Buch: Esders, Stefan – Die Langobarden

Interessantes Buch über ein „kleines“ Volk.
Obwohl die Langobarden historisch gerade Mal 200 Jahre relevant waren und da auch nur eher ein kleines Herrschaftsgebiet kontrollierten, sind sie dennoch eines der bekanntesten Völker der Spätantike. Dieses Büchlein vermittelt auf prägnante Art und Weise die Genese dieses Volkes und die historische Entwicklung des Langobardenreiches bis zu dessen Eingliederung ins Frankenreich.
Da die Geschichte der Langobarden eben so kurz ist, war es dem Autor möglich in diesem Werk auf mehr Details und Randnotizen einzugehen, als es in anderen Bänden dieser Reihe typischerweise der Fall ist. Mir persönlich hat es gut gefallen, da tief in die Materie einzutauchen, war das Zeitalter der Langobarden doch turbulent und spannend.
Religion und Kultur sind zwei weitere wichtige Themen, die hier behandelt werden.
Ein Kritikpunkt muss aber schon abgebracht werden: Im Vorwort hebt der Autor nämlich die Aktualität der Langobarden hervor, im abschließenden Kapitel zur Nachwirkung und dem kulturellen Erbe wird das dann jedoch leider nur sehr spärlich behandelt. Aber das ist halt etwas, was mein persönliches Interesse trifft.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Serie: The Night Agent – Staffel 1

Cool Actionserie.
Während er Telefondienst schiebt, nimmt ein aufmerksamer FBI-Agent einen Notruf an, der ihn in eine tödliche Verschwörung hineinzieht: im Mittelpunkt ein Maulwurf im Weißen Haus.
Diese spannende Prämisse fesselt einen von Anfang an. In hohem Tempo wird die Geschichte über 10 Folgen erzählt, langatmige Momente gibt es kaum. Überraschende Wendungen und interessante Charaktere halten den Plot am Leben. Die letzte Episode bietet dann einen ordentlichen Abschluss für die Geschichte und The Night Agent könnte somit als gelungene Miniserie durchgehen, die man getrost in einer Marathon-Sitzung schauen könnte. Zum Schluss wird aber noch ein Köder für das Publikum ausgeworfen und eine mögliche zweite Staffel angedeutet, die dann aber natürlich ein ganz andere Geschichte erzählen wird.
Fazit: Empfehlenswert.

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Film: Ticket ins Paradies (2022)

Ein angenehmer Wohlfühlfilm.
Komödie / Romanze mit Julia Roberts und George Clooney von Ol Parker. 104 Min.
Inhalt: Ein geschiedenes Elternpaar versucht die Hochzeit der Tochter zu manipulieren und kommt sich selbst dabei wieder näher.
Bei dieser Zusammenfassung, bei diesen Schauspielern und bei diesem Trailer ist ganz klar, was das Publikum erwarten darf. Das wird geliefert, nicht mehr und nicht weniger. Der Film ist bemüht, alles sanft und nett zu halten. Jede Menge lachende Gesichter, eine schöne Natur und viel Gefühl. Eine kurzweilige, gelungene romantische Komödie, wie es sie nur noch selten gibt, ideal als Abendunterhaltung.
Fazit: Empfehlenswert.

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Gedankensprung: Anime-Update Winter ’23

Wie angekündigt war der Winter, wie bereits der Herbst, vollgepackt und ich benötigte ein gutes Zeitmanagement, um auch alles zu schauen. Insgesamt war der Winter eine Mischung aus großartigen Überraschungen und gelungenen Fortsetzungen.

Es ist schwer zu erklären warum und ich bin da absolut in der Minderheit, aber mein Liebling in dieser Season war Mononogatari. Eine klassische Geschichte um einen Jungen, der Geister jagt. Die Action ist für moderne Verhältnisse eher mittelmäßig, aber ich finde die Charaktere einfach sehr interessant und den Plot spannend. Dazu kommt noch eine Portion Humor, der einfach meinen Geschmack getroffen hat und eine süße Liebesgeschichte. Die Serie wird im Sommer weitergehen und ich werde sicher wieder dabei sein.

Der zweite Teil von Dungeon ni Deai wo Motomeru no wa Machigatteiru Darou ka IV: Shin Shou – Meikyuu-hen / Is It Wrong to Try to Pick Up Girls in a Dungeon? IV machte genauso großartig weiter wie der erste. Einfach richtig toll anzuschauen und ich hoffe, sie bleiben in zukünftigen Staffeln diesem Stil treu.

Die sechste Staffel von Boku no Hero Academia lief ebenfalls weiter. Hat mir immer noch sehr gut gefallen, hat aber vom Tempo und Spannung her im Vergleich zum Herbst etwas nachgelassen. Ich freue mich dennoch schon auf die siebte.

Sehr skeptisch war ich zunächst gegenüber Trigun Stampede, dem Remake des Klassikers Trigun, eines meiner liebsten Animes. Trigun Stampede hat mich nun voll positiv überrascht, das beste 3D-CGI-Anime, das ich bisher gesehen habe. Die finale Offenbarung des Originals wurde hier jetzt bereits in der ersten Episode vorweg genommen, wodurch die Geschichte anders erzählt werden konnte und der Fokus stark auf dem Konflikt zwischen den beiden Brüdern lag. Das Remake funktioniert sehr gut, macht viel Spaß, schaut toll aus und hat vor allem einen großartigen Soundtrack. Eine zweite und dritte Staffel sind bereits angekündigt und ich freue mich schon darauf.

Kaina of the Great Snow Sea spielt in einer dystopischen Zukunft und ist ebenalls 3D-CGI, doch optisch leider kein Vergleich zu Trigun Stampede. In einer Welt, in der es an Wasser mangelt, versuchen eine Prinzessin und ein Gelehrter die geheimnisvolle große Quelle zu finden, um den Rest der Menschheit zu retten. Interessante Charaktere und ein spannender Plot bieten tolle Unterhaltung. Die Serie endet in einem Cliffhanger und im Herbst wird der Abschlussfilm kommen, den ich natürlich nicht verpassen werde.

Ebenfalls sehr gut hat mir die zweite Staffel von Tsurune: Tsunagari no Issha gefallen, dem großartig animierten Anime um einen Bogenschießverein. Eine schöne Wohlfühlserie mit sympathischen Charakteren. Die letzte Episode ist ein großartiger Abschluss für die gesamte Serie. Aber dennoch würde ich mich freuen, wenn es irgendwann weitergeht.

Als letztes habe ich noch die zweite Staffel von BOFURI: I Don’t Want to Get Hurt, so I’ll Max Out My Defense geschaut, ebenfalls eine Wohlfühlserie mit sympathischen Charakteren, angesiedelt in einer Computerspielwelt. So lustig und süß wie die erste Staffel. Die letzte Episode kommt irgendwann im April und dann werden wir wissen, ob es weitergeht.

One Piece und Boruto lese ich als Manga, habe also die Animes nicht geschaut.

Trotz dieser Menge habe ich es wieder geschafft, ein älteres Anime zu schauen, nämlich habe ich Re:Creators weitergeschaut. Leider bin ich wegen Zeitmangels noch nicht bis zum Ende gekommen, aber hoffentlich in der nächsten Season.
Auf meiner Watchlist ist weiterhin nur noch Gintama. Wer weiß, wann ich da endlich weiter schauen kann. Und außerdem werden mir auch ständig andere ältere Animes empfohlen, Material gibt es also genug.

Ausblick auf den Frühling 2023:
Der Frühling scheint eher ruhig zu werden, also kann ich da wohl ein bisschen entspannen und andere Dinge schauen. Die dritte Staffel von Demon Slayer ist der einzige Fixstarter, aber es gibt noch einige andere, die sich eine Chance verdienen.

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Spiel: Claro (Zoch)

Nettes Kartenspiel.
Von Josep M. Allué (ca. 15-20 Min.; 3-6 Spieler).
Einfachere Regeln gibt es kaum. Spiele einfach immer eine höhere Karte oder einen gleichfarbigen Stern aus. Die letzte Person, die eine Karte ausspielt, gewinnt. Claro wird als Nachfolger von Uno gehandelt, aber ich denke nicht, dass es die dafür nötige Qualität hat. Dennoch ist es ein simples, schnelles Spiel für Zwischendurch für die ganze Familie.
Fazit: Kann gespielt werden.

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Buch: Waechter, Matthias – Geschichte Frankreichs

Gelungenes Büchlein über eine lange Geschichte.
Der Autor schafft es sehr gut, hier eine beinahe zweitausendjährige Ereignisgeschichte kurz und prägnant zu erzählen. Das wird dadurch vereinfacht, dass sich die territorialen Grenzen seit der römischen Provinz Gallien kaum verändert haben und der geographische Fokus damit nicht ständig verschoben wird. Ich habe es ein bisschen Schade gefunden, dass die Kolonien nicht besprochen werden, nicht einmal die heute noch dazugehörigen Überseegebiete, aber irgendwo muss man eine Grenze ziehen, um das Format dieser Buchreihe nicht zu sprengen.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Serie: Inside Job – Staffel 2

Weiterhin witzig.
Das hier ist die direkte Fortsetzung zur ersten Staffel und qualitativ auf dem gleichen Niveau. Wem die also gefallen hat, der kann getrost hier wieder einschalten. Es gibt jedoch eine schlechte Nachricht, denn die zweite Staffel endet mit einem Cliffhanger und die Serie wurde abgesetzt.
Fazit: Nur für die, denen die erste Staffel gefallen hat.

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Film: Black Adam (2022)

Unterhaltsam.
Action / Abenteuer mit Dwayne Johnson von Jaume Collet-Serra. 125 Min.
Inhalt: Teth-Adam ist ein Sklave im vermögenden Staat Kahndaq. Dort lehnt er sich gegen seine Herrscher auf, indem er die Superkräfte einsetzt, die ihm der Zauberer Shazam verliehen hat. Daraufhin wird er von selbigem eingesperrt und erst nach 5000 Jahren wieder befreit. Gezeichnet von der erlittenen Ungerechtigkeit lässt er sich nichts mehr gefallen, vor allem nicht von der Justice Society Of America, die aus Atom Smasher, Hawkman, Doctor Fate und Cyclone besteht.
Eine Standard-Superheldengeschichte mit ordentlicher Action. Der Humor fällt teilweise flach, aber Dwayne Johnson als Black Adam und Pierce Brosnan als Doctor Fate schaffen es, dem Film die nötige schauspielerische Qualität zu verleihen, damit hier am Ende ein ansehnliches, unterhaltsames Produkt vorliegt.
Man muss keine anderen Filme gesehen haben, um den hier schauen zu können, er steht vollkommen für sich allein. Auch wenn das aktuelle DC-Universe bestattet wurde und die Motivation daher nicht groß ist, die restlichen Filme davon zu schauen, kann man bei Black Adam aber getrost zugreifen, weil es eben ein isolierter, unabhängiger Film ist, der durchaus Spaß macht und kurzweilige Unterhaltung bietet.
Fazit: Kann geschaut werden.

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Spiel: Nebel über Carcassonne (Hans im Glück)

Das erste kooperative Spiel in der Welt von Carcassonne.
Von Klaus-Jürgen Wrede (ca. 35 Min.; 1-5 Spieler).
Grundsätzlich gefallen mir kooperative Spiele eigentlich nicht, und das hier hat genau jene Elemente, weshalb ich dieses Genre nicht mag. Ein Spieler deckt ein Plättchen auf und dann reden alle durcheinander, wo er es hinlegen soll. Das Problem eines dominanten Spielers, der die Führung an sich reißt, ist hier sehr groß. Aber eigentlich ist das in diesem speziellen Fall gar kein Problem, weil es eigentlich fast immer eine eindeutig beste Option gibt, die Diskussion sich also meistens darauf beschränkt, wer diese als erstes sieht.
Insgesamt spielt sich das Spiel fast selbst. Wenn das Glück passt, sind die Aufgaben leicht zu lösen, wenn nicht, führt auch keine Diskussion zum Sieg.
Weder als Gruppe noch im Solo-Modus hat das Spiel wirklich Spaß gemacht, Spannung geboten und interessante Dilemmata präsentiert.
Fazit: Kann ignoriert werden.

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Buch: Pratt, Tim – The Veiled Masters (Twilight Imperium)

Tolles Space-Sci-Fi-Buch, nicht nur für Fans des Spiels.
Inhalt: Als die Black-Ops-Spionin Amina Azad einen Hacan-Botschafter vor einem Attentat rettet, zieht sie ihn in ihre Ermittlungen einer gewaltigen Verschwörung hinein: Unsichtbare Kräfte destabilisieren die ganze Galaxie zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Verfolgt von Agenten aus Dutzenden anderer Fraktionen können sie nur Fortschritte erzielen, indem sie sich mit ihren offensichtlichen Feinden verbünden. Aber selbst sie könnten kompromittiert werden – von einem geheimen Puppenspieler zum Handeln verleitet. Wie können sie einer Allianz vertrauen, wenn sie sich selbst nicht vertrauen können?
Das hier ist also das dritte Buch, das im Universum von Twilight Imperium angesiedelt ist. Wie bereits die ersten beiden Bände steht auch dieser hier für sich alleine und ist in sich geschlossen. Man könnte die drei Bücher also in beliebiger Reihenfolge lesen. Aufgrund der wiederkehrenden Charaktere und einiger Anspielungen würde ich aber dennoch die Bücher hintereinander wie veröffentlicht lesen.
Das Buch für sich selbst betrachtet ist sehr unterhaltsam, kurzweilig und spannend, mit einer guten Prise Humor und einigen tollen Actionszenen. Die Geschichte ist zufriedenstellend abgeschlossen, kann also getrost jederzeit genossen werden.
Im Abspann erwähnt der Autor, dass hiermit die Trilogie abgeschlossen sei. Da ich keine Informationen bezüglich einer Weiterführung der Buchreihe gefunden habe, scheint diese hiermit wirklich zu Ende zu sein. Insgesamt haben mir alle drei Teile sehr gut gefallen und die Trilogie ist auch schön abgeschlossen. Ich würde gerne weitere Abenteuer in diesem Universum erleben, aber bin nicht zu traurig, wenn es nicht weitergeht.
Fazit: Empfehlenswert.

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