punkte zu bekommen. Und damit das Spiel auch etwas Interaktion hat, gibt es Dschinn-Kämpfe, wenn mehrere Spieler dieselben Karten verdecken.
Aufgrund der Einfachheit und der Kürze bietet das Spiel genügend Spielspaß, um öfters wiedergespielt zu werden.
Fazit: Nett für kurze Pausen.

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Buch: Miéville, China – Stadt der Fremden

Selten einen so ideenreichen, fantastischen Sci-Fi-Roman gelesen.
Inhalt: Auf einem Planeten weit weit weg haben die Menschen eine Botschafterstadt errichtet. Avice Benner Cho wächst dort auf und aus ihrer Perspektive erfahren wir, wie sich die Beziehungen zur indogenen Rasse verändert haben.
Einen derartigen Ideenreichtum, wenn es um außerirdische Rassen und futuristische Technologie geht, habe ich selten erlebt. Das Hauptthema aber ist Sprache. Ich selbst habe ein Interesse an Sprachwissenschaft und als Leser dieses Buches sollte man ein minimales Interesse dafür mitbringen, sonst kann man diesem Roman nicht viel abgewinnen.
Miéville setzt sich hier wunderbar mit den Lehren Derridas auseinander, mit den Konzepten „langue“ und „parole“. Derridas Gedanken werden anhand der Rasse illustriert, die auf dem Planeten lebt, auf der sich die Botschafterstadt befindet. Diese Rasse heißt Arikei, wird aber von den Menschen Gastgeber genannt. Diese Arikei haben nun eine ganz eigene Sprache, die komplett anders funktioniert, als alles bisher Bekannte. Sie haben nur Worte für das, was sie sehen oder gesehen haben. Metaphern, Ideen, Phantasie existieren nicht. Damit einher geht auch, dass sie nicht lügen können.
Leider kommt auch hier, wie so oft, wegen der tollen Idee der Plot zu kurz. Positiv aber ist, dass die Idee, die Beschreibung und Entwicklung der Sprache, bis zum Ende interessant bleibt, wodurch der sehr dünne Plot eigentlich Nebensache wird.
Fazit: Die ersten Kapitel sind sehr gewöhnungsbedürftig, aber dann großartig.

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Serie: Brooklyn Nine-Nine – Staffel 2

Zwar nicht so gut wie Staffel 1, aber dennoch witzig und sehenswert.
Irgendwie ist die Frische in der Serie verloren gegangen und man merkt einige Male, wie sich Schauspieler zu etwas zwingen müssen, es wirkt einfach unnatürlich. Das ist aber relativ selten und wird dafür von anderen Szenen wettgemacht. Das Highlight ist sicher die Rivalität des Captains mit einer seiner Vorgesetzten. Großartig!
Fazit: Momentan die beste Comedy-Serie. Ich freue mich auf Staffel 3.

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Film: Gefühlt Mitte Zwanzig – While We’re Young (2014)

Netter Film über die Probleme des Altwerdens.
Drama-Komödie mit Ben Stiller. 97 Min.
Inhalt: Als ein Ehepaar realisiert, dass es alt wird, versucht es seine jugendliche Frische wieder zu gewinnen, indem es mit einem sehr jungen Paar Zeit verbringt.
Der Film lebt von den großartigen Schauspielern und ich finde Ben Stiller ist als Drama-Schauspieler eh viel besser als als Komödiant. Und auch die Botschaft des Films – man muss nicht jung sein, um glücklich und energetisch zu sein – finde ich sehr gelungen. Dennoch finde ich, dass sich der Film in eine Richtung entwickelt, die ich so nicht erwartet hatte. Das erste Drittel des Films ist mit den obligatorischen Witzen gefüllt, die halt entstehen, wenn alte Leute jung sein wollen. Im zweiten Drittel folgt dann die Sinnkrise. Doch das letzte Drittel bringt eine Wendung, die zwar überraschend und spannend ist, aber irgendwie gar nicht meinen Erwartungen entsprochen hat.
Tatsächlich finde ich, dass aufgrund bestimmter Tatsachen des Ehepaars und wegen dieser Wendung, der Film den Anspruch verliert, eine allgemein gültige Botschaft zu präsentieren. Ich hätte gern eine etwas andere Entwicklung gesehen, damit die Botschaft einfach stärker wirkt und sich mehr Menschen darin wiederfinden können.
Fazit: Der Film ist nicht schlecht und wird am Ende spannend, er hat sich jedoch selbst ein Bein gestellt und seine Prämisse irgendwann aus den Augen verloren.

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