Gedankensprung: Meine 10 Lieblingsspiele

Hier also meine Top 10 Spiele aller Zeiten (wird jährlich aktualisiert).

Zunächst auf Ehrenplatz 11: Mombasa; Targi; Agricola; Blue Moon City; Oregon; Die Siedler von Catan; Cacao; Great Western Trail; Lords of Waterdeep; Hanamikoji; Pulsar 2849; Cry Havoc; Reef; Ethnos; Otys; Ohne Furcht und Adel; Dixit; Carcassonne; Five Tribes; Century; Underwater Cities; Nusfjord; Clank! In! Space!; KeyForge; The Artemis Project; Coimbra; Maracaibo; Isle of Skye; Flügelschlag; Imhotep – Das Duell; Floriferous; Pax Pamir; Spirits of the Wild; Libertalia – Winds of Galecrest; Yokai Sketch; Cascadia – „Rolling Rivers“ & „Rolling Hills“; Nunatak – Tempel aus Eis; Die Säulen der Erde; Agent Avenue; Snow Tails; Shogun.

10. Wettlauf nach El Dorado
9. Kyklades
8. Ad Astra
7. Twilight Imperium: Fourth Edition
6. Nippon
5. Blackout Hong Kong
4. Seven Wonders Duel
3. Blue Moon
2. Gaia Project
1. Dune Imperium

Letztes Update am 29.01.2026

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Buch: Kazantzakis, Nikos – Alexis Sorbas

Ein philosophisches Abenteuer auf Kreta.
Inhalt: Ein Mann – immer nur „Chef“ genannt – möchte auf Kreta eine Braunkohlemine eröffnen und engagiert Alexis Sorbas als Vorarbeiter. Doch eigentlich möchte keiner der beiden wirklich arbeiten, sondern einfach nur das gemütliche Leben genießen.
Schon vor Jahren habe ich den großartigen Film gesehen und bin froh, dass ich nun auch das Buch gelesen habe. Auch wenn der Film den Geist des Buches sehr gut einfängt, was moderne Literaturverfilmungen ja nicht mehr schaffen, hat er dennoch einige Handlungsstränge weggelassen und das Ende verändert.
Viele Menschen nehmen dieses Buch zur Hand, in der Hoffnung, die griechische Lebenswelt, einen typischen Griechen kennenzulernen. Aber das ist ein Missverständnis, das Verleger vielleicht sogar bewusst verbreiten. Sorbas ist ein Frauenheld, ein Landstreicher und ist genausowenig „typisch“ griechisch wie das kleine hinterwäldlerische Dorf auf Kreta, in dem das Buch spielt.
Außerdem ist das Buch aus heutiger Sicht sicherlich nicht politisch korrekt, wenn man liest, was Sorbas über Frauen und Türken zu sagen hat.
Wie dem auch sei, das Buch ist eigentlich ein großer philosophischer Diskurs über Themen wie „Freiheit“, „Gott“, „Tod“ und „Vaterland“. Der Chef ist ein intellektueller Mann, der viel gelesen hat und alle Antworten in Büchern sucht. Er versucht der buddhistischen Lehre zu folgen, um Freiheit zu finden. Und Sorbas ist das genaue Gegenteil, ein standfester Grieche, der schon viel erlebt und viel gesehen hat, und das einzige Buch, das er je gelesen hat, ist „Sindbad, der Seefahrer“. Das faszinierende am Buch sind nun die Dialoge zwischen diesen beiden Männern. Der Chef ist nämlich so fasziniert davon, welch einfache Antworten Sorbas auf hochphilosophische Fragen oder einfach nur welche Ansichten er zu alltäglichen Problemen hat.
Alexis Sorbas ist ein sehr interessantes Buch, das vielleicht bekannteste der modernen griechischen Literatur, es ist lustig, regt viel zum Nachdenken an und ist teilweise auch heute noch aktuell. Wenn Sorbas etwa sagt „Bulgare oder Grieche, das ist mir egal. Ob er gut oder schlecht ist, das ist das Einzige, was zählt.“, dann ist das schon etwas Zeitloses.
Fazit: Trotz seiner philosophischen Tiefe ein locker gehaltenes Buch und ein Muss für entsprechend interessierte Personen.

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Serie: Defiance – Staffel 3

Auch die dritte Staffel enttäuscht nicht und ist für Sci-Fi-Fans vielleicht sogar noch interessanter als die ersten beiden.
Defiance steht zwei Gefahren gegenüber: Einer amoklaufenden Armee und einer neuen Alienrasse, die stark an Vampire erinnert. Aber Defiance wäre nicht die Stadt, die wir lieben, wenn sie nicht bis zum wortwörtlich letzten Blut kämpfen würde.
Ich finde, dass der Plot hier von Anfang bis zum Ende sehr spannend ist und es ein großartiges Finale gibt. Die Qualität ist dieselbe wie in den anderen Staffeln, Fans können also sehr zufrieden sein.
Ob es eine vierte Staffel geben wird, wurde noch nicht geklärt. Ich sage es aber ganz offen: Es braucht keine! Die drei Staffeln wirken wie eine lange symbiotische Geschichte, mit einem tollen Finale, das man so stehen lassen kann. Obwohl ich ein großer Fan bin, habe ich lieber hier ein Ende, als wie so oft (Stargate SG1, Falling Skies) eine miese Draufgabe, die jeden enttäuscht. Natürlich, sollte es eine vierte Staffel geben, werde ich sie schauen und falls sie gut sein sollte, wäre ich sehr glücklich. Die Erfahrung spricht aber dagegen.
Fazit: Super.

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Show: Mit offenen Karten

Kein Wochenende ohne Mit offenen Karten.
Diese Show auf Arte bringt jeden Samstag 10 Minuten geballte Information zu allen möglichen Themen. Alles, was man sieht, sind Karten und Grafiken. Mehr ist aber auch nicht nötig, wäre sogar überflüssig und verwirrend.
Diese Show ist für mich bei Weitem das Beste, was das deutschsprachige Fernsehen zu bieten hat. Denn vor allem kommen auch regelmäßig Themen, über die man sonst nichts hört, wie letztens eine Folge über Weißrussland. Wann sonst erfährt man etwas über dieses Land? Und in 10 Minuten habe ich mehr gelernt, als eine Standard-Dokumentation im Stil von Terra X oder Universum bieten könnte.
Und hier der Link zur verpassten Folge: >Mit offenen Karten<
Fazit: Ein Muss!

Update 04.08.2025: Ich schaue sie immer noch regelmäßig und bin weiterhin begeistert.

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Buch: Weir, Andy – Der Marsianer

Was für ein tolles Buch! Einfach nur fantastisch.
Inhalt: In nicht allzu ferner Zukunft landen Astronauten auf dem Mars. Als sie jedoch von einem Sandsturm erfasst werden, müssen sie notevakuieren und lassen dabei den todgeglaubten Mark Watney zurück. Doch der ist nicht Tod, dafür aber nun gestrandet auf dem Mars und muss irgendwie vier Jahre lang überleben, bis die nächste Marsmission landet und ihn aufklauben kann. Zum Glück ist er Ingenieur und Botaniker in einer Person, ein futuristischer MacGyver. Er wird übrigens ein Space-Pirat.
Das Buch lebt von der Wissenschaft. Watney beschreibt nämlich in seinem Tagebuch ganz genau, was er jeden Tag gemacht hat, um sein Überleben zu garantieren. Und diese Einträge sprotzen nur so von wissenschaftlichen Erklärungen, die jedoch dank der tollen und witzigen Sprache gut verständlich sind. Sogar NASA-Experten haben erklärt, dass das Buch realistisch und zu über 80% wissenschaftlich korrekt sei. Der größte Fehler im Buch – und den hat der Autor selbst zugegeben – ist der Sandsturm zu Beginn, der so auf dem Mars nicht möglich ist. Diese künstlerische Freiheit neben der Tatsache, dass ausgerechnet der Austronaut von der ganzen Crew zurückgeblieben ist, der als einziger sämtliche Kompetenzen besitzt, um zu überleben, sei aber gestattet, da sie nötig sind, um uns überhaupt dieses faszinierende Buch zu liefern.
Wer sich also nicht für Erklärungen interessiert, wie Kartoffel angepflanzt werden können oder wie Solarpanele funktionieren – warum sollte das einen nicht interessieren?! – der hat hier wohl das falsche Buch.
Wenn ich aber über dieses Buch spreche, muss ich auch über den Film sprechen, der nun in den Kinos startet. Ich halte dieses Buch für unverfilmbar, da ich keine Lust habe, zwei Stunden Matt Damon zuzuschauen, wie er in die Kamera spricht und Dinge erklärt. Außerdem habe ich bereits im Trailer bemerkt, dass sein Tonfall bei gewissen Wörtern gar nicht dem entspricht, wie ich es mir beim Lesen vorgestellt habe. Zusätzlich sagt er im Trailer zwei Sätze, die so im Buch nicht vorkommen und die eigentlich gar nicht zum Buch und seinen Charakter passen. Daher schwant mir Übles. Weiters ist der Trailer sehr actionlastig und somit werden sicher viele Leute enttäuscht sein. Wenn der Film nämlich wie der Trailer ist, werden die Fans des Buches enttäuscht sein. Ist der Film jedoch wie das Buch, werden die Fans des Trailers enttäuscht sein.
Aber genug vom Film, alles was zählt, ist das Buch. Das aufgrund seiner tollen und witzigen Sprache auch all jene verstehen können, die keinen wissenschaftlichen Hintergrund haben, sondern sich lediglich dafür interessieren.
Fazit: Fantastisch.

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Film: Selfless (2015)

Netter Film mit interessanter Idee.
Sci-Fi-Actionthriller mit Ryan Reynolds und Ben Kingsley von Tarsem Singh. 117 Min.
Inhalt: Eine Firma bietet an, die Seele, das Wissen, die Persönlichkeit von sterbenden Menschen in Klone zu transferieren, um ewig zu leben. Als Damian sich dieser Prozedur unterzieht, ahnt er nicht, was ihn erwartet. Plötzlich sind da falsche Erinnerungen. Oder sind es doch echte? Damit beginnt eine actiongeladene Suche zu einer unglaublichen Wahrheit.
Ich finde die Idee super und der Film selbst ist auch eine solide Actionkost. Einzig wird das Rätsel für meinen Geschmack zu früh gelüftet, weshalb der Rest nur noch eine vorhersehbare 0-8-15-Storyline ist. Reynolds und Kingsley spielen gut, gibt es nichts auszusetzen.
Fazit: Guter Film, der zu früh an Spannung verliert. Dennoch tolle Abendunterhaltung.

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Film: Inside Out – Alles steht Kopf (2015)

Großartiger Film mit toller Botschaft.
Animationsfilm von Pete Docter und Ronnie del Carmen. 94 Min.
Inhalt: Jeder Mensch wird von den fünf Emotionen Freude, Traurigkeit, Furcht, Wut und Ekel geleitet. Doch was passiert, wenn ein kleines Mädchen elf Jahre alt wird, in eine neue Stadt zieht und genau dann die Emotionen Freude und Traurigkeit verloren gehen? Während also die beiden Kobolde Freude und Traurigkeit eine wunderbare Reise durch die Gefühlswelt des Mädchens machen, durch ihr Unterbewusstsein, ihr abstraktes Denken und vieles mehr, versuchen die Kobolde Furcht, Wut und Ekel von der Kommandobrücke aus alleine das Leben des Mädchens zu meistern, doch kann das nicht funktionieren.
Der Film ist lustig und süß, hat großartige Dialoge und sprüht nur so von fantastischen Ideen. Der wichtigste Grund aber, weshalb ich diesen Film so gut und wichtig finde, ist die Botschaft: Es ist okay, traurig zu sein!
Fazit: Absolut sehenswert!

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Buch: Steele, Allen – Orbital Decay

Ein Buch aus dem Jahre 1989 über das Jahr 2016.
Inhalt: Die Geschichte spielt auf einer Raumstation im Orbit der Erde, auf der ein Solarpanel konstruiert werden soll, um die Erde mit Energie zu versorgen. Die Arbeiter erfahren jedoch von einem geheimen Plan der US-Regierung und wollen diesen nun stoppen.
Nicht nur, dass das Buch selbst großartig geschrieben ist, mit tollen Charakteren und einem spannenden Plot, aber für uns moderne Leser bietet dieses Buch vor allem einen zweiten interessanten Aspekt: Die Zukunftsvision für das Jahr 2016.
1989 konnte sich Steele noch nicht vorstellen, dass die Sowjetunion zusammenbrechen würde, weshalb sie im Buch die große Konkurrentin der USA im Weltraum ist. Dies und viele andere Details brachten mich zum Schmunzeln, wie etwa auch, dass auf der Raumstation alle noch mit Kassetten hantieren.
Was mich aber am meisten faszinierte, war, dass Steele beschreibt, wie die NSA mithilfe eines dichten Satellitennetzes das Programm „Big Ear“ einsetzt, um die gesamte Welt auszupionieren und auch die Bürger des eigenen Landes. Er beschreibt dann sehr schön, wie die Arbeiter, die das entdecken, darüber diskutieren, warum das falsch ist, warum die NSA damit aufhören sollte und was man dagegen machen könne.
In der Ära von Edward Snowden ist dieses Thema aktueller denn je…
Fazit: Ein tolles Buch, das uns Menschen im Jahre 2015 vielleicht sogar noch mehr bietet, als den Leser damals im Jahre 1989.

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Buch: Bohn, Robert – Geschichte der Seefahrt

Ein weiteres großartiges Buch aus der Beck-Wissen-Reihe.
Ich interessiere mich sehr für Geschichte und vor allem die Seewege und deren Bedeutung für die Entwicklung unserer Zivilisation haben mich immer am meisten fasziniert. Und dieses Buch ist großartig, um ein Gesamtbild dieser Thematik zu liefern. Es beginnt am Anfang, bei den ersten Einbäumen und Flößen und erzählt die Geschichte der Seefahrt bis heute, bis zu den großen Container- und Kreuzfahrtschiffen.
Ein bisschen negativ zu erwähnen sei die Tatsache, dass der Autor Bohn ein Professor für Mittlere und Neuere Geschichte ist. Das merkt man darin, dass er den Bereich Frühgeschichte und Antike etwas oberflächlicher und rascher behandelt als den Rest. Das mag aber wohl nur mir auffallen, da dies die Zeit ist, die mich am meisten interessiert.
Fazit: Ein tolles Buch, um ein gutes Gesamtbild der Geschichte der globalen Seefahrt zu erhalten.

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Serie: Black Sails – Staffel 2

Spannende Fortsetzung der Geschichte um Captain Flint.
Die zweite Staffel beginnt relativ langsam, was vor allem an den zahlreichen Flashbacks in den ersten Folgen liegt, in denen wir die Vorgeschichte von Captain Flint kennenlernen. Das ist interessant und vor allem wichtig, um zu verstehen, warum er überhaupt macht, was er macht. Dafür wird die zweite Hälfte spannender und bietet ein großartiges Finale.
Ich finde die Serie nicht nur wegen der Schauspieler, Kostüme und Action gut, sondern auch wegen den beiden zentralen Themen: Wie weit geht ein Mensch, um reich zu werden? Und warum sollte ich in der „zivilisierten“ Welt leben, wenn ich nur vom König unterdrückt werde?
Fazit: Mir gefällt die Serie immer noch sehr gut. Zwei weitere Staffeln werden folgen und dann sollte der abschließende Film kommen. Ich freue mich schon!

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