Show: The Daily Show with Trevor Noah

Ich war bereits ein Noah-Fan, bevor er zur Daily Show kam, weshalb ich mich sehr gefreut habe, als er als der neue Moderator angekündigt worden war. Aber damit war ich in der absoluten Minderheit. Und tatsächlich, wenn man die ersten Folgen der neuen Daily Show anschaut, die seit September 2015 läuft, scheint es, als hätten die Skeptiker Recht gehabt. Doch nun, einige Monate und viele Folgen später, muss ich sagen, dass ich ihn sehr gut finde. Natürlich ist sein Humor anders, aber er besitzt auch eine große Intelligenz und viel Lebenserfahrung, was der Show einfach eine besondere Qualität verleiht. Und sein Fokus auf Afrika, da er selbst ja aus Südafrika stammt, ist äußerst interessant.
Fazit: Vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig nach JS, aber nicht schlechter.

Update am 15.02.2017: Ich liebe die Show immer noch, sie ist viel besser geworden und ich verpasse kaum eine Folge.
Update am 04.08.2025: Nachdem Trevor Noah die Show verlassen hat, schaue ich sie nur noch gelegentlich montags, wenn Jon Stewart als Moderator da ist.

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Film: Spotlight (2016)

Spannender Film über ein erschütterndes Thema.
Drama mit Michael Keaton von Thomas McCarthy. 129 Min.
Inhalt: Sexueller Missbrauch von Jugendlichen in der Kirche ist heute kein Geheimnis mehr. Aber 2001 war es das noch. Und dieser Film erzählt die Geschichte von Reportern in Boston, die gegen die Anwälte der mächtigen Kirche ankämpften, um das zu offenbaren.
Der Film schafft es sehr gut, ständig eine für das Thema passende, bedrückte Atmosphäre zu halten und auch die Schauspieler geben ihr Bestes, einzig Ruffalo enttäuscht ziemlich, als hätte der den Hulk zu sehr verinnerlicht.
Positiv sei auch hervorzuheben, wie geschmackvoll und sensibel mit diesem heiklen Thema umgegangen wird, wie Opfer und Priester nicht einfach ins Rampenlicht gestellt werden. Und natürlich auch die Frage, warum nicht schon früher darüber berichtet wurde.
Fazit: Sehr empfehlenswert.

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Leonardo DiCaprio

Endlich hat er den Oscar und ich erinnere mich, dass ich doch tatsächlich auf meiner Top-10-Filme-Liste einen vergessen habe: Blood Diamond!

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Gedankensprung: Mein Herz für Bollywood

Letzte Woche habe ich ein Interview mit Shah Rukh Khan gesehen, den größten Filmstar der Welt. Die meisten der Leser werden diesen Namen vielleicht noch nie gehört haben und sich wundern, warum er der größte Filmstar der Welt ist. Nun, er ist ein Bollywood-Filmstar mit Millionen von Fans in Indien und Süd-Ost-Asien. Wenn wir uns also von unserem hollywood-zentrischen Weltbild entfernen, werden wir entdecken, dass es noch andere Filmnationen gibt, die nicht minder erfolgreich sind. Und Shah Rukh Khan ist nun mal, wenn man in absoluten Zahlen spricht und global denkt, der größte Filmstar der Welt.
In diesem Interview meinte er, dass Bollywood in den letzten Jahren im Westen im Vormarsch sei und sich dort auch langsam Fangemeinden bilden würden. Diese Aussage hat mich doch etwas überrascht, denn das Gegenteil scheint in meinen Augen der Fall zu sein. Vor etwa 8 Jahren gab es unzählige Bollywood-Filme auch bei uns im Fernsehen und ich habe sehr viele davon gesehen. Aber dann sind die wieder verschwunden. Tatsächlich habe ich das Gefühl, dass in den letzten Jahren das Interesse an Bollywood drastisch zurückgegangen ist. Aber vielleicht ist das auch nur im deutschen Sprachraum so oder gar nur meine individuelle Perspektive.
Ich persönlich liebe Bollywood-Filme, auch wenn ich schon lange keinen mehr gesehen habe. Ich habe sogar eine ganze Liste mit solchen Filmen, die ich unbedingt sehen möchte, aber diese aufzutreiben und dann die Zeit dafür zu finden, ist nicht einfach. Ein Bollywood-Film dauert nun mal seine drei oder mehr Stunden, aber dafür hat man ein volles Abendprogramm mit unterschiedlichsten Genres. Komödie, Liebe, Action, Drama und Tragödie werden alle in einen Film gesteckt, dazu noch die wunderbaren Tanz- und Gesangseinlagen und Großteils auch sehr gute Schauspieler. Ein solcher Film befriedigt alle Geschmäcker und füllt einen ganzen Abend.
Wenn aber Shah Rukh Khan Recht hat, ist Bollywood im Westen im Vormarsch und vielleicht wird es dann auch leichter für mich, solche Filme endlich wieder zu sehen.

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Buch: Campbell, Jack – Der Hinterhalt (Die Verschollene Flotte 5)

Ein kleiner Höhepunkt am Ender der Serie.
Inhalt: Erst als der Saboteur gefunden wird, kann die Flotte weiterreisen. Nach einem letzten spannenden Gefecht kehrt die Flotte dann endlich in Allianz-Gebiet zurück.
Der Autor hat nun endlich zugegeben, dass er Probleme hatte, die vom Verlag gewünschte Wort-Mindestzahl zu erreichen. Daher werden wohl auch die zahlreichen Wiederholungen rühren, die ich so kritisiert hatte. Und die sich diesmal lobenswerterweise sehr in Grenzen halten. Auch die abstruse Liebesgeschichte und die Gedanken des Helden rücken in den Hintergrund.
Das lässt Platz für eine spannende und tolle Geschichte. Ja, dieses Buch ist nach dem ersten Band sicher das Beste der Serie. Doch wie soll es im nächsten Teil weitergehen? Die Flotte hat ja ihr Ziel erreicht…
Fazit: Ein absolut zufriedenstellender Abschluss einer langen Reise.

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Show: The Late Show with Stephen Colbert

Nach dem traurigen Ende des Colbert Reports und dem langweiligen Nachfolger mit Larry Whilmore ist Colbert seit Herbst 2015 wieder im Fernsehen zu sehen. Inzwischen ist auch genug Zeit vergangen, mir eine Meinung zu bilden. Und die lautet: Ich liebe diese Show! Aber warum?
Talkshows sind nicht unbedingt mein Ding. Da kommen uninteressante Leute, führen langweilige Gespräche und machen unlustige Witze. Aber nicht bei Colbert. Er lädt immer interessante Leute ein – Wissenschaftler, Politiker, Künstler – und führt sehr intelligente Gespräche mit ihnen, da er selbst über immens viel Wissen verfügt. Natürlich gibt es manchmal auch die obligatorischen Stars, denn irgendwie muss sich die Show finanzieren, doch da höre ich nicht hin.
Aber auch die kleinen Einlagen, wo er alleine über irgendetwas Witze reißt, sind sehr toll, erinnern an den guten alten Colbert Report.
Fazit: Sehr empfehlenswert.

Update am 15.02.2017: Leider hat die Show sehr nachgelassen. Colbert ist immer noch sehr witzig, aber die Gäste sind einfach nur noch langweilig. Ich schaue eigentlich nur noch seinen Monolog zu Beginn und dann schalte ich wieder ab.
Update am 04.08.2025: An meiner Meinung hat sich nichts geändert. Den Monolog und seine Segmente wie „Meanwhile“ oder „The Sound of Science“ finde ich immer noch interessant und gönne ich mir regelmäßig auf Youtube, aber es gibt einfach keine guten Gäste mehr, bzw. höchstselten. Es ist eh angekündigt, dass diese Show im Mai 2026 enden wird.

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Film: The Big Short (2015)

Dass Wirtschaft und Finanzen so spannend sein können? Das Tragisch versteht sich von selbst.
Drama mit Christian Bale und Ryan Gosling von Adam McKay. 130 Min.
Inhalt: Der Film erzählt die Geschichte von drei Personengruppen, die frühzeitig erkannt haben, dass die Immobilienblase platzen wird und dadurch reich geworden sind. Es ist aber vor allem ein Film, der uns erklären will, was genau passiert ist, wie korrupt unser Finanz- und Bankenwesen ist und dass am Ende der Steuerzahler den luxuriösen Lebensstil von einigen Millionären retten musste.
Das Wahnsinnige an dem Film ist, dass die Helden, die man anfeuert und für die man mitzittert, eigentlich selbst nur gierige Finanzhaie sind. Sie verstehen, dass die Weltwirtschaft zusammenbrechen wird, dass Millionen von Menschen alles verlieren werden, doch statt dagegen etwas zu unternehmen, beschließen sie mit diesem Wissen Millionäre zu werden.
Tatsächlich sitzt man den ganzen Film über nur da und fragt sich: „What the F***?“
Fazit: Ein MUSS für jeden!

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Gedankensprung: Meine 10 Lieblingsserien

Hier also meine Top 10 Serien aller Zeiten (wird jährlich aktualisiert).

Bei meinen 10 Lieblingsserien habe ich mich überraschend schwer getan. Nur die Top 3 waren sofort fix, denn das sind die einzigen Serien, die ich bereits mehrmals komplett geschaut habe.

Zunächst auf Ehrenplatz 11: The Big Bang Theory; Alles Star Trek und Stargate; Die Simpsons; Eine schrecklich nette Familie; Malcolm mittendrin; Firefly; Fresh Off the Boat; Brooklyn Nine-Nine; Stranger Things; The Good Place; Castle; The Expanse; Veronica Mars; Jack Ryan; The Mandalorian; Lost; Squid Game; Magnum P.I. (neu); Hubert und Staller; The Astronauts; Wednesday; Only Murders in the Building; Farscape; Rocco Schiavone; Babylon 5; Arcane; Fallout; Reacher; Alien: Earth; Untamed.

10. The Orville
9. True Detective
8. The Queen’s Gambit
7. Shetland
6. MacGyver (Was wäre meine Kindheit ohne ihn gewesen? Aber nicht die neue Serie.)
5. Band of Brothers
4. One Piece (Live-Action)
3. Scrubs
2. Friends
1. Star Trek: Deep Space Nine

Letztes Update am 29.01.2026

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Buch: Akunin, Boris – Türkisches Gambit (Fandorin ermittelt, Band 2)

Gefällt mir viel besser als der erste Teil.
Inhalt: 1877 führt Russland Krieg gegen die Türkei. Im russischen Feldlager ist jedoch ein Verräter, ein Saboteur unterwegs und es liegt an Fandorin, diesen zu finden, ehe der Krieg verloren geht.
Nachdem ich vom ersten Band nicht sehr begeistert war, habe ich dem zweiten Band aus zwei Gründen doch eine Chance gegeben: Erstens gibt es hier neue Übersetzer und zweitens ist die Geschichte realistischer und historisch akkurater.
Tatsächlich liest sich dieses Büchlein viel flüssiger als der Vorgänger und der Schreibstil des 19. Jahrhunderts kommt auch viel besser zum Tragen. Dazu kommt noch eine Geschichte, die ich persönlich als viel spannender empfunden habe.
Schade habe ich gefunden, dass das Buch aus der Perspektive einer langweiligen und emotionalen Frau geschrieben wurde. Denn alles, was Fandorin macht, erfährt man nur durch ihren Blickwinkel. Einerseits ist das durchaus interessant, da man so mit der Protagonistin immer wieder überrascht wird und man sieht, wie Fandorin von anderen wahrgenommen wird. Andererseits ist es aber auch langweilig, da Fandorin eigentlich nur seine Resultate präsentiert und das eigentlich Spannende, seine Arbeit, nicht weiter erwähnt wird.
Den ersten Band müsste man nur gelesen haben, um ein bestimmtes Wort und Fandorins Aussehen zu verstehen. Und da der dritte Band dieselben Übersetzer hat wie dieser hier, werde ich Fandorins Abenteuer wohl weiterverfolgen.
Fazit: Sehr zu empfehlen!

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Serie: Under the Dome – Staffel 3 (abgeschlossen)

Wenn etwas derart abstürzt, muss einfach ein Schlussstrich gezogen werden.
Nachdem diese Serie ja die literarische Vorlage endgültig in den Müll geworfen und anscheinend nur noch von Folge zu Folge irgendetwas aus dem Hut gezaubert hat, sollte so eine lächerliche Staffel eigentlich nicht mehr überraschen. Nein, man hätte sich mehr an die Vorlage halten und mit der zweiten Staffel einen tollen Abschluss bieten sollen. So aber haben wir nun diesen Blödsinn mit einem sehr unzufriedenstellenden Abschluss.
Fazit: Ich hätte bereits nach der ersten Staffel einen Schlussstrich ziehen sollen.

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